Fragmente

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wirena

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Lieber Scal

Nun bin ich soweit, dass ich es wagen kann, auf Dein Schreiben zu antworten. Ich wähle dafür die Form eines Gesprächs und füge meine Antworten kursiv in Fettschrift ein:

Du schreibst: Zitat:
Bevor auf Deine Gedanken eingehe, möchte ich Folgendes anmerken: Ich poste in der Leselupe vorwiegend im Lyrikbereich, und nur gelegentlich mache ich Seitenblicke in andere Gebiete. Mehr wurde oder wird meinerseits nicht angestrebt, was daran liegt, dass ich meine Lebenssituation mit berücksichtigen muss oder will

Meine Antwort: …umso mehr danke ich Dir für die Zeit, die Du mir widmest – ich bin seit langem pensioniert und habe privilegierter Weise meine sämtliche Lebenszeit zur freien Verfügung -

(Sein und Situation - ein Thema, das mich auch philosophisch beschäftigt). Neben der Lyrik (bildhaftes Denken und intuitive Momente)

…tönt spannend – der analytische Idealismus, z.B. Bernardo Kastrup, geht davon aus, dass alles Bewusstsein ist. Auf dieser Basis wären bildhaftes Denken, intuitive Momente erklärbar, da wir mit dem «allumfassenden Bewusstsein» verbunden sind – ich kann problemlos Bewusstsein durch «Sein» ersetzen und tu dies hier, in unserem Gespräch auch -

«Sein und Situation» erinnert mich an die Quantenphysik – Doppelspaltexperiment. In diesem erzeugt die Messung, die Beobachtung die Wirklichkeit -



  • «das Sein» = die vielfältigen Möglichkeiten/ Wahrscheinlichkeit, das zu beobachtende Subjekt


  • «die Situation» = der Fokus, das Denken, das wählt, auf welche Situation, sich das Sein, das Bewusstsein sich richtet, was beobachtet werden soll, der Experimentaufbau


interessiere ich mich insbesondere für die phänomenologische Philosophie im Sinne einer (nichtakademischen) erkennenden Erfahrungs- oder Erlebniskunde. Diesen Interessensbereich hier näher zu charakterisieren, liegt aber insgesamt außerhalb meines "hiesigen" Bestrebens.

Vielleicht aber wird durch meinen Antwortversuch ein wenig nachvollziehbar, wie diese Forschungsmethode ihre Gedankenschritte setzt.

Wieso weiß ich eigentlich, dass Du etwas fühlst, wenn Du das hier liest - so wie ich auch, wenn ich diesen Satz formuliere?

…ja, ich fühle wie Du etwas beim Lesen, doch ich kann nicht wissen wie Du fühlst, und genauso wenig kannst Du wissen wie ich fühle. Wir können uns lediglich sprachlich verständigen und dank Definition der Begriffe, eine diesbezügliche Annäherung suchen. Das Fühlen, das Erlebnis, die Qualia bleibt subjektiv -

Es geht mir darum, derlei "Selbstverständlichkeiten" näher zu betrachten. Da geht es auch um ein "wir", sage ich mir, und frage Dich sogleich, ob Du das auch so siehst.

…da stimme ich Dir zu – das Leben ist Beziehung und Beziehung ist die Grundlage alles Seins. Das Leben entwickelt sich nur durch Beziehung und Anpassung weiter, so wie ich es verstehe – dies mein Verständnis der Evolution

Texte sind immer auch Bekundungen von temporären Aufenthalten in bestimmten Seelenorten, deren es so zahlreich viele und verschiedenstfärbige gibt (z.B. die uns vertraute unbefangene "Spielwiese des Lebens" mit ihren Heiterkeiten oder sonstigen Befindlichkeiten)

Seelenorte? Übersetze ich mit Fokus, auf den Ort, auf den sich mein Sein richtet

Texte können Begegnungsmomente von Sein und Situation "kreieren". Die Situation ist individuell, das Sein gemeinsam. Dass es aber eine jeweilige individuelle Situation gibt, ist wiederum auch eine Gemeinsamkeit.

