Fragmente

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wirena

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Die Sprache die Brücke
vom Ich zum Du

Mein, Dein, Unser

Schlüsselworte
für Krieg und Frieden

************************

Gefühle, Erleben
der Boden
für Denken?

für Worte
die gesucht
neugeschaffen
werden müssen?
 

wirena

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Eigene Gedanken angeregt durch Lesen „kleine Weltgeschichte der Philosophie“ von Hans Joachim Störig

1. Kapitel: die Philosophie des alten Indien


Wie fliessende Ströme ins Meer verschwinden, Meer werden, ihren Namen, ihre Form verlieren, so verliert das Ich seinen Namen, seine Form, wenn es ins Leben stirbt. Dies kann die Selbsterkenntnis sein, dass das Ich Leben ist und nicht Leben hat oder Todeserfahrung.


Kontinuum der Vergänglichkeit
Das Ich erstirbt in jedem Augenblick
und wird neu geboren.


Verantwortung
Das Leben ist Verwandlung.
Der Mensch ist Leben, ist Verwandlung.

Das Individuum hat davon Erkenntnismöglichkeit
verwandelt durch Wirken sein Dasein, seine Verwandlung
und dadurch das Leben.


Erinnerung alt Bekanntes – geschrieben 17.07.2025
das Leben selbst
sich sucht
im Tod

im Nichts
es fusst
als nur in sich
das Selbst


Reinkarnation

Der Mensch, das einzelne Ich ist Leben, das sich im Ich erkennt und im Tod das Ich verliert und nur Leben ist. Das Leben ist und alles ist aus ihm. Ein immerwährendes Stirb und Werde – Leben ist Verwandlung –
 

wirena

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Zitate und eigene Gedanken angeregt durch Lesen „kleine Weltgeschichte der Philosophie“ von Hans Joachim Störig

2. Kapitel: Die altchinesische Philosophie

Das Tao und die Welt – Tao als Prinzip: Zitat: Lao Tse:
«das ewige Tao hat keinen Namen; Tao ist verborgen namenlos; Ich weiss seinen Namen nicht, nenne es aber Tao.» Zitatende


Ich nenne das Wortlose = «allumfassendes Leben» respektive einfach Leben aus dem alles ist – siehe

LE Essay: Ich-Selbst-Lebensweg vom 23.01.2026
Das allumfassende Leben ist der Anfang allen Beginns und all das was es vorher war oder nicht war, und all das was im Sein zu finden ist. Es ist in allem, und alles ist durch dieses allumfassende Leben. Es ist einfach Leben, das alles durchdringt und alles ist aus ihm.


Zitat:
"2. Der Buddhismus in China: Die Hinneigung des Chinesen zur goldenen Mitte, das Bestreben, das Gegensätzliche und Auseinanderstrebende in einer höheren Einheit auszugleichen, sind uns aus der Geschichte der altchinesischen Philosophie bekannt. Sie ist das Leitmotiv des Konfuzianismus; wir begegnen ihr bei Lao Tse (für den «Tao» «das Seiende und zugleich Nicht-Seiende ist); die Yin-Yang Schule lehrt die Vereinigung und das Zusammenwirken von Gegensätzen; und die mittelalterliche Philosophie als Ganzes ist nicht anderes als der Versuch einer Synthese der widerstrebenden Richtungen.» Zitatende

Synthese der wiederstrebenden Richtung
– dies möchte ich mir merken und nach einer höheren Einheit, nicht nur im Wortlosen suchen und finden, sondern adäquat, sprachlich auch für Schreiben suchen und finden…. Lao Tse = Idee des Einklangs von Mensch und All…

Bin gespannt, was dazu europäischen Philosophen schreiben – Geduld – bin erst auf Seite 99 von 540 am Lesen und Verdauen und dies mit kleingeschriebenen, gedruckten Buchstaben…


Zitat, Fettschrift und Formatierung von mir:
"3. Das Zeitalter des Neu-Konfuzianismus: «Tschu Hsi, 1130-1200», er kann mit «Schankara» in Indien und mit «Thomas von Aquin» im Abendlande verglichen werden:

«Die beiden Grundbegriffe seiner Philosophie sind Li, eine umfassende Weltvernunft, und die Materie Ki, die jener gegenübergestellt wird. Dieser Gegensatz fällt für ihn mit dem Yin und Yang zusammen. Beide werden in untrennbarer Bezogenheit aufeinander gedacht.

Inmitten des Himmels und der Erde gibt es Vernunft, gibt es Materie. Was die Vernunft anlangt, so ist sie hinsichtlich der Erscheinungen oberste Norm, die Wurzel, aus welcher die Dinge hervorgehen.

Was die Materie anlangt, so ist sie hinsichtlich der Erscheinungen unterste Anlage, der Stoff, aus dem die Dinge hervorgehen. –

Die Vernunft ist nie von der Materie getrennt gewesen. Immerhin ist die Vernunft hinsichtlich der Erscheinungen das Untere.


Es ist zulässig zu sagen, Vernunft und Materie hätten ursprünglich kein Früher und Später; will man jedoch durchaus ihrem Ursprung auf den Grund gehen, so wird man sagen müssen, dass die Vernunft das Frühere sei. Doch bildet sie auch wiederum nicht ein gesondert für sich bestehendes Wesen, vielmehr ist sie in der Materie enthalten. Gäbe es keine Materie, so fände auch die Vernunft keinen Anhaltspunkt. – Existiert diese Vernunft, so existieren auch Himmel und Erde, gleichwie ohne die Vernunft weder Himmel noch Erde, noch Menschen, noch Dinge existieren. – Gibt es Vernunft, so gibt es auch Materie, welche alle Dinge zur Erscheinung bringt und erhält. – Spricht man von Himmel und Erde, so ist im Himmel und Erde das Urprinzip enthalten; spricht man von allen Dingen, so ist in allen Dingen und zwar in jedem einzelnen, das Urprinzip enthalten." Zitatende


Ein chinesisches Sprichwort sagt: Zitat: «Drei Lehren, eine Familie». Gemeint sind Konfuzianismus, Taoismus und Buddhismus» Zitatende.

