Durch meine Recherchen im Internet komme ich aus sogenanntem Zufall, ich erlebe in solchen Augenblicken einfach nur, dass das Leben lebt, und ich im Fluss des Lebens bin, auf
Sibylle Anderl, Astrophysikerin und Philosophin, die ich bereits aus TV-Podiumsgesprächen kenne und erfahre, dass sie ein Buch geschrieben hat mit dem Titel «Bequeme neue Welt», und dass SRF Sternstunde Philosophie ein Gespräch mit ihr ausstrahlen wird. Sibylle Anderl ist mir bereits in Podiumsgesprächen kompetent, positiv und sympathisch aufgefallen, daher entschliesse ich mich, sie hier als eine weitere Philosophin meiner «kleinen Geschichte der Philosophie» mit Empfehlung vorzustellen und einzufügen;
Fortsetzung „kleine Geschichte der Philosophie“ mit Wikipedia und youtube
Sibylle Stefanie Anderl
Aus Wikipedia einkopiert:
«Sibylle Stefanie Anderl (*
29. November 1981 in
Oldenburg (Oldb.)) ist eine
deutsche Wissenschaftsjournalistin,
Publizistin,
Astrophysikerin und
Philosophin.
Leben und Wirken
Sibylle Anderl wuchs als Tochter eines
Fachhochschuldozenten in Norddeutschland auf. Die Mutter arbeitete als
Psychiaterin. Nach ihrem im Jahr 2000 an der
Liebfrauenschule Oldenburg bestandenen
Abitur mit den
Leistungskursen Mathematik und
Bildende Kunst nahm sie in
Berlin ein Doppelstudium auf. Sie studierte am
Zentrum für Astronomie und Astrophysik (ZAA) der
Technischen Universität Berlin Physik und am
Institut für Philosophie, Wissenschafts- und Technikgeschichte Philosophie auf Diplom und
Magister mit Abschlussarbeiten in den Bereichen Astrophysik und Philosophie des Geistes. Neben ihrem Studium
illustrierte sie gesundheitspädagogische Schriften für Kinder.
Für ihre
Doktorarbeit wechselte sie zum
Argelander-Institut für Astronomie (AIfA) der
Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn zu
Frank Bertoldi. 2013 wurde sie im Fach Astrophysik über Stoßwellen im interstellaren Medium promoviert. Bereits während ihres Studiums besuchte sie das
chilenische Paranal-Observatorium, das von der
Europäischen Südsternwarte betrieben wird.
Von 2013 bis 2016 forschte Anderl als
Postdoc am
Institut de Planétologie et d’Astrophysique de Grenoble (IPAG) zu den Themen
Sternentstehung und
Astrochemie. Sie arbeitete am
Plateau de Bure Interferometer (heute Noema) und beobachtete im Rahmen des CALYPSO-Projekts (Continuum And Lines in Young Proto Stellar Objects) mit einer Forschergruppe die molekulare Strahlung um IRAM 04191, einem bekannten
Protostern der Klasse 0. Dem Institut gehört sie nach wie vor als Gastwissenschaftlerin an. Im Wintersemester 2018 lehrte sie an der
Universität der Künste Berlin und im WS 2019 am
Munich Center for Mathematical Philosophy der
Ludwig-Maximilians-Universität in
München. Sie lebt in
Frankfurt am Main.
Wissenschaftsjournalismus
Ab 2010 war Anderl als freie Mitarbeiterin für die
Frankfurter Allgemeine Zeitung im Ressort
Natur und Wissenschaft tätig. Ab 2017 arbeitete sie dort als Redakteurin und von Dezember 2021 bis Ende 2023 als
Ressortleiterin. 2020/2021 erklärte sie, zusammen mit ihrem Redaktionskollegen
Joachim Müller-Jung, unter anderem das Phänomen des
Coronavirus. Anderls Redaktionskürzel in der FAZ war
sian. Sie moderierte auch den Podcast
F.A.Z.-Wissen, gemeinsam mit Joachim Müller-Jung. Ende September 2023 gab die Zeit-Verlagsgruppe bekannt, dass Anderl zum 1. Januar 2024 als Co-Ressortleiterin
Wissen zur
Zeit wechselt.