…absolut – so sehe und erlebe ich dies ebenfalls –

Wenn ich nun an dieser Stelle auf das bisher Formulierte zurückblicke, dann kann ich mich fragen: Habe ich mich über etwas aufklären wollen? Wie habe ich das eigentlich gemacht? Lässt es sich überprüfen, nachvollziehen? Trifft es zu? Worauf vertraue ich? Ich beginne - erneut - mit Erkundungsschritten. Dabei sage ich mir: du vertraust auf die Wirklichkeit einer Möglichkeit.

Diese Wirklichkeit einer Möglichkeit zeigt sich als Vorhandenheit oder das Vorhandensein des Denkens.

Ist anderes denkbar? Auch mit dieser Frage greife ich nach dieser Anwesenheit, somit dem SEIN des Denkens (bitte prüfen).

…hmmm die Wirklichkeit einer Möglichkeit als Vorhandensein des Denkens?

die Quantenphysik geht davon aus, dass sich alles in einer «Superposition» befindet, alles Wahrscheinlichkeit ist. Die Wirklichkeit ergibt sich durch Messung, Beobachtung –

d.h. wenn Denken, = «Sein» ist, und ich Beides, als «denkendes Sein,» als Fokus/Beobachtung einsetze, so erzeuge ich Wirklichkeit und so lässt sich sagen, dass die Wirklichkeit einer Möglichkeit das Vorhandensein eines Denkens ist.

Anmerkung: Parmenides sagt übrigens auch, dass Denken Sein ist

Jetzt komme ich zu dem, wo ich anfangs schrieb "auf deine Gedanken eingehe", und zwar so, dass dabei ein bisschen wieder die Methode dessen mitvollziehbar werden möge, die ich mit phänomenologisch erkennender Erfahrungs- und Erlebniskunde bezeichnet habe.

"Ich darf darauf vertrauen, dass die ANWESEHEIT DES DENKENS gegeben ist, somit SEIN besitzt

Das ist das Grundphänomen.
Das - anwesende - Denken klärt mich darüber auf.
Dieses Grundphänomen ist die Basis für alles andere.
Ist das richtig? Ich kann das Denken befragen.

Womit ... ?

"Ja Scal, Womit? das ist die berechtigte Frage – als mögliche Antwort erlebe ich nur Schweigen, wenn ich mich in diese Frage in der Stille vertiefe, oder es trümmelt mir im Kopf - "


Womit?
Wenn ich das frage, richte ich meine Aufmerksamkeit auf die Tätigkeit hin, die diese Frage vollzieht. Ich anerkenne deren Anwesenheit. Es ist eine antwortsuchende Denkbeobachtungsaufmerksamkeit.

- «antwortsuchende Denkbeobachtungsaufmerksamkeit» finde ich gut -

Womit? daran nage ich immer noch und kam bisher zum Schluss, dass Sein nicht nur Subjekt sondern auch Tätigkeit ist – habe dies gestern manuskripthaft wie folgt mal festgehalten:

Zurzeit erlebe ich „das Phänomen Sein“ irgendwie „quantastisch“ –. Es ist als Subjekt überall zugleich – Alles ist “Sein“ und mein „Sein“, mein Fokus, mit meinem mir zur Verfügung stehenden Sein, (u.a.geistige Fähigkeit, Sinne, Organe, z.B. Augen) bestimmt, wohin oder zu was ich mich hinwende, was ich beobachte; wie ich Etwas, die Wirklichkeit wahrnehme, erfahre, wie das „Sein“, wie die Wirklichkeit ist. In diesem Sinne schaffe ich mir meine Wirklichkeit.