Das ist m.E. wahr gelebte Toleranz, wahr gelebter Respekt – nicht Entweder-Oder, sondern Sowohl-Als-auch…Der Mensch steht im Mittelpunkt –

Lao Tse = Mensch und Natur, Achtung ihrer Gesetze
Konfuzius = Mensch entfaltet, entwickelt sich selbst

und das Gemeinsame, beider Richtungen wird betont.

Masshalten = Seelenfrieden = menschliches Glück.

Die chinesische Philosophie als Anleitung zum richtigen Verhalten und Handeln = Ethik, sowie Politik und Sozialphilosophie scheint mir eine gute Grundlage für eine Demokratie zu sein.
 

Shallow

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Hallo @wirena,

ich habe das gelesen, und siehe: Ich bin wirklich erschrocken. Ich sage das aus meiner goldenen Mitte heraus. Noch mehr hinsichtlich der Erscheinungen, in denen Vernunft das Untere ist. Zumindest das scheint vernünftig. So finster die Nacht. In der Hoffnung auf Licht grüßt

Shallow
 

wirena

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Hallo Shallow, ich habe nicht ganz verstanden, was dich so erschrocken hat - ist es der Bezug zur Vernunft, die Wurzel aller Dinge?

Siehe Zitat:
"Inmitten des Himmels und der Erde gibt es Vernunft, gibt es Materie. Was die Vernunft anlangt, so ist sie hinsichtlich der Erscheinungen oberste Norm, die Wurzel, aus welcher die Dinge hervorgehen."

das kann ich gut verstehen. Ich weiss noch nicht was Vernunft philosophisch ist. Doch mit dem Hinweis

"3. Das Zeitalter des Neu-Konfuzianismus: «Tschu Hsi, 1130-1200», er kann mit «Schankara» in Indien und mit «Thomas von Aquin» im Abendlande verglichen werden:
auf Thomas von Aquin, habe ich es beim Lesen Vernunft als "Logos" gespürt und so verstanden und gelesen - ich denke nicht, dass das chinesische mittelalterliche Verständnis der Vernunft mit der heutigen Vernunft (böse geschrieben mit dem heutigen Irrsinn) gleichzusetzen ist. Bin auch gespannt, wohin mich die Fortsetzung dieser kleinen Weltgeschichte führt...

LG wirena
 

wirena

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Angeregt durch die Zuschrift von Shallow habe ich im Internet den Begriff Vernunft recherchiert. Resultat: viel zu viel, zu unklar – doch ich verstehe nun Shallow gut. Siehe Grafik «Francisco de Goya, Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer.»


Ich denke, mein Gefühl/Verständnis «logos» hat mich nicht getäuscht und lese, mache demnach einfach so weiter wie bis anhin.

Schön, dass es zu einem Gedankenaustausch gekommen ist…. Hätte die Grafik von Goya sonst zurzeit nicht entdeckt –

Doch hier einkopiert zum Begriff Vernunft, was ich heute im Internet gefunden habe:



Vernunft

Übersicht mit KI


Vernunft ist das höhere geistige Vermögen des Menschen, Zusammenhänge zu erkennen, kritisch zu urteilen und sich besonnen sowie zweckmäßig zu verhalten. Sie unterscheidet sich vom reinen Verstand durch ihre Funktion als ethisch-moralische Instanz, die Einsicht, Urteilskraft und Handlungsnormen (wie Kants kategorischen Imperativ) umfasst.

Kernaspekte der Vernunft:

  • Philosophische Bedeutung: Laut Aristoteles ist sie die Fähigkeit zum "rechten Maß", während sie in der Aufklärung als das zentrale Werkzeug für autonomes Denken und Handeln verstanden wurde.
  • Funktionen: Sie dient der Organisation von Bezügen zur Realität, der Bildung von Urteilen und dem Einhalten von Normen. Sie strukturiert Handlungen, oft auch im Sinne instrumenteller Vernunft (Mittel zum Zweck) oder praktischer Vernunft (moralisches Handeln).
  • Abgrenzung: Oft wird sie vom bloßen Verstand (reine Verstandesleistung) abgehoben, da die Vernunft Zusammenhänge reflektiert, bewertet und Schranken setzt.
  • Etymologie: Der Begriff stammt vom Althochdeutschen firnunft und bedeutet "Tätigkeit des Vernehmens, Hörens, Begreifens", also ein aktives Erfassen.
  • Synonyme & Umgangssprache: Ratio, Verstand, Einsicht, Urteilskraft, gesunder Menschenverstand, Besonnenheit.
Im Gegensatz zur Impulsivität erlaubt die Vernunft ein überlegtes, vernünftiges Handeln.
Aus Internet kopiert 25.03.2026/win



Vernunft Wikipedia (Farben nicht durch mich = Kopierautomatik. Leider ohne Foto Grafik Goya)

Dieser Artikel behandelt den philosophischen Begriff – zu weiteren Bedeutungen siehe Vernunft (Begriffsklärung).

Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer – Grafik von Francisco de Goya (1799)

Vernunft bezeichnet in der modernen Verwendung ein durch Denken bestimmtes geistiges menschliches Vermögen zur Erkenntnis.

In Anlehnung an die terminologische Verwendung bei Christian Wolff wird sie vom Verstand abgegrenzt, der durch Beobachtung und Erfahrung Sachverhalte erfasst und so der Vernunft die Fähigkeit verleiht, allgemein gültige Zusammenhänge durch Schlussfolgerungen zu erschließen, ihre Bedeutung zu erkennen und Regeln sowie Prinzipien aufzustellen. Sofern diese das Handeln, Wertbestimmungen oder Fragen der Moral betreffen, spricht man von praktischer Vernunft. Unter diesem Begriff tritt zum Vermögen der Prinzipien auch die Fähigkeit, den eigenen Willen zu bestimmen, hinzu.