Anderl ist häufiger Gast und Moderatorin in Wissenschaftssendungen und auf Podien. Für den Kanal
ARD alpha des Bayerischen Rundfunks interviewte sie in der Sendereihe
Anderl trifft Nobelpreisträger Nobelpreisträger unter anderem aus dem Bereich der
Physik. In fünf Teilen beleuchtete sie 2019 die Geschichte der
Mondforschung. Sie moderiert dort das monatliche Magazin
Space Night science.
Seit Herbst 2021 ist Anderl – neben
Armin Nassehi und
Peter Felixberger – Mitherausgeberin der Kulturzeitschrift
Kursbuch. Sie „soll vor allem relevante Erkenntnisse aus den Natur- und Lebenswissenschaften integrieren und dem
Kursbuch so zu einer noch größeren Perspektivenvielfalt verhelfen.
Weblinks
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Hier nun 4 Links aus youtube, die ich empfehlen möchte. Meiner Meinung nach, lohnt es sich dafür die Zeit zu nehmen, wenn man an diesen Themen interessiert ist.
Video Sternstunde Philosophie – Bequeme neue Welt
vom 17.10.2026 – 1 Stunde
Ein Gespräch mit Sibylle Anderl von SRF Kultur Michael Räber
https://www.srf.ch/play/tv/sternstunde-philosophie/video/bequeme-neue-welt-verlernen-wir-das-menschsein?urn=urn:srf:video:15cba458-f768-4b14-be58-0cef39863c3b
Bequeme neue Welt: Verlernen wir das Menschsein?
Apps organisieren unseren Alltag, Algorithmen treffen eine Vorauswahl, KI übernimmt das Denken. Das spart Zeit und Mühe. Philosophin und Astrophysikerin Sibylle Anderl fragt, was wir verlieren, wenn wir uns immer mehr abnehmen lassen, und was es braucht für ein gutes, selbstbestimmtes Leben.
Lieferdienste bringen uns das Essen, Spotify kennt unseren Musikgeschmack und KI formuliert unsere Texte. Das Leben wird bequemer, doch der Preis dafür könnte hoch sein. Denn wer nicht mehr selbst kocht, repariert, entscheidet oder denkt, verliert womöglich nicht nur Fähigkeiten, sondern auch Selbstvertrauen, Urteilskraft und Freiheit. In ihrem Buch «Bequeme neue Welt» fragt die Philosophin und Astrophysikerin Sibylle Anderl, wann hilfreiche Entlastung in Abhängigkeit und Entmündigung kippt. Warum ist es wichtig, Dinge selbst zu können? Was geschieht mit unserem Denken, wenn KI uns fertige Antworten liefert? Und was fehlt, wenn selbst menschliche Nähe durch ein stets verständnisvolles digitales Gegenüber ersetzt wird? Im Gespräch mit dem neuen «Sternstunden»-Moderator Michael Räber spricht sie über Bequemlichkeit und Selbstbestimmung, die Verlockungen künstlicher Intelligenz, das Staunen über den Kosmos und die Frage, was ein gutes Leben ausmacht.
Stichwort, teilweise mit meinen persönlichen Bemerkungen dazu, die mir aufgefallen sind:
Es ist wichtig, das Schreiben nicht abzugeben. Mit dem Schreiben der eigenen Texte wird auch das Denken sortiert.
Die Nutzung der Möglichkeit für Bequemlichkeit leitet uns in eine Richtung. Bequemlichkeit kann ausgenutzt werden.
Bequemlichkeit verleitet zu spontanen Handlungen, und die langfristigen Folgen, die genau so wichtig anzusehen sind, werden nicht berücksichtig.
Kritisches Reflektieren und Nachdenken ist anstrengend. Dies ist in unserem Gehirn bereits schon so angelegt.
Das Thema «smart watch» wird angesprochen, mit seinen positiven und negativen Seiten. Ich musste im Internet recherchieren, was das überhaupt ist. Schön, bereits wieder eine Bildungslücke geschlossen. Wichtig scheint mir, dass realisiert wird, dass die Urteilskraft, das Fingerspitzengefühl verloren geht, wenn diese an die smart watch abgegeben wird.
Es ist wichtig, dass wir uns fragen, was uns wichtig ist, wie wir in der Welt stehen.