So ist das „Sein“ auch eine Tätigkeit. D.h. ich muss mein mir zu Verfügung stehendes Denken, „mein Sein“ verändern, mich hinwenden zu Etwas, um Etwas wahrnehmen zu können, oder um in ihm, „im Sein“ zu sein.

D.h. Sein als Tätigkeit ist Denken und erzeugt neues Sein -


Bemerke ich "Schweigen", habe ich eine Erlebnisbefindlichkeit wahrgenommen, für die mir der Denkbegriff "Schweigen" stimmig und zutreffend erscheint.

und diese Erlebnisbefindlichkeit, dieses Schweigen möchte ich nicht missen.

Ist diese Charakterisierung eine Behauptung, eine These, eine Vermutung? Die Antwort ergibt sich durch einen Nachvollzug.

"Ich denke ob dies richtig ist oder nicht, beantwortet sich durch persönliches Erleben, ..."

" ... subjektiv mit einer subjektiv gestimmten Antwort – ja dem ist so oder dem ist nicht so – Vertrauen in die eigene Erfahrung, ins eigene Erleben, ist meiner Meinung nach die Lösung, und so kann ich ebenfalls, wie Du schreibst, darauf vertrauen, dass Denken Sein ist und bin mit diesem Erleben verdankenswerter Weise nicht allein – "

Ob es sich um eine subjektiv gestimmte Antwort handelt, erschließt sich erst durch eine denkende Beobachtung, die ich bei der Frage nach dem "Womit" noch nicht vollzogen habe.

Zum Vollzug: meine Praxis, mein Erleben:
Der Vollzug ereignet sich durch Nachdenken, Recherchieren oder für mich auch durch «in die Stille gehen», um nicht zu denken, um zu erfahren, was zu erfahren ist – Gedanken, Gefühle, Bilder können aufsteigen -


Ich vertraue darauf, dass mir die "Anwesenheit des Denkens" auch auf diese Frage (so ich sie stelle) Antwort zu geben weiß. Wenn "ES" mir sagt,

… «ES» gefällt mir –

es handle sich (z.B. beim Schweigen) "objektiv gesehen" um ein persönliches, subjektives Erlebnis,

…ja, es ist ein persönliches, subjektives Erleben

so anerkenne ich, dass das Denken subjektiv und objektiv übergreift,

subjektiv und objektiv übergreift? verstehe diese Aussage nicht ganz –. Ich verstehe durch einen Denkprozess, dass das Denken mehr als nur subjektiv oder objektiv ist. Denken steht darüber, und das Denken an und für sich ist «metaphysisch». Dem kann ich spontan zustimmen –; obwohl, seine Tätigkeit, das Denken ist anhand von Hirnströmen lokalisier- und messbar im Gehirn – doch das ist nur der Nachweis seiner Tätigkeit und nicht das Denken selbst -

dass seinem Anwesendsein eine unterscheidendes, differenzierendes Schauen und Sichten innewohnt.

das kann ich gut nachvollziehen, und dem kann ich auch beistimmen

Eine Art "Denkblick", der zunächst noch wie inhaltsleer auf etwas hin - aufklärungswillig - ausgerichtet ist

Mit dem Denkblick, der zunächst inhaltsleer auf etwas gerichtet ist, kann ich sehr gut etwas anfangen. So z.B. wenn ich für mich in der Stille Etwas klären und nicht im «Sein» versinken will, dann «wirkt» das «ES», die Intuition, und ich habe etwas intellektuell zu überprüfen und zu entscheiden, ob ich diesen Gedanken weiter spinnen oder verwerfen will -

… im Schweigen erlebe ich keine «Aufklärungswilligkeit» - und ich, mein Sein, möchte auch nicht weiter Aufklären – das Schweigen ist für mich derzeit das bestmögliche Erleben des/ meines Seins, das ich nicht verlieren möchte –