Den auf Erkenntnis und Wissenschaften bezogenen Gebrauch bezeichnet man als theoretische Vernunft. Rationalität ist wiederum ein Begriff der „Vernünftigkeit“, der an der Steigerung der Effizienz, sowohl im Sinne von Wirtschaftlichkeit nach ökonomischen Prinzipien als auch im Sinne der Gerechtigkeitstheorie oder der Diskursethik, orientiert sein kann. Die Vernunft als Grundbegriff der klassischen bürgerlichen Philosophie von Francis Bacon und René Descartes bis zu Friedrich Hegel und Ludwig Feuerbach stand im Zentrum der neuen im Kampf gegen die Ideologie des Feudalismus und seiner Institutionen sich herausbildenden und festigenden bürgerlichen Weltanschauung.[1]

Der Inhalt des Begriffs der Vernunft wird unterschiedlich bestimmt. In seinem Verhältnis mit dem Begriff des Verstandes hat er im Verlauf der Geschichte von der griechischen Philosophie – Nous und Logos gegenüber dianoia – über das Mittelalter – intellectus versus ratio – bis in die Neuzeit einen Wandel erfahren. In der Neuzeit entwickelte sich, angestoßen von Meister Eckart und Martin Luther, ein Begriffsinhalt, wie er von Immanuel Kant in der Kritik der reinen Vernunft formuliert wurde und so in der Moderne noch weitgehend üblich ist. Danach ist die Vernunft das oberste Erkenntnisvermögen. Dieses kontrolliert den Verstand, mit dem die Wahrnehmung strukturiert wird, erkennt dessen Beschränkungen und kann ihm Grenzen setzen. Damit ist die Vernunft das wesentliche Mittel der geistigen Reflexion und das wichtigste Werkzeug der Philosophie. Dieses Verständnis wurde aber auch kritisiert, so etwa von Arthur Schopenhauer, wo die Vernunft das Organ leerer Spekulation sein kann, was er als Anschluss an Kants Kritik verstanden wissen will, welche in der transzendentalen Dialektik jenes Thema behandelt.

Neben dieser Vernunft als subjektives Vermögen eines Menschen oder „endlichen Vernunftwesens“ (animal rationale) – nahmen einige Philosophen die Existenz einer objektiven Vernunft an: ein die Welt durchwaltendes und ordnendes Prinzip als metaphysische oder kosmologische Vernunft – Weltvernunft, Weltgeist, Logos, Gott. Zu diesen Philosophen gehören z. B. Heraklit, Plotin und Hegel. Die Debatten um die Existenz oder Nichtexistenz einer solchen Weltvernunft und ihre eventuelle Beschaffenheit sind ein bedeutender Teil der Philosophiegeschichte. Kant verwendet dafür in seiner Kritik der praktischen Vernunft den Begriff der göttlichen Vernunft (intellectus archetypus) der im Gegensatz steht zur menschlichen Vernunft (intellectus ectypus).

In Abgrenzung zum Begriff der Vernunft wird der Begriff des Verstandes heute gebraucht für Fälle, in denen Phänomene gesondert betrachtet werden, abgelöst vom größeren umfassenden Zusammenhang. In der Umgangssprache werden die beiden Begriffe allerdings nicht streng voneinander unterschieden.

Bedeutung

Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Angaben ohne ausreichenden Beleg könnten demnächst entfernt werden. Bitte hilf Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst.

Sowohl umgangssprachlich als auch in der Geschichte der Philosophie hat die Bezeichnung „Vernunft“ mehrere Bedeutungen, die sich aber überschneiden. etc….

Aus Internet kopiert 25.03.2026/win
 

wirena

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Fortsetzung Zitate und eigene Gedanken angeregt durch Lesen „kleine Weltgeschichte der Philosophie“ von Hans Joachim Störig

Zweiter Teil – die Griechische Philosophie
Allgemeines: Hauptperioden
  • Die Begründer der griechischen Philosophie sind zugleich die Stammväter unserer eigenen.
  • Die Griechen hatten zu keiner Zeit, weder später noch in der Frühzeit, einen Priesterstand, der Früher oder Später an gesellschaftlicher Macht oder geistigem Einfluss mit dem indischen oder ägyptischen zu vergleichen wäre.
  • Um das Jahr 550 v.Chr. versuchte der griechische Geist unter allmählicher Loslösung von der überlieferten Religion, teilweise unter lebhaftiger Kritik an deren Vorstellungswelt, mittels selbständigen, vernunftmässigen Denkens, die Welt aus der natürlichen Ursache zu erklären. Lao Tse/China wirkte um ca. 609-517 v.Chr., Konfuzius folgte unmittelbar darauf, Indien/ Buddha ca. 563-483. In diese Zeitspanne fällt auch jüdisches Prophetentum, Hesekiel/Babylon und möglicherweise Zarathustra/Perser. Dies ist allerdings sehr umstritten.

Zitat: „Die Tatsache, dass an verschiedenen Stellen des Erdballs, in zahlreichen gegeneinander so gut wie abgeschlossenen Kulturkreisen, zur gleichen Zeit der Menschengeist einen gewaltigen Schritt vorwärts tat, und in den genannten Persönlichkeiten gleichsam zu sich selbst kam, ist für uns so erstaunlich wie unerklärlich. Es sträubt sich etwas in uns dagegen, angesichts dieser einzigartigen Häufung von blossem Zufall zu sprechen…..Möglicherweise wird es auf immer ein Geheimnis bleiben.“ Zitatende


Nun, meiner Meinung nach, ist es möglicherweise einfach so, dass das Leben lebt und sich verwandelt, den Menschen verwandelt. …Alles ist mit Allem verbunden, und wenn das Klima stimmt, blühen verschiedene Sträucher, Bäume gleichzeitig… So denke ich und muss mit dem bis anhin Gelesenen vorerst nichts korrigieren; nur, dass es für mich kein Geheimnis ist, sondern irgendwie erklärbare Tatsache.