D.h. ich muss mich fragen, in welcher Welt ich persönlich leben will. In «meiner kleinen Welt» habe ich Entscheidungsfreiheit. Ich kann mir eine smart watch anschaffen oder auch nicht, und ich kann für mich entscheiden, ob ich den Taschenrechner benützen will oder nicht, wenn ich meine monatlichen Zahlungen vorbereite.-
Den Hang zur Bequemlichkeit ist eine Folge, eine Reaktion auf unsere Überforderung, auf unsere hektische Leistungsgesellschaft, auf unsere Selbstoptimierungsgesellschaft. Dies ist keine «Faulheit». Es ist eigentlich eine Selbstvergessenheit. Wenn Faulheit, dann ist es Denkfaulheit.
Die Frage stellt sich, weshalb die Angebote für Bequemlichkeit uns nicht entspannt und zufrieden machen.
Michael Räber fragt Sibylle Anderl wie sie als Astrophysikerin zur Frage der Bequemlichkeit kommt. Sie erwähnt, dass wissenschaftliches Forschen eine sehr unbequeme Tätigkeit mit vielen Enttäuschungen ist, und dass der Blick zu den Sternen zur Philosophie führt, zu den Fragen, was eigentlich unsere Existenz ausmacht.
Selbermachen, Lernen, obwohl es an KI delegiert werden könnte, ist anstrengend, schenkt aber ein Glückgefühl. Selbermachen fördert auch das Verständnis und erzeugt eine ganz andere Aufmerksamkeit, Beziehung zu uns, und der Welt gegenüber.
Unsere Gesellschaft ist algorithmisch geprägt, arbeitet Regeln ab, auch unter dem Einfluss von KI. Die menschliche Fähigkeit der Urteilskraft, das Fingerspitzengefühl muss trainiert werden, sonst geht sie verloren.
Selberdenken: die Gehirnaktivitäten im Gehirn sind ganz anders, viel tiefer, wenn ich selber, ohne KI unterstützt denke, als wenn ich KI benütze.
Positiv ist, dass wir mit KI personifizierte lernen können.
KI ist ein wunderbares Werkzeug, das mit grossen Gefahren kommt. Unsere
Bequemlichkeit ist dabei eine Schlüsselkomponente, ob KI für uns eine günstige Lösung liefert, oder ob es in eine schwierige, gefährliche Richtung geht.
KI-Thema wird ausführlich mit Beispielen besprochen: KI als Gesprächspartner, Ratgeber, auch auf romantischer Beziehungsebene, bis hin zur Hochzeit mit KI, inkl. politischer Folgen und dem Nudging. (Nudging = Lenkung zu einer Handlung, versteckte Manipulation)
Wir leben heute in einer Zeit, in der auf der politischen Sphäre eine extreme Machtübertragung in eine unternehmerische, wirtschaftliche Sphäre stattfindet.
Wir als Nutzer tragen dazu bei.
Ein gutes, menschliches Leben ist ein Leben mit Höhen und Tiefen, im vollen Spektrum, was einem das Leben zu bieten hat.
Ein gutes Leben ist, dem Leben Aufmerksamkeit zu schenken, Aufmerksamkeit für die Welt, um uns herum, für andere Menschen; d.h. sich hin und wieder zurück zu nehmen, um dieser Aufmerksamkeit, den Raum zu geben, den sie auch verdient.
Gutes Leben ist Aufmerksamsein und Staunen können.
