Was ich lese und gelesen habe

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Gar nicht so schlecht, deine Ausbeute, liebe Petra. Ich vermute sogar, dass dir die großen Romane von Dos Passos - und die sind alle übersetzt worden - noch mehr bringen könnten als dieses spezielle Buch von Isherwood. "Manhattan Transfer" ist natürlich als quasi expressionistisches Stadtporträt und seinerzeit kühnes Stilexperiment ein Klassiker schlechthin. Die USA-Trilogie dagegen ist ganz anders, nicht nur viel länger, sondern auch epischer, indem die rasante Entwicklung der amerikanischen Gesellschaft im frühen 20. Jahrhundert sich in ausführlich dargestellten Einzelschicksalen über Jahrzehnte spiegelt. Das reicht von den sozialen Kämpfen der Vorweltkriegszeit über die Präsenz auf den Kriegsschauplätzen in Europa bis hin zu der ungesund boomenden Wirtschaft der Zwanzigerjahre - ein großartiger Mahlstrom, homerisch. Da wir hier keine einschlägige Rubrik zum Veröffentlichen mehr haben, erlaube ich mir ausnahmsweise mal einen Link zu einer Untersuchung aus meiner Feder:


Liebe Grüße
Arno
 

petrasmiles

Mitglied
Lieber Arno,

vielen Dank für den link - das wird mir die Lektüre erleichtern - wenn ich dann dazu komme. (Ich habe mir den Text kopiert, damit ich dann nicht den link wieder raussuchen muss, selbstverständlich mit Quellenangabe.)
Da hast Du Dir viel Mühe gemacht - was für eine große Wertschätzung spricht ... großartig geschrieben versteht sich von selbst.
Zu meiner Annahme, dass nicht alles übersetzt worden ist, kam ich durch die Angaben bei Wikipedia. Sie listen die Werke auf und direkt unter dem Original eine deutsche Übersetzung sofern vorhanden, und da waren vor allem die frühen Jahre sehr dünn ausgestattet.
Aber jetzt bin ich ja erst einmal versorgt.

Dir einen schönen Abend noch!

Liebe Grüße
Petra
 



 
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