Die Geschichte der griechischen und deren Abkömmling, der römischen Philosophie fällt in den Zeitraum eines runden Jahrtausend. 6. Jahrhundert v.Chr. – 6. Jahrhundert n.Chr.


Vorsokratiker, 600 v.Chr. – Beginn 4. Jahrhundert:

Die älteste Periode suchte unter Befreiung von theologischen Vorstellungen, nach einem Urstoff = älteste Naturphilosophie.

Auf sie folgen einerseits Pythagoras, dessen Denken eine mystische, am Begriff der Zahl orientierte Richtung einschlägt = jüngere Schule der Naturphilosophie.

Allen ist als Ziel gemeinsam, dass sie auf Erklärung der natürlichen Welt ausgehen und Naturphilosophen sind.

Methode ist dogmatisch
, da mit „naiver“, d.h. noch nicht durch kritische Besinnung hindurch gegangener Spekulation gearbeitet wird.


Sophisten, Mitte 5. Jahrhundert bis zu Tode des Aristoteles 322 v.Chr.

  • Decken Widersprüche im bisherigen philosophischen Denken auf. Siehe Sokrates, Platon, Aristoteles.
  • Logik, Metaphysik, Ethik, Natur- und Gesellschaftsphilosophie, Ästhetik, Pädagogik werden ausgebildet und zu umfassenden Systembauten vereinigt.
Die längste Periode, nach Aristoteles Tod bis zur allmählichen und endlichen Auflösung in den nachchristlichen Jahrhunderten, ist dadurch gekennzeichnet, dass der Sinn für Naturforschung im Rückgang begriffen ist. Die diesen Abschnitt zunächst beherrschenden Schulen der Stoiker und Epikureer richten ihr Hauptinteresse auf den Menschen und auf die Ethik. Dito Skeptiker.

Aus der Vermischung der Systeme entstand der sogenannt Eklektizismus.

Zitat Internet KI: "Eklektizismus (von griech. eklektós = „ausgewählt“) bezeichnet eine Methode, die das Beste aus verschiedenen Systemen, Stilen oder Epochen auswählt und neu kombiniert" Zitatende

In nachchristlicher Zeit wurden platonische Gedanken mit Elementen orientalischer Religiosität vermischt im Neu-Platonismus.


Zitat Internet KI:
"Der Neuplatonismus ist eine einflussreiche philosophische Strömung der Spätantike (ab 3. Jh. n. Chr.), die auf Platon aufbaut, aber dessen Metaphysik mit mystischen und religiösen Elementen verbindet. Im Zentrum steht das „Eine“ als höchster, unerkennbarer Ursprung, von dem alles Sein stufenweise durch Emanation (Ausfluss) abstammt. Hauptvertreter ist Plotin, gefolgt von Proklos und Augustinus..."Zitatende


Mit dem 6. Jahrhundert n. Chr. Verschwand die griechische Philosophie als selbständige Erscheinung. Wurde aber zum Grundpfeiler der abendländischen Kultur.



Erstes Kapitel:
Die vorsokratische Philosophie bis zum Auftreten der Sophisten

Thales:
Erster milesische Naturphilosoph ca. 640 v.Chr. Er war weitgereist, weltgewandt, Kaufmann, Staatsmann, Naturforscher. Er bereiste Ägypten und hatte vermutlich daher astronomische Kenntnisse. Er beschäftigte sich auch mit Magnetismus.

Seine Fähigkeiten:
Vorhersage der Sonnenfinsternis
Berechnung der Höhe der ägyptischen Pyramiden = Schattenmessungen
Fand eine Anzahl grundlegender mathematische Lehrsätze


Mir ist nur der Thaleskreis bekannt. Siehe

Internet KI: Zitat:" Der Thaleskreis ist ein Halbkreis über der Seite AB eines Dreiecks, dessen Mittelpunkt genau auf der Mitte dieser Strecke liegt. Sein entscheidendes Merkmal ist: Liegt ein dritter Punkt C auf diesem Kreisbogen, bildet das Dreieck ABC bei C stets einen rechten Winkel (90°) Er ist ein wichtiges Werkzeug zur Konstruktion rechtwinkliger Dreiecke." Zitatende


Thales war Philosoph und galt, bis vor kurzem, als Stammvater der antiken und modernen Philosophie.
Er war der erste Grieche, der das orientalische Wissen auf den Gebieten der Mathematik und Astronomie aufnahm und selbständig weiterverarbeitete.

Aussagen von ihm:
Was ist das schwerste von allen Dingen? = sich selbst erkennen
Was ist am Leichtesten? = Anderen Rat geben
Was braucht es für ein vollkommenes, tugendhaftes Leben? = Niemals das tun, was wir an anderen verurteilen.

Unbekannt ist, inwieweit Thales zu allgemeinen philosophischen Schlussfolgerungen gekommen ist. Eine philosophische Schrift von ihm ist nicht bekannt. Und ob sein naturphilosophischer Grundgedanke, dass das Wasser der Urstoff sei, aus dem alles hervorgegangen ist – wird bezweifelt.


Anaximandros
war Zeitgenosse des Thales. 611-549 v.Chr.

Zitat mit Formatierung von mir:» In ihm müssen wir nachdem der Ruhm des Thales schwankt, den eigentlichen Begründer der Philosophie als selbständiger Wissenschaft erblicken. Seine Ansichten legte er in einer – nicht erhaltenen – Schrift nieder, die wahrscheinlich dem später vielfach verwendeten Titel «Über die Natur» führte.