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Was ist Zeit? – ein Gespräch mit Sibylle Anderl von Andreas Bönte
Vom 02.06.2025 ∙ Nachtlinie ∙ BR – 29 Minuten
Video verfügbar bis 06.10.2027
https://www.ardmediathek.de/video/nachtlinie/was-ist-zeit/br/Y3JpZDovL2JyLmRlL2Jyb2FkY2FzdC9GMjAxOVdPMDEwNjYwQTA
Ob wir sie haben oder nicht: Zeit bestimmt unser Leben. Mit der Astrophysikerin, Philosophin und Wissenschaftsjournalistin Dr. Sibylle Anderl spürt Andreas Bönte in der "nachtlinie" dem Geheimnis und Wesen der Zeit aus verschiedenen Perspektiven nach. "Die Frage, was Zeit ist, ist schwierig zu beantworten", sagt Sibylle Anderl. Denn das Phänomen Zeit hat viele Facetten. Aus physikalischer Sicht ist Zeit nach Albert Einstein zunächst einmal das, was man an der Uhr abliest. Doch manche Uhren ticken anders als andere – abhängig davon, wo sie sich befinden, und ob sie sich relativ zum Beobachter bewegen oder nicht. Zeit und Raum, das hat Einstein bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts entdeckt, hängen also zusammen. Auch subjektiv gesehen, ist die Zeit relativ und vergeht für jeden Menschen anders. Wie nähern sich Philosophen dem Phänomen der Zeit? Welche Rolle spielt es in anderen Lebensbereichen, etwa in Ökologie oder Kultur? Wie leben wir mit dem Wissen, dass unsere Lebenszeit begrenzt ist? Auch darüber diskutieren Sibylle Anderl und Andreas Bönte in der "nachtlinie".
Stichworte – das Gespräch findet mit der Erfahrung unter dem Eindruck und mit dem Rückblick auf den Lockdown der Coronazeit statt.
Die Zeit hat eine reichhaltige, qualitative subjektive Struktur und eine objektive, physikalische, die eine ganz andere Qualität hat als unsere subjektive Zeit. Dieses Spannungsfeld führt uns zur Frage, was ist Zeit? und dies ist ganz schwierig zu beantworten.
Es gibt keinen Bereich des Lebens, in dem die Zeit keine Rolle spielt.
Die Astrophysik sagt, dass die Zeit mit dem Urknall entstanden ist. Obwohl die Astrophysik nicht genau verstehen kann, was mit dem Urknall geschehen ist.
Seit Einstein sagt man, stellt man fest, dass Raum und Zeit, die als Raumzeit verbunden sind, aufeinander reagieren, darauf reagieren, was sich in ihnen abspielt.
Wir wissen: Zeit vergeht objektiv; auch in der Natur nicht gleichförmig. Sie kann schneller und sie kann langsamer vergehen.
Verrückt an der Tatsache ist: sie vergeht langsamer, wenn wir uns schneller bewegen, d.h. wenn wir uns der Lichtgeschwindigkeit annähern.
Das ist das, was man messen kann, das man experimentell bestätigt hat. Das ist überraschend und sehr schwierig zu verstehen.
Des Weiteren reagiert die Zeit auf Gravitationsfelder, auf Raumkrümmung, auf Gravitation.
Die Zeit ist auf unsere Erde angepasst. Der Mars z.B. hat eine andere Zeitdauer, abhängig vom Bewegungszustand, vom Gravitationsfeld.
Die Zeit, die mit Atomuhren, mit Schwingungseigenschaften gemessen wird, die sollte
eigentlich überall, im Prinzip, gleich sein.
Das Gespräch geht auch auf die Messung mit Lichtjahren ein, sowie auf den philosophischen Aspekt, was macht die Zeit mit dem Menschen, und was macht der Mensch mit der Zeit.
Durch die Coronazeit hat sich global eine enorme Beschleunigung in der Wissenschaft abgespielt. Sie ist dynamischer geworden. Zwischenergebnisse werden im Gegensatz zu früher ausgetauscht. Was sich nicht nur als positiv herausgestellt hat. - Fehlerquote - Es stellt sich die Frage, wie alle Informationen, Publikationen verarbeitet werden können. Dabei stellt sich auch die Frage, ob alles KI zu übergeben ist? doch es ist fraglich, ob dies eine zufriedenstellende Lösung ist.
Die Beschleunigung der Zeit ist auch eine politische und gesellschaftliche Frage.
Es ist schwierig mit Problemen, Krisen umzugehen, wenn die Zeitspanne, das Ende nicht bekannt ist.
Die Begrenztheit, die Endlichkeit des Menschen ist eine Triebfeder. Es ist eine Chance sich der Endlichkeit bewusst zu sein.