"Ich denke ob dies richtig ist oder nicht, beantwortet sich durch persönliches Erleben, subjektiv mit einer subjektiv gestimmten Antwort – ja dem ist so oder dem ist nicht so – Vertrauen in die eigene Erfahrung, ins eigene Erleben, ist meiner Meinung nach die Lösung, und so kann ich ebenfalls, wie Du schreibst, darauf vertrauen, dass Denken Sein ist und bin mit diesem Erleben verdankenswerter Weise nicht allein – "

Weiters ist es ein Phänomen, dass ich unmittelbar weiß, dass ein Mitmensch namens z.B. Wirena die vorangegangenen Gedanken nachzuvollziehen sich bemühte und sie wohl bestrebt sein wird, dies erneut zu tun. Das ergibt sich aus dem Vertrauen zur Anwesenheit, dem Sein des Denkens - in ihr und in mir.

…und wieder sind wir beim Vertrauen – und ich erlebe erneut, dass nicht nur Beziehung die Basis des Lebens, des Seins ist, sondern auch das Vertrauen in das Leben, in das Sein –

(was das Leben, das Sein auch immer ist und sein mag – dies ist eine Definitionssache oder ein subjektives, persönliches Erleben)



So gesehen: Das Sein des Denkens ist ein Erkenntniswille und ist als Selbsterkenntniswille unterwegs. Eine Willensbewegung, die sich ihrer selbst bewusst zu werden sucht.

…schön, dieser Bezug zum Willen, den ich sehr gut nachvollziehen, fühlen, erleben und auch intellektuell, denkerisch bestätigen kann – so gesehen, kommst auch Du zum Schluss, dass «Sein» auch eine Tätigkeit ist -

Phänomenologische Philsosophie im Sinne einer erkennenden Erlebnis- und Erfahrungskunde führt insofern in einen kontemplativen Bereich. Was das erwähnte "Schweigen" betrifft, erinnere ich mich an eine Bemerkung des Zen-Kenners Heinrich Doumolin, der einmal im Hinblick auf einen meditativen Bewusstseinszustand von einem "denkenden Nichtdenken" sprach. Von besonderen Erlebnissen, die sich durch ein vertieftes Denken ereigneten, sprechen u.a. ja auch die Philosophen Plotin, Fichte, Hegel oder Schelling.

«denkendes Nichtdenken» - witzig – denke dies ist mein Einstieg ins Schweigenerleben, das mich hin und wieder dann zum Fühlen, zum Wahrnehmen von wort- und namensloser Liebe führt -

Von diesem Vertrauen geht alles aus und alle Einsichten kehren letztlich zu ihm zurück.

Das kann ich wieder absolut in Fettschrift mitunterschreiben!

Sollte z.B. die Quantenphysik verlautbaren, zu letztgültigen, allgemeinen Erkenntnissen gefunden zu haben, wird sie schwerlich das hier erläuterte Grundphänomen wegklammern können, sollte sie mit ihren Einsichten einen philosophischen Anspruch verbinden wollen.

Soviel ich weiss und verstanden habe, steckt die Philosophie der Quantenphysik noch in den Kinderschuhen. Der Physiker Anton Zeilinger stellte vor vier Jahren fest, dass philosophisch die Erkenntnis der Relativitätstheorie und der Quantentheorie noch nicht angekommen, noch nicht verarbeitet ist. Meiner Meinung nach muss dafür erst eine Sprache gefunden, definiert werden.

Bei dem von mir hier skizzenhaft Geäußerten handelt es sich um einen persönlichen Ausgangspunkt, von dem aus ich auf die "klassische Philosophie" hinblicke, von dem aus sie mich interessiert. Es gibt da sicherlich einen unausschöpflichen Begegnungsreichtum. Ich zähle mich keineswegs zu den Philosophen im herkömmlichen Sinne, die sich mit Metaphysik, Logik, Ethik und all den zahlreichen historischen geistigen Entwicklungen - mehr oder weniger wissenschaftlich forschend - eingehend beschäftigen.