Urprinzip der Welt und Ursache allen Seins ist ihm ein Unbestimmtes und Grenzenloses (griech. Apeiron) aus dem sich Kaltes und Warmes, Trockenes und Feuchtes sonderten.

Mit dem Gedanken, dass die Erde – die er frei im Raum schwebend denkt – zuerst in flüssigem Zustand gewesen sei und bei ihrer allmählichen Austrocknung die Lebewesen hervorgebracht habe, wobei diese zunächst im Wasser lebten und später auf das Land überwechselten, hat er ein Stück der modernen Entwicklungslehre vorweggenommen.

Mit seiner Lehre, dass ein ursprünglich die Erde umgebender Feuerkreis nach seinem Zerspringen, Feuer ausströmend, um die Erde rotiere, macht er den ersten Versuch, die Bewegung der Gestirne auf physikalische Weise zu deuten.

Nach ewigem Gesetz gehen aus dem Unbestimmt-Grenzenlosen immer neue Welten hervor und kehren wieder in dasselbe zurück, «einander Strafe und Busse gebend für die Ungerechtigkeit nach der Ordnung der Zeit» wie die Schlussworte des einzigen wörtlich erhaltenen Fragments lauten, die dunkle Tiefe seiner Lehre wenigstens erahnen lassen.» Zitatende


….tja, «aus dem Unbestimmt-Grenzenlosen gehen immer neue Welten hervor» dieser Gedanke ist heute in der Quantenphysik, die an Paralleluniversen resp. Multiversum (Stringtheorie) in der heutigen Gegenwart zu finden. Seriöse Wissenschaftler, weltweit, befassen sich mit solchen Theorien, suchen Erklärungen/Beweise dafür – bisher allerdings erfolglos.
 

wirena

Mitglied
Zum Thema Quantenphysik und Paralleluniversen sah ich ich heute zufälligerweise folgende TV-Sendungen:

26.03.2026 NANO Doku "Forschung extrem – Unser Weltbild am Limit?" mit der Frage: Sind wir Teil einer Simulation, oder besteht die Welt in Wirklichkeit nur aus Informationen?
TV NANO-Doku um 20.15-20.59 Uhr

https://www.3sat.de/wissen/nano-dok...g-extrem-unser-weltbild-am-limit-ndk-100.html

Stichworte dazu:
dunkle Energie ist in- und um uns, ist überall

Das All dehnt, weitet sich aus, beschleunigt sich, weshalb?

Hinter der dunklen Energie verbirgt sich ein weiteres Rätsel.

Bekannt ist, dass er Aufbau der Materie aus 17 Teilchen besteht und dass «Higgsteilchen» den Teilchen (Quarks up/down, Elektron) Masse verleiht.

Neues Weltbild wird gesucht. Wissenschaft korrigiert sich selbst. Sie muss mutig sein.

Nach Informationen in den Elementarteilchen wird gesucht. Woher sie kommen. Verdacht: alles ist ein «Rechenprogramm».

1 Teilchen ist in 10 Milliarden Teilchen zu finden.

Wir befinden uns in einem Umbruch durch bündeln der Informationen = Explosion des Bewusstseins, der Erkenntnis ist möglich.

Was ist Bewusstsein?

Kontrollierte Halluzination = erfahren der Realität, der Mitwelt = Sinneseindrücke. Elektronen tauschen sich aus. Möglicherweise haben auch Steine Bewusstsein, ist nicht bewiesen.

Die Realität, das Bewusstsein ist eine subjektive Erfahrung.

Wir sind verwoben mit der Welt. Bewusstsein entsteht automatisch mit unserer Entwicklung und Fähigkeiten.

Bewusstsein wählt und verwirft Informationen.

Weiterentwicklung aus Erfahrung Meditation: Meditation ist eine Wissenschaft.

ins Ungewisse hinein sich öffnen.

Auf die Natur des Prozesses schauen. Abbild in der Welt erleben. Alles ist dynamisch.


TV NANO Talk 20.59-22.00 Uhr
Leben im Multiversum – Gibt es uns unendlich oft?


https://www.zdf.de/video/talk/nano-...-stephanie-rohde-leben-im-multiversum-ntk-100

https://www.3sat.de/wissen/nano-tal...hanie-rohde-leben-im-multiversum-ntk-100.html

Zitat Internet:
«Wenn die physikalische Theorie vom Multiversum stimmt, gibt es uns Menschen in unzähligen Varianten. Was macht das mit uns? Darüber diskutiert Stephanie Rohde am Donnerstag, 26. März 2026, ab 21.00 Uhr, mit ihren Gästen im NANO-Talk.

NANO
Do 26. März 2026
21:00 Uhr

Erstausstrahlung

Diese Vorstellung stellt unser Weltbild einmal mehr auf den Kopf: Unsere Welt scheint sehr viel größer und mannigfaltiger als wir bislang dachten. Neueste physikalische Berechnungen deuten darauf hin, dass unser Universum Teil einer weit größeren Struktur sein könnte. Was bedeutet das für uns Menschen, wenn wir nur ein winziger Teil in einem Kosmos aus unzähligen Blasen-Universen wären? Lange galt die Multiversum-Theorie als Science-Fiction oder rechnerische Spekulation. Doch die theoretischen Hinweise verdichten sich. Und so steht unser Weltbild vor einer möglichen Zäsur, die unser Verständnis von Realität, Zufall und freiem Willen grundlegend verändern könnte. Stephanie Rohde geht mit ihren Gästen der Frage nach, was die kosmologischen Gedankenexperimente für unser Selbstverständnis bedeuten. Was fasziniert uns an der Idee des Multiversums, das in so vielen Filmen und Serien neue Möglichkeiten unserer Existenz entwirft? Wenn die Expansion des Alls einem präzisen – wenn auch hochkomplexen – mathematischen Muster folgt, bleibt dann noch Raum für Geist, Freiheit und Verantwortung? Darüber diskutiert Stephanie Rohde im "NANO-Talk" mit Sibylle Anderl, Astrophysikerin, Philosophin, Wissenschaftsjournalistin und Co-Ressortleiterin "Wissen" bei der ZEIT, Simon Friederich, Wissenschaftsphilosoph an der Universität Groningen, sowie Jean-Luc Lehners, Physiker und Autor des Buches "Der Anfang von Raum und Zeit». Zitatende


Stichworte dazu:

Parallelwelten sind theoretisch möglich. Es gibt verschiedene Arten von Multiversen. Multiversum ist ein Sammelbegriff.