Zeit ist etwas, das wir beeinflussen können, das von uns, von unseren Aktivitäten und Einstellungen abhängt -
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Über das Universum – ein Gespräch mit Sibylle Anderl von Jürgen Wiebicke
21.07.2025 - WDR 5 Das philosophische Radio – 55 Minuten
https://podcasts.apple.com/ch/podcast/sibylle-anderl-%C3%BCber-das-universum/id255571403?i=1000718340218
Seit jeher wollen wir das Universum ergründen, kennen bis heute aber nur einen winzigen Ausschnitt. Die Philosophin und Astrophysikerin Sibylle Anderl spricht mit Jürgen Wiebicke darüber, was wir wissen und was nicht – und was das mit uns Menschen macht.
Sibylle Anderl (1981) ist eine deutsche Wissenschaftsjournalistin, Astrophysikerin und Philosophin. Sie leitet das Ressort Wissen der ZEIT, hostet das Magazin "Space Night Science" in ARD-alpha und für ihre publizistischen Leistungen wurde sie mehrfach ausgezeichnet.
- Vertraut und rätselhaft: Warum die Sonne unser Tor zum Universum ist (02:13)
- Atemberaubend: Wie Astrophysik das unbegreifbare Universum erforscht (11.43)
- Die Abgrenzung der Naturwissenschaft von Metaphysik und Philosophie (16:55)
- Relativitätstheorie: schön und verblüffend tauglich für Vorhersagen (24:54)
- Die Suche der Astrophysik nach revolutionären Erkenntnissen (30:04)
- Warum der Blick in den Himmel dem Menschen immanent ist – und ihm nützt (35:54)
- Urknall und Schwarze Löcher: Warum Relativitäts- und Quantentheorie nicht zusammenpassen (42:33)
- Religion und Wissenschaft als unterschiedliche Versuche, die Welt zu beschreiben
Literatur
· Sibylle Anderl und Claus Leegewie (2024): Die Sonne. Eine Entdeckung. Berlin: Metthes und Seitz. 189 Seiten. 22 Euro. ISBN 978-3751820417.
· Sibylle Anderl (2023): Dunkle Materie: Das große Rätsel der Kosmologie. München: C.H.Beck. 128 Seiten. ISBN 978-3406802904.
Stichworte:
Sibylle Anderl hat ein Buch über die Sonne geschrieben.
Dass die Sonne ein dynamischer Stern ist mit einer Entwicklung, Lebenszyklen, die das ganze Sonnensystem beeinflusst, ist
eine jüngere Erkenntnis und wird weiter mit Sonden erforscht.
Durch die Erforschung des Kosmos, stossen wir immer wieder an unsere Erkenntnisgrenze, die sich an unsere irdischen Erkenntnissen orientiert und entwickelt hat.
Die Sonne ist ein kulturelles Phänomen, dass uns auch in Zukunft beschäftigen wird.
Klimakrise ist von der Sonne abhängig, obwohl wir Menschen die Schuldigen sind.
Was macht Astrophysik philosophisch interessant? Als Philosoph, Philosophin ist man erstmal Experte im Umgang mit Begriffen und Konzepten, und die moderne Astrophysik stellt genau diese Fragen.
Ist es überhaupt möglich, dass wir Menschen, die sich in irdischen Verhältnissen entwickelt haben, dass wir so etwas Unglaubliches wie das Universum überhaupt verstehen und erforschen können?
Wir beobachten und sitzen auf der Erde fest und bekommen Daten aus dem Universum. Das ist etwas anderes, als wenn man im Labor an Elementarteilchen forscht oder bestimmte Werkstoffe anschaut.
Infolge der Endlichkeit der Lichtgeschwindigkeit schaut die Astrophysik immer in die Vergangenheit. Dadurch kann die Geschichte des Universums direkt gesehen werden.
Die Struktur von Raum und Zeit: Einstein sagt, das Ganze ist vierdimensional. Raum und Zeit hängen zusammen und werden durch das beeinflusst, was in ihnen passiert – Raumkrümmung – und schlussendlich stellt sich die Frage, was verstehe ich da eigentlich, was ist damit gewonnen? Obwohl durch die Mathematik ein Verständnis, eine Anschauung davon möglich ist, hilft dies eigentlich gar nicht weiter, und so kommt man zur Frage, was heisst eigentlich verstehen? Dadurch findet man sich bald einmal in metaphysischen Fragen.