So, nach diesem Seitenblick wieder zurück zur Lyrik oder Kurzprosa oder was völlig Anderem ...
"Mein Leben besteht aus Augenblicken." (Novalis)



Auch mein Leben besteht aus Augenblicken! und «ES» lässt mich wissen, die Ewigkeit besteht aus unendlich vielen Augenblicken – beweisen lässt sich dies aber nicht :)


In diesem Sinne Scal, lass uns die Augenblicke bestmöglich geniessen und vielen herzlichen Dank für diesen «unakademischen», philosophischen Exkurs. Ich bin philosophisch überhaupt nicht gebildet und wäre mit einem klassischen, akademischen Austausch absolut überfordert. Doch ich denke, ich habe, so wie es hier nun steht, eine Lösung gefunden, um das beitragen, mitzuteilen zu können, was mir derzeit möglich ist.

Ich meinerseits werde weiter in der Leselupe lesen und schreiben, so von wegen Fischersommerloch und so :) und mich auch noch weiter mit meinem «quantastischen Seinmanuskript» befassen. Mal sehen zu was mich das wieder führt – erlebe in letzter Zeit oft, dass daraus silbenzählend irgendwelche Senryus oder Haikus, die keine sind, entstehen. Hin und wieder, neu nun wieder, auch Ungereimtes - LG wirena
 

wirena

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quantastisches Seinerleben

Zurzeit erlebe ich „das Phänomen Sein“ irgendwie „quantastisch“, sich in einer «Superposition» befindlich –. Es ist als Subjekt Alles und überall zugleich – Alles ist “Sein“ und mein „Sein“, mein Fokus, mit meinem mir zur Verfügung stehenden «Sein», (u.a. geistige Fähigkeit, Sinne, Organe, z.B. Augen), bestimmt, wohin oder zu was ich mich hinwende, was ich beobachte; wie ich Etwas, die Wirklichkeit wahrnehme, erfahre. Wie das „Sein“, wie die Wirklichkeit ist. In diesem Sinne schaffe, erzeuge ich mir meine Wirklichkeit.

So gesehen ist das „Sein“ auch eine Tätigkeit. D.h. ich muss mit «meinem Sein» aktiv werden, mein mir zu Verfügung stehendes «Sein» verändern, mich hinwenden zu Etwas, um Etwas wahrnehmen zu können, oder um „im Sein“ zu sein.

Wenn ich mich von der Aussenwelt zurückziehe, um nur im „Sein“ zu sein, dann bin ich „bei mir“, in mir und erlebe irgendwie das „Sein“ als „Qualia“, ohne bestimmen zu können, wo und was es ist – tja, das erinnert mich sehr daran, dass ich (u.a.) aus lauter Elektronen bestehe, die auch überall und nirgends, Teilchen/Subjekt oder Wellen/Tätigkeit sind.

Extrem quantastisch wird das Seinerleben, wenn ich die Aufnahme der NASA, „Die Erde als „Pale Blue Dot“ betrachte.


https://www.dlr.de/de/bilder/raumfahrt/missionen/erde-als-pale-blue-dot


Zitat: «Diese Aufnahme stammt von der Raumsonde Voyager 1 und zeigt unseren Planeten als winzigen blassblauen Punkt in den tiefen des Alls. Die NASA entschied sich im Jahr 1990, die Raumsonde zu schwenken und mit der Kamera einen Blick auf die Erde zu werfen. Unser Heimatplanet war damals 6,4 Milliarden Kilometer weit weg. Das ist die größte Distanz, aus der jemals ein Bild unseres Heimatplaneten aufgenommen wurde.» Zitatende


Es ist kaum zu glauben, doch ich sehe unsere Erde als Punkt in der Milchstrasse, und wenn ich meinen Fokus, «mein Sein» auf diesen Punkt im All richte, so weiss und erlebe ich, dass ich im Hier und Jetzt, in, und auf diesem kleinen Punkt nun am PC sitze, lese und schreibe – und ich bin noch kleiner als dieser Punkt, und sehe mir selber zu –. Erlebe sozusagen den Mikrokosmos im Makrokosmos und die Quantenverschränkung – irgendwie absolut abgefahren, spukhaft* –, quantastisch eben :)