Unendlichkeit ist die Grundlage der Multiversen.

Blasen = werden gesucht. Entstehen selten. Durch kosmologische Beobachtungen wurden Hinweise gefunden. Blasen könnten am Rande des Universums möglicherweise vorhanden sein = mathematische Modelle.

Quantenphysik beschreibt was sie nicht ist.

Schrödingers Katze Gedankenexperiment der Quantenphysik ist philosophisch gesehen Unsinn.

Unendlichkeit kann nicht gemessen werden. Grenzen der Testmöglichkeiten sind beinahe erreicht.

Fortschritt ist schwierig. Grundlagenforschung muss überdacht werden. Folgen der Gravitation ist nicht klar.


Quantencomputer und KI:
Die Forschung erfolgte bisher durch den Menschen = Neue Ideen.

Weiterentwicklung: Multiversentheorie mit der Evolution verbinden, eventuell sind Test möglich.

Sollte Quantencomputer und KI Intelligenz entwickeln, würde dies die ganze Sache verändern. Ist aber auch etwas bedrückend.

Philosophie: Gottesbeweis = Multiversen ist Konkurrenz zu Gott

Quantenphysik, Multiversum = Doppelgänger? Ich?

Was ist das Ich? – der Philosoph hat dazu keine Meinung
 

wirena

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Fortsetzung Zitate und eigene Gedanken angeregt durch Lesen „kleine Weltgeschichte der Philosophie“ von Hans Joachim Störig

Anaximenes

Er ist ein Zeitgenosse des Anaximandros und hat die Luft als Urstoff angesehen. Zitat:

«wohl nicht im wörtlichen Sinne, denn er begreift darunter (als belebenden Atem) auch die Seele. Auch er lehrte einen periodischen Wechsel von Weltentstehung und Weltzerstörung.» Zitatende


Anmerkung:
«Weltentstehung/Weltzerstörung» erinnert mich an den indischen Shivakult. Siehe Wikipedia: Zitat:

«Shiva
(Sanskrit शिव Śiva [ɕɪʋʌ]; „Glückverheißender“) ist einer der Hauptgötter des Hinduismus. Im Shivaismus gilt er den Gläubigen als die wichtigste Manifestation des Höchsten. Als Bestandteil der „hinduistischen Trinität“ (Trimurti) mit den drei Aspekten des Göttlichen, also mit Brahma, der als Schöpfer gilt, und Vishnu, dem Bewahrer, verkörpert Shiva das Prinzip der Zerstörung. Außerhalb dieser Trinität verkörpert er Schöpfung und Neubeginn ebenso wie Erhaltung und Zerstörung.

Die weibliche Kraft Shivas ist Shakti, die unter anderem als seine Gattin Parvati erscheint.

Shiva ist unter vielen verschiedenen Namen bekannt; im Shiva-Purana sind 1008 Namen angeführt, die sich jeweils auf ein Attribut von Shiva beziehen. Häufige Beinamen – teils auch im Stotra überliefert – sind Mahadeva („großer Gott“), Nataraja („König des Tanzes“), Bhairava („der Schreckliche“), Mahesha („höchster Herr“), Nilakantha („der mit dem blauen Hals“, bezogen unter anderem auf den Mythos vom Milchozean), Pashupati („Herr aller Wesen“), Rudra („der Wilde“), Shankara („der segensreich Wirkende“), Vishwanatha („Herr des Alls“) oder Somanatha („Herr des Mondes“). « Zitatende

Thales, Anaximandros und Anaximenes, diese drei Milesier gehen davon aus, dass alles aus Einem Urstoff zu erklären ist, Ihre Bedeutsamkeit liegt vor allem darin, dass sie erstmalig den Versuch machen, an Fragen unvoreingenommen mit naturwissenschaftlichem Denken heranzugehen. Sie hatten den Mut, die Vielfalt der Erscheinungen auf EIN Urprinzip zurückzuführen.


Pythagoras und die Pythagoreer

Pythagoras 580 v.Chr -500 n.Chr.

Er war Mathematiker, Astronom und Philosoph. Gemäss antiken Quellen verbrachte er viele Jahr in Ägypten, im Orient.

Im heutigen Cotrone, in Unteritalien, begründete er einen religiösen Orden und wirkte als Lehrer. (Bekannt ist mir «a plus b Quadrat = c Quadrat). Rechtwinkliges Dreieck – Quadrat-Summe der Dreiecksseiten ergibt Quadrat der Hypotenuse.

Zitat: «Pythagoras betrieb die Mathematik nicht als Selbstzweck oder begrenzte Fachwissenschaft. Er stellte sie, vor allem die Lehre von den Zahlen, in den Mittelpunkt seiner Philosophie….
….nach alter Überlieferung, war Pythagoras der erste, der das Wort «Philosophie» in dem uns geläufigen Sinne verwandte.» Es er erschien ihm nämlich anmassend, sich nach der bis dahin üblichen Manier einen «sophos», das heisst Weisen, zu nennen, und so nannte er sich bescheidener einen «philosophos», einen Freund oder Liebenden der Weisheit.» Zitatende

Pythagoreische Lehre: Die Zahlen sind das eigentliche Geheimnis, die Bausteine der Welt. Jede der Grundzahlen 1 bis 10 hat ihre besondere Kraft, Bedeutung, insbesondere die 10.