Was ist die Natur von Raum und Zeit; auch auf der Quantenebene?. Das sind Fragen, die die Empirie überschreiten, mit denen man in der Philosophie besser aufgehoben ist.
Die Erkenntnisgrenze der empirischen Richtigkeit: es gibt vieles in der Welt, das man mathematisch nicht beschreiben kann. Es ist vermessen zu denken, dass das. was wir heute tun, die finale Weisheit ist.
So schön und so gut unsere bisherigen Modelle auch zu den bisherigen Erkenntnissen passen (Relativitätstheorie) hat die Astrophysik auch Leerstellen. Siehe Dunkle Materie, Dunkle Energie. Zwei Phänomene, deren physikalische Struktur wir bisher noch nicht verstehen. Nur 5 % dessen, was sich im Universum befindet, ist derart, dass wir es mit unseren fundamentalen Theorien wirklich gut verstehen und beschreiben können. Der Rest ist aber keine Spekulation, ist nichts, was sich die Astrophysik ausgedacht hat, ist keine Schummelei, um die Daten mit den bestehenden Theorien zusammenbringen zu können, sondern, es ist Etwas, dass sich konsequenter Weise aufdrängt. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass wir es nicht verstehen.
Die Astrophysik befindet sich gerade in einer Phase, in der es viel Verunsicherung gibt. Aber wir sind noch nicht in einer Revolution.
Wir sind in der Astrophysik in einer sehr interessanter Phase, Viele neue Experimente, Missionen sind gestartet. Vielleicht werden wir in nächster naher Zukunft deutlich mehr wissen. Vielleicht werden wir noch Zeugen einer Revolution.
Die astrophysikalische Forschung ist nicht nur im All interessant, sondern wirft ganz viel auch auf die Erde ab. Z.B. Wlan-Netze, auch Technologien die für die Bildbearbeitung, die zum Ordnen von Daten heute zur Verfügung stehen, wurden von den Astrophysikern entwickelt.
Ökonomisch betrachtet: Ein grosser Teil der Wirtschaftsleistung beruht auf Grundlagenforschung.
Philosophisch betrachtet: Der Blick in den Himmel hat die Menschheit schon immer getrieben, diese Fragen ganz unterschiedlich zu beantworten. Das macht uns als Menschen ganz zentral aus.
Das Staunen, das Zweifeln und die Erschütterung macht nach Jasper die Philosophie aus. Und davon ausgehend kommt man zur Wissenschaft.
Für den Kosmos haben wir die schöne, einfache Relativitätstheorie. Doch wir haben keine Theorie für die Übereinstimmung von Mikrokosmos und Makrokosmos.
Für dieses Verständnis müssen wir den Urknall und die Schwarzen Löcher verstehen lernen.
Das beobachtbare Universum hat eine bestimmte Grösse. Wo fängt das Universum an? Beim Urknall? Urknall ist kein Punkt. Die Raumzeit selbst dehnt sich aus. Dafür gibt es kein Bild. Das können wir uns nicht vorstellen. Wir mit unseren menschlichen Begriffen, denken, wenn sich etwas ausdehnt, muss es sich in etwas hinein ausdehnen. So ist es aber nicht. Das können wir uns nicht wirklich vorstellen, das können wir nicht wirklich verstehen. Wenn man es ausrechnet kann man es vielleicht ein bisschen verstehen, aber auch nicht so richtig gut.
Das Abbilden der wissenschaftlichen Perspektive auf die Welt, auf die religiöse, oder auch auf die mystische ist schwierig, Die Quantenphysik lädt dazu ein -
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Multiversum-Theorien: Was laut Forschung wirklich möglich ist | NANO Talk
22.07.2026 NANO Talk - 1 Stunde
Gibt es wirklich ein Multiversum — und was würde das für unsere Realität bedeuten?