*erlebe zur selben Zeit drei Dimensionen:
- ich im All am PC
- ich hier in meiner Wohnung am PC
- und mein Geist nimmt Beides aus einer metaphysischen Ebene wahr
 

wirena

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Fortsetzung „kleine Geschichte der Philosophie“ mit Wikipedia

David Bohm, 20.12.1917-27.10.1992, US-amerikanischer Quantenphysiker und Philosoph


Zitat: aus Wikipedia, Internet kopiert: „Bohm hat eine Reihe signifikanter Beiträge zur Physik geliefert, insbesondere im Bereich der Vielteilchentheorie und der Grundlagen der Quantenmechanik. Bohm ist Begründer der bohmschen Mechanik, einer alternativen Interpretation der Quantenmechanik. Zitatende

Leben: David Bohm war ein Sohn, aus Ungarn eingewanderter jüdischer Eltern. Er besuchte das Pennsylvania State College und studierte ab 1939 bei Robert Oppenheimer am California Institute of Technology und weiter an der University of California, Berkeley. Wie andere Stundeten von Oppenheimer, engagierte er sich Ende 1930 in pazifistischen und kommunistischen Studentenorganisationen und bekam dadurch erhebliche Probleme. 1943 wurde David Bohm in Berkeley promoviert und arbeitete danach theoretisch an elektromagnetischer Urananreicherung am Oak Ridge National Laboratory in Oak Ridge.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war David Bohm Assistant Professor an der Princeton University und arbeitete mit Albert Einstein zusammen. Als er sich 1949 vor dem Komitee für unamerikanische Umtriebe (HUAC) weigerte auszusagen, ob er oder einer seiner Kollegen, insbesondere Robert Oppenheimer mit dem Kommunismus sympathisierte, wurde er 1950 festgenommen und in der Folge, trotz eines Freispruchs 1951, von der Universität Princeton entlassen. Auch mit Fürsprache von Einstein und anderen Personen, fand David Bohn keine neue Arbeitsstelle in den USA und wanderte nach Brasilien aus, wo er Professor an der Universität von Sao Paulo wurde. Des Weiteren war er ab 1955 am Technion in Haifa und ab 1957 am Research Fellow an der University of Bristol tätig. 1961 wurde er Professor am Birkbeck College der Universität Londen. Dort blieb er bis zu seiner Emeritierung 1987.

Physikalisches Werk


Zitat: „In den 1950er Jahren befasste sich Bohm mit Vielteilchentheorie, wo er wichtige Pionierarbeit leistete (Bohm-Diffusion in der Plasmaphysik und anderes).

Ein weiterer Schwerpunkt betrifft die Grundlagen sowie die Interpretation der Quantenmechanik
.

  • 1951 erschien Bohms Lehrbuch der Quantentheorie, in welchem er noch die Kopenhagener Deutung befürwortet.
In einem Interview 1992 sagte er, dass er Ende der 1940er Jahre diese Deutung in Frage zu stellen begonnen hatte. In den 1950er Jahren entwickelte er als Alternative dazu die bohmsche Mechanik, eine nichtlineare deterministische Theorie mit verborgenen Variablen und der in äquivalenter Form bereits von de Broglie vertretenen Annahme einer Führungswelle (Pilot Wave). Seit dieser Zeit beschäftigte er sich auch mit den philosophischen Implikationen der Quantenmechanik , insbesondere dem Paradox der Nichtlokalität.