Auch war Pythagoras der erste, der die Welt einen «Kosmos» nannte. Er suchte nicht nach einem Urstoff, sondern nach einem Urgesetz – alles ist nach Zahlenverhältnissen geordnet. Vor allem in der Musik.

Zitat: :»Er scheint der erste gewesen zu sein, der den harmonischen Zusammenklang der Töne und die Stufen der Tonleiter auf zahlenmässige Verhältnisse zurückgeführt hat, nicht zwar auf Verhältnisse der Schwingungszahl, aber der Länge der klingenden Saiten.
Die musikalische Harmonie findet Pythagoras im Aufbau des Weltalls wieder. Wie jeder bewegte Körper ein Geräusch verursacht, das von dessen Grösse und Schnelligkeit der Bewegung abhängt, so rufen die Himmelskörper beim Durchlaufen ihrer Bahn eine ununterbrochen erklingende, nur von uns nicht wahrgenommene «Sphärenmusik» hervor. Dieser schöne Gedanke einer (musikalisch verstandenen) Harmonie des Weltalls ist seit Pythagoras nicht nur als dichterisches Bild, sondern auch in der physikalischen und astronomischen Wissenschaft immer wieder aufgetaucht. Der grosse Kepler hat ihm ein Buch gewidmet. In neuester Zeit scheinen verwandte Gedanken erneut Bedeutung zu gewinnen….
…..wer das periodische System der Elemente und seine Ausdeutung durch die moderne Naturwissenschaft kennt, dem muss dieser Gedanke als geniale Vorahnung unserer Erkenntnisse erscheinen.» Zitatende

Die Zahlenlehre von Pythagoras ist tiefreligiös und mystisch, dem indischen Seelenwanderungsglauben verbunden.
Sein ethisches Verständnis:

Selbstdisziplin
Genügsamkeit
Enthaltsamkeit

Dies waren auch die Grundsätze seines Ordens; eine abgeschlossene geheimnisswahrende Gemeinschaft, ein Staat im Staat, die auch Frauen aufnahm. Gelehrt wurde:

Philosophie
Literatur
Häusliche Fertigkeiten
sowie
Musik
Gymnastik
Heilkunde

Zitat: »Die Pythagoreer

Die Reihe strenger Regeln machte den von Pythagoras begründeten religiösen Bund zu einer nach aussen abgeschlossenen und ihre Geheimnisse wahrende Gemeinschaft, zu einem Staat im Staate. Die Mitglieder mussten bei der Aufnahme geloben, enthaltsam und bescheiden zu leben, kein Tier zu töten, das nicht den Menschen angreift, und jeden Abend ihr Gewissen zu prüfen, welche Fehler sie begangen, welche Gebote sie vernachlässigt hätten. Aus waren sie zu unbedingtem Gehorsam und zur Verschwiegenheit verpflichtet….

….Der Versuch, das Gewicht des pythagoreischen Bundes auf dem Felde der Politik einzusetzen, und zwar – nach Pythagoras eigener Einstellung – mit ausgesprochen aristokratischer Tendenz, führte bald zu Angriffen gegen ihn und schliesslich zu seiner gewaltsamen Zersprengung durch Niederbrennung des pythagoreischen Versammlungshauses in Kroton."Zitatende - Es gab Tote.

Die Eleaten:
Xenophanes ca. 580 v.Chr.war ein wandernder Dichter und Sänger.
Er wehrte sich und attackierte gegen die vielen «vermenschlichten» Götter. Homer und Hesiod wirft er vor, den Götter Diebstahl, Betrug und Ehebruch etc, etc. angedichtet zu haben. In Wahrheit haben die Menschen niemals Gewisses über die Götter gewusst und es kann nicht eine Vielheit von Götter geben. Zitat:

»Das Höchstte und Beste kann nur eines sein. Dieser eine Gott ist allgegenwärtig und den Sterblichen weder an Gestalt noch an Gedanken vergleichbar. Der höchste Gott ist aber für Xenophanes zugleich identisch mit der Einheit des Weltganzen, so dass man seine Lehre eine pantheistische nennen kann.» Zitatende

Xenophanes ist:
Griechischer Philosoph
Nüchterner Logiker

bekämpft, ist gegen:
jede Art von Aber- und Wunderglauben
gegen Seelenwanderung

lehrt mit seiner Gleichsetzung des höchsten Wesens mit der Einheit des Weltganzen, die Lehre von einem ewigen, unveränderlichen Sein hinter der Mannigfaltigkeit der Erscheinungen.


Parmenides ca. 540 v.Chr. ist Schüler von Xenophanes.
Er kommt zum Schluss:
….in Wahrheit gibt es weder Werden noch Bewegung, sondern nur unveränderliches Sein. Zitat:

«Da das Seiende alles erfüllt, gibt es auch kein dem Sein gegenüberstehendes Denken. Vielmehr ist Denken und Seiendes eins. Die Sinne, die uns eine Welt ständigen Werdens und Vergehens und steter Bewegung vorführen, täuschen; sie sind die Quelle allen Irrtums.» Zitatende


Zenon von Elea, Schüler von Parmenides, betrachtete es als seine Hauptaufgabe, die Lehre von Parmenides zu verteidigen. Er wurde später als Begründer der Dialektik angesehen. Zitat:

«Zenon geht aus von dem Vorwurf der Widersprüchlichkeit, der gegen die von Parmenides gelehrte Leugnung der Vielheit und der Veränderung erhoben worden war, und macht sich daran, zu beweisen, dass vielmehr gerade die Annahme einer Vielheit des Seienden und die Annahme der Realität der Bewegung zu unauflöslichen Widersprüchen führen." Zitatende