Gäste: Dr. Sibylle Anderl – Astrophysikerin und Philosophin Prof. Dr. Simon Friedrich – Wissenschaftsphilosoph Dr. Jean-Luc Lehners – Physiker, hat mit Stephen Hawking gearbeitet
https://www.youtube.com/watch?v=YyPNupyxGiY
In dieser Folge NANO Talk spricht Stefanie Rohde mit Expertinnen und Experten über die physikalische und philosophische Debatte rund ums Multiversum. Die Runde diskutiert , ob sich unsere Realität permanent aufspaltet, wie sich moderne Quantenphysik und Kosmologie zur Idee unendlich vieler Welten verhalten, und was Multiversum-Theorien für unsere eigene Identität bedeuten. Vom Urknall über die Grenzen des Weltalls bis zu den tiefsten Fragen der Philosophie: Ist das Multiversum Wissenschaft oder Spekulation? Weltraum, Kosmos, Bewusstsein — alles hängt zusammen.
Zu Gast: Dr. Sibylle Anderl – Astrophysikerin und Philosophin Prof. Dr. Simon Friedrich – Wissenschaftsphilosoph Dr. Jean-Luc Lehners – Physiker
#multiversum #weltraum #philosophie #kosmos
00:00 Einstieg und die Faszination der Unendlichkeit
01:34 Vorstellung der Runde und die Kernfrage des Multiversums
04:52 Physikalische Grundlagen: Warum Forscher an Parallelwelten glauben
07:22 Die verschiedenen Theorien: Von Kosmologie bis Quantenphysik
12:00 Schrödingers Katze und die umstrittene Viele-Welten-Interpretation
22:12 Zwischen PR und Realität: Quantencomputer und die Suche nach Beweisen
26:54 Das Standardmodell auf dem Prüfstand: Dunkle Energie und Messfehler
29:48 Kulturgeschichte und Philosophie: Das Multiversum als Spiegel der Sehnsucht
33:14 Wissenschaft vs. Glauben: Der teleologische Gottesbeweis
43:40 Popkultur und Identität: Von „Der Zauberer von Oz“ bis Marvel
51:36 Krise oder Aufbruch? Die Zukunft der physikalischen Forschung und KI
56:56 Ausblick: Die ungelöste Frage der Quantengravitation
Stichworte: Ein Video mit erklärenden Bild- und Filmbeiträgen
Wir sind in der Astrophysik schon unglaublich weit gekommen. Wir können weit in die Vergangenheit, bis beinahe hin zum Urknall das Universum beobachten. Wir haben unglaublich viele empirische Daten darüber. Und nach allem, was wir beobachten können, sieht es so aus, als wäre unser Universum tatsächlich unendlich, und die Materie scheint im Universum gleichmässig verteilt zu sein. Daraus folgt die Überlegung, wenn man genügend weit hinausdenkt, so müssen sich viele Konzentrationen wiederholen. Andererseits hat
man in den letzten Jahren bereits sehr grosse Strukturen beobachtet, die dem vielleicht widersprechen könnten.
Für diese Sendung wird „Multiversum“ als Sammelbegriff für eine ganze Reihe von verschiedenen Ideen verwendet.
In der Quantentheorie würde man von vielen Welten reden. Alles was Möglich ist, passiert auch tatsächlich.
Eine andere Idee ist, dass in unserem Universum „Blasen“, ein neues Universum entstehen kann. Nach solchen Blasen könnte man suchen. Dies ist eine Möglichkeit nach Multiversen zu suchen, und nach solchen „Blasen“, deren „Ausstrahlungen, Ringe“ hat man schon gesucht, aber nichts gefunden.
Die Annahme der Unendlichkeit macht die Annahme dieser Theorien möglich.
Was bedeutet Wahrscheinlichkeit, wenn es unendlich viele Welten gibt? Als endliche Wesen können wir uns Unendlichkeit nicht vorstellen. Ein Filmbeitrag geht auf diese Frage ein: Affen tippen Hamlet, Schrödingers Katze lebt hier und stirbt dort, und auch wir wären nur eine von unendlich vielen Varianten unseres Selbst.
Fazit: auch wenn wir unendliche viele Welten annehmen können, unsere Verantwortung bleibt hier, in der einzigen Welt, die wir gestalten können.
Schördingers Katzenbeispiel wird in der Diskussionsrunde aufgegriffen und Folgendermassen
richtiggestellt: eigentlich wollte Schördinger nur sagen,
dass es eine Überlagerung von Zuständen gibt. Nicht dass sie in einem anderen Universum existiert. Das ist Unsinn. Dennoch gibt es Physiker, die sagen, dass die Katze gleichzeitig lebendig und tot ist. Warum?