Mit seinem Doktoranden Yakir Aharonov sagte er 1959 einen Quanteneffekt voraus, welcher im Folgejahr eine experimentelle Bestätigung
erfuhr und der nach ihnen Aharonoy-Bohm-Effekt genannt wurde. Erst nach ihrer Veröffentlichung erfuhren sie, dass Werner Ehrenberg und Raymond E. Siday den Effekt bereits 1949, und Walter Franz offenbar bereits 1939 vorausgesagt hatten.“ Zitatende

Philosophisches Werk

Zitat: „Eng verbunden mit Bohms Arbeiten zur Interpretation der Quantenmechanik waren seine philosophischen Interessen. Bohm beschäftigte sich vor allem in seinem letzten Lebensdrittel (ca. 1970–1992) mit der Entwicklung und Erprobung eines neuen Dialog-Konzepts. Bei diesem Konzept geht es nicht, wie zum Beispiel im wissenschaftlichen oder politischen Diskurs, um Konsensfindung. Vielmehr ist es das Ziel, durch das Zulassen unterschiedlichster Meinungen und durch weitere erlernbare Kompetenzen kreative Lösungen zu erreichen. Letztlich sollen die Fragmentierung (Zersplitterung) des Denkens überwunden und eine Transformation, also ein grundlegender und dauerhafter Wandel des Individuums und schließlich der gesamten Gesellschaft erreicht werden.

In diesen Zusammenhang ist auch sein Werk Wholeness and the Implicate Order (Die implizite Ordnung)) zu stellen. Dort wird versucht, den Problemen, die die Quantenphysik aufwirft, mit Definitionen eines neuen Weltbilds zu begegnen. Die Kennzeichen sind:

  • Ganzheitlichkeit,
  • Prozesshaftigkeit und
  • Nicht-Teilbarkeit.
Explizit verweist Bohm in seinem Werk auf die Möglichkeit, die Quantenhypothese als Hinweis für eine neue Ordnung zu verstehen. Diese implizite Ordnung vergleicht Bohm mit einem Hologramm, in dem in allen Einzelteilen zugleich alle Gesamtaspekte gleichsam „eingefaltet“ sind. Bohm nennt es Holo-Movement.

Bohm glaubte bis zu seinem Tod nicht daran, dass die Wissenschaft in der Lage sei, zu einem Ende in der Suche nach Erkenntnissen zu kommen
. Er ging davon aus, dass sich die Wissenschaft in völlig unerwartete Richtungen entwickeln würde und dass die Mathematik nicht die einzige Methode sei, um die Wirklichkeit zu erfassen. Er hoffte, dass künftige Wissenschaftler bei der Modellierung der Natur neue Quellen für Metaphern und Analogien finden würden, anstatt sich so sehr auf die Mathematik zu verlassen. Er erwartete, dass Wissenschaft und Kunst eines Tages miteinander verschmelzen würden; die Trennung von Kunst und Wissenschaft sei nur eine vorläufige. Zitatende

David Bohm war Zeitgenosse und Bewunderer von Jiddu Krishnamurti und gründete in England die Krisnamurti-Schule Brockwood-Park mit.

Jiddu Krishnamurti war ein indischer Philosoph. In seinen wichtigsten Veröffentlichungen thematisiert Krishnamurti spirituelle Fragen, wie die Erlangung vollständiger geistiger Freiheit durch Meditation, aber auch religiöse und philosophische Themen.

Rezeption – Bedeutung seines Wirkens

Zitat: „
Einstein sagte von Bohm, dass dieser der Einzige sei, der über die Quantenmechanik hinauskommen könne. In einem Brief vom 12. Mai 1952 an Max Born kann Einstein aber auch ganz anders urteilen: „Hast Du gesehen, dass der Bohm (wie übrigens vor 25 Jahren schon de Broglie) glaubt, dass er die Quantentheorie deterministisch umdeuten kann? Der Weg scheint mir zu billig. Aber Du kannst das natürlich besser beurteilen.“ Zitatende