Seine Argumentation anhand der Zeit –: Zitat:
«Ein fliegender Pfeil, in jedem beliebigen Einzelmoment seines Fluges betrachtet, befindet sich an einer bestimmten Stelle des Raumes, an der er in diesem Moment ruht. Wenn er aber in jedem einzelnen Zeitpunkt seines Fluges ruht, so ruht er auch im ganzen; das heisst, der fliegende Pfeil bewegt sich nicht, es gibt keine Bewegung….
….Doch darf uns der von Zenon aufgewendete Scharfsinn nicht über die Schwäche seiner Beweisführung hinwegtäuschen. Wenn ich die Zeit, in der der Pfeil fliegt, in eine Reihe von Einzelmomenten zerlege, so muss freilich, wenn ich die Einzelmomente annähernd unendlich kurz wähle, der Pfeil in jedem von ihnen als ruhend erscheinen. Die Zeit besteht aber in Wirklichkeit nicht in Einzelmomente ist nicht der Zeit eigen, sondern stammt aus unserem Denken!" Zitatende

So wie ich es verstehe, schreibt der Autor Joachim Störig dazu: Zitat: "Dass es so gewundener Wege bedurfte, um die eleatische Lehre zu stützen, beleuchtet ihre Schwäche. Diese liegt in der Einseitigkeit, mit der sie unter Verleugnung des Werdens am starren Sein haftet – eine Auffassung übrigens, die kaum als dem griechischen Wesen zutiefst entsprechend angesehen werden kann.»Zitatende

…tja, das scheint mir der Gedanke von Zenon doch nicht so absurd zu sein, wie dies nun von Hans Joachim Störig, dem Autor bemerkt wird. Siehe. Quantenphysik, sie geht nun von Zeitquanten aus…

Siehe Zitat Internet:

«Übersicht mit KI
Zeitquanten, auch als Chrononen bezeichnet, sind hypothetische, kleinste Einheiten der Zeit, ähnlich den Energiequanten in der Quantenphysik. Diese Theorie besagt, dass Zeit nicht kontinuierlich fließt, sondern aus diskreten „Zeitkörnchen“ besteht. Als mögliche Größenordnung wird oft die Planck-Zeit von ca. Sekunden diskutiert.

Wichtige Fakten zu Zeitquanten:
  • Funktion: Sie sollen helfen, Unstimmigkeiten zwischen der Quantenmechanik und der Relativitätstheorie zu beheben, insbesondere in der Quantengravitation.
  • Theoretischer Ursprung: Die Idee stammt ursprünglich von Piero Caldirola, wobei das Chronon oft als Zeitintervall von ca. Sekunden für Elektronen definiert wurde.
  • Aktueller Stand: Chrononen spielen in der modernen, aktiven Forschung kaum eine Rolle, jedoch ist die Quantisierung der Zeit im Rahmen der Planck-Zeit (ca. Sekunden) ein ernstes theoretisches Konzept, um das kleinste physikalisch sinnvolle Zeitintervall zu beschreiben.
  • Abgrenzung: Im Gegensatz zur Vorstellung, dass Zeit stetig fließt, würden Zeitquanten bedeuten, dass physikalische Prozesse "in diskreten Schritten" ablaufen.
Es handelt sich um ein theoretisches Konstrukt, das helfen könnte, die Struktur des Universums beim Urknall oder auf extrem kleinen Skalen zu verstehen.»Zitatende
 

wirena

Mitglied
Korrektur nach nochmaligem Lesen, Verdauen:

So wie ich es verstehe, schreibt der Autor Joachim Störig dazu: Zitat: "Dass es so gewundener Wege bedurfte, um die eleatische Lehre zu stützen, beleuchtet ihre Schwäche. Diese liegt in der Einseitigkeit, mit der sie unter Verleugnung des Werdens am starren Sein haftet – eine Auffassung übrigens, die kaum als dem griechischen Wesen zutiefst entsprechend angesehen werden kann.»Zitatende
Ja, da habe ich, geblendet von der offenen Zeitproblematik Joachim Störig falsch verstanden. Die Einseitigkeit liegt ja in der Verleugnung des Werdens. Am Verhaften im starrenden Sein.

Faszinierend ist für mich aber, dass Zenon die Zeit in einzelne Zeitpunkte/Abschnitte teilt. Was mich unverzüglich, wie vorgängig einkopiert, zu den Zeitquanten der Quantenphysik führte.
 

wirena

Mitglied
Ich fühle mich, die heutige Jugend würde sagen, im Flow – d.h. ich erlebe Synchronizität, fühle mich im Fluss des Lebens. Schon wieder Zufall. Heute im TV arte (ich haben Satellitenempfang) „Die besten Ideen der Welt, 20.15-21.45 Uhr

https://www.arte.tv/de/videos/120955-000-A/die-besten-ideen-der-welt/

anschliessend wäre noch zu sehen „Die Odyssee der Zahlen Teil 1-3 – doch das ist mir echt zuviel. Mir genügt es für Heute.

Als Schlussakkord von der mir zu Gemüte geführten TV-Ausstrahlung „die besten Ideen der Welt“ = geschichtliche Entwicklung von der griechischen Zeit bis in die Neuzeit, nehme ich mit:

Galileo ist der Urvater der Raumfahrt. Er bewies im 16.Jh. mit der Erfindung des Teleskop, das Heliozentrische Weltbild. Und in der „Ahnengalerie“ der Royal Society ist auch Stephen Hawking mit einem Ölgemälde verewigt. Und nicht zu Letzt, Isaac Newton mit seiner Aussage: Was wir wissen ist ein Tropfen, was wir nicht wissen ist ein Ozean.
 



 
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