In der physikalischen Theorie funktioniert das Katzenbeispiel sehr gut. Man kann die Wellenfunktion wunderbar berechnen und dann auch hervorsagen, was man als Wahrscheinlichkeiten messen wird. Die Physiker streiten sich schon lange darüber, welche Bedeutung dies hat.
Was liegt vor, was ich messe? Da gibt es keine Einigkeit. Einigkeit besteht lediglich darüber, dass keiner versteht, was die Quantenphysik eigentlich bedeutet. Es gibt eine
klassische Deutung die besagt, dass sich
unsere Welt permanent aufspaltet, und es insofern unendliche viele Welten gleichzeitig gibt. Dies ist eine unglaubliche Vorstellung, die kaum zu fassen ist.
In der Diskussionsrunde wird die Ansicht vertreten, dass es keinen Sinn macht, wenn es unendliche viele Welten braucht, um eine Welt zu erklären.
Die Quantenphysik funktioniert sehr gut und man kann all die Wahrscheinlichkeiten ausrechnen. Die Messung selbst verstehen wir aber nicht wirklich. Die Messung legt fest, was besteht, und was besteht bleibt auch so. Bei der Messung passiert etwas, in der alle Möglichkeiten kollaborieren, und das Problem ist, dass wir dies nicht verstehen.
Für die Multiversumstheorie spricht, dass man dem Formalismus der Quantenmechanik wörtlich verstehen kann. Der grosse Nachteil aber ist, dass man dann erklären muss, wie die Wahrscheinlichkeiten ins Bild kommen.
Die Annahme der Unendlichkeiten ist hochproblematisch, weil man sie nicht messen kann. Damit ist Unendlichkeit im Grunde genommen gar nicht teil der Physik. Die Physiker haben deswegen auch eine Hassliebe zur Unendlichkeit. Wenn diese in den Berechnungen auftauchen, ist es immer ein Warnsignal und die Fehlersuche beginnt oder man kommt zu einem Paradoxon.
Dunkle Energie: Das sich Blasen, neue Universen bilden, das passiert sehr selten, d.h. es muss das Universum sehr lange geben, dass es überhaupt zu dieser Möglichkeit kommt, dass es wahrscheinlich ist, dass so etwas überhaupt passiert.
Das kann man ausrechnen. Die Dunkle Energie bestimmt wie alt unser Universum werden wird. Falls die Dunkle Energie konstant ist, wird das Universum unendlich alt werden, und dann gibt es ganz klar diese Möglichkeit, dass sich neue Universen bilden, innerhalb von unserem Universum.
Wenn aber die Dunkle Energie abnimmt, und dafür gibt es die ersten Hinweise, dann kann es sein, dass das Universum irgendwann in der Zukunft wieder kollaboriert, und dann gibt es wahrscheinlich nicht genügend Zeit damit sich wieder neue Universen innerhalb von unserem Universum bilden.
Sehr viel beruht auf unserem derzeitigen Standardmodell der Kosmologie. Es ist ziemlich detailliert und man versteht derzeit sehr, sehr viel recht gut. Doch es gibt auch sehr viele offene Fragen.
Wir wissen nicht genau, ob das das richtige Modell ist, das unser Universum beschreibt.
Ideen müssen sich soweit entwickeln bis sie empirisch überprüfbar sind. Dies ist eine der Grundlagen der Wissenschaft.
Offen ist auch noch die Frage der Gravitation.
Man kann sich auch die Frage stellen, für welche Konstanten, für welche Zahlen, die wir messen können suchen wir überhaupt noch Erklärungen und welche sind einfach so – z.B. versuchen wir nicht die Küstenlinie von Portugal im Detail zu erklären, dafür gibt es keine wissenschaftliche Erklärung - das ist einfach so gewachsen.
Es gibt gute Gründe die Theorie der Multiversen ernst zu nehmen.
Bisher kommt die Forschung hauptsächlich durch menschliche Kreativität voran. Wir wissen nicht wie kreativ KI werden kann.
Bisher kommen alle neuen Idee von den Menschen.
Eine grosse Frage in der theoretischen Forschung ist, ob die Beschreibung des Universums einzigartig ist, oder ob sie viele andersartige Universen zulässt.