David Bohm wurde durch seine Bücher für einige Zeit, in manchen Kreisen zu einem regelrechten Kultusstatus. Er wurde zu eine Idol für Menschen, die durch die Physik zu mystischer Erleuchtung gelangen wollten. Darstellungen zu David Bohms Positionen finden sich z.B. Zitat: bei John Gribbin und John Horgan. Eine Zusammenfassung der philosophischen Implikationen liefert Stefan Bauberger.“ Zitatende

Hans Dieter Mutschler bezeichnete David Bohm im Hinblick auf seine Überlegungen zur „impliziten Ordnung“ als New-Age-Physiker. Rüdiger Vaas nannte diese „“ans Esoterische grenzende Spekulationen“.[Sie fanden Anklang in der New-Age-Bewegung und Esoterik.

Siehe Weiteres im Internet „Wikipedia „David Bohm“:

Veröffentlichungen

  • Quantum Theory. Prentice Hall, New York 1951 und Dover 1989.
  • Causality and Chance in Modern Physics. Van Nostrand 1957.
  • Special Theory of Relativity. W. A. Benjamin, New York 1965.
    • Nachdruck: Special Theory of Relativity. Mit einem Vorwort von B. J. Hiley. Routledge, New York 1996 und 2002, ISBN 0-415-14808-1, Online-Book.[12]
  • Wholeness and the Implicate Order. Routledge, London 1980, ISBN 0-415-28978-5.
    • Deutsche Ausgabe: Die implizite Ordnung. Grundlagen eines dynamischen Holismus. Aus dem Englischen übersetzt von Karl-Ulrich Möhring. Goldmann, München 1987, ISBN 3-442-14036-6.
    • Deutsche Neuausgabe: Die Implizite Ordnung. Grundlagen eines ganzheitlichen Weltbildes. Aus dem Englischen übersetzt von Petra Michel. Crotona, Amerang 2018, ISBN 978-3-86191-299-6.
  • Hrsg. mit Donald Factor: Die verborgene Ordnung des Lebens. Aquamarin Verlag, Grafing 1988, ISBN 3-922936-66-0.
  • mit Francis David Peat: Das neue Weltbild. Naturwissenschaft, Ordnung und Kreativität. Goldmann, München 1990, ISBN 3-442-11489-6.
  • On Dialogue. Herausgegeben von Lee Nichol. Routledge, London und New York 1996.
    • Deutsche Ausgabe: Der Dialog. Das offene Gespräch am Ende der Diskussionen. Aus dem Englischen übersetzt von Anke Grube. Herausgegeben von Lee Nichol. Klett-Cotta, Stuttgart 1998, ISBN 3-608-91857-4; 5. Auflage 2008.
  • Zusammen mit Krishnamurti: The Ending of Time. Victor Gollancz 1985.
  • Zusammen mit Basil Hiley: The undivided universe: an ontological interpretation of quantum mechanics. Routledge 1993.
 

wirena

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Fortsetzung „kleine Geschichte der Philosophie“ mit Wikipedia

Philosophie des 21. Jahrhundert


Für mein Erleben sollte das Dialog-Konzept von David Bohm aus der Erprobung in die Ausführung geleitet werden. Die Basis sein.

Zitat: „Eng verbunden mit Bohms Arbeiten zur Interpretation der Quantenmechanik waren seine philosophischen Interessen. Bohm beschäftigte sich vor allem in seinem letzten Lebensdrittel (ca. 1970–1992) mit der Entwicklung und Erprobung eines neuen Dialog-Konzepts. Bei diesem Konzept geht es nicht, wie zum Beispiel im wissenschaftlichen oder politischen Diskurs, um Konsensfindung. Vielmehr ist es das Ziel, durch das Zulassen unterschiedlichster Meinungen und durch weitere erlernbare Kompetenzen kreative Lösungen zu erreichen. Letztlich sollen die Fragmentierung (Zersplitterung) des Denkens überwunden und eine Transformation, also ein grundlegender und dauerhafter Wandel des Individuums und schließlich der gesamten Gesellschaft erreicht werden. Zitatende
 



 
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