Tagebuch

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Bernd

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Der 10. Pentacon ist Geschichte. Es war ein sehr schöner Con, einschließlich einer Direktschaltung zu einer chinesischen Autorin, die den Lasswitzpreis erhalten hat.
Ich habe auch viel neues über das Leben im Kosmos erfahren und warum die Russen Hunde und die Amerikaner Affen für die Testflüge in den Kosmos verwendet haben.
 

Bernd

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Das Wichtigste zuerst: Wir hatten Besuch, Kristin, Martin und der kleine Ivo waren da.
Ivo ist ein sehr freundlicher und ein sehr aufmerksamer Junge. Er passt ganz genau auf, was um ihn herum vorgeht.
Es war ein sehr harmonisches Weihnachtsfest. Leider sind sie am 24. Abends schon wieder abgeflogen, weil sie am 25. noch bei Martins Eltern feiern wollten.

Heute waren wir im Lügenmuseum http://www.luegenmuseum.de/wb/.
Es ist ein genialer Ort. Dada-genial.
Es gibts soviel Eindrücke, wie ich sie lange nicht hatte. Sinnfreie Maschinen betörten die Sinne, nutzlose Gegenstände bildeten Gemälde, überall Klänge.

Draußen dann holte uns wieder die Realität ein:

Christiane erhielt einen Anruf: Vier von fünf Schlössern in der Gartensiedlung sind zerstört, zugeklebt oder geklaut worden.
Sie will sich morgen drum kümmern.
 

Bernd

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Es ist echt klasse dort.
Vor der Wende war das Gebäude ein Geheimtipp als Gaststätte, danach verfiel es rapide, bis der Museumsmensch es erworben und zum Museum gemacht hat.
Echt klasse.
 

Bernd

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Vor zwei Tagen erreichte mich eine traurige Nachricht. Einer meiner Schriftstellerfreunde aus der Gruppe "Binokel ist gestorben. Es ist Malte Barth. Er war früher Fäger und war auf seinem Weg zu einem Hochstand. In der Nachricht hieß es, es war ein Tod, wie er ihn sich gewünscht hätte. Ob es wirklich so ist, werden wir nicht erfahren.
Morgen treffen wir uns und wir wollen seiner gedenken, auch mit Texten.
Meine Frau und ich haben von ihm und seiner Frau erst zu Weihnachten ein sehr schönes Geschenk bekommen, ein Heft mit Gedichten und Geschichten.
Er war ein besonderer Mensch. Früher war er Offizier bei der Bundeswehr. Nach der Wiedervereinigung kam er nach Dresden und arbeitete an verschiedenen Projekten mit. Und er nahm Verbindung zu unserer Schreibgruppe auf. Er war ein sehr gutes Beispiel für gleichberechtigte Zusammenarbeit. Erst im November waren wir zusammen und er hat Schreibaufgaben gestellt. Morgen wollten wir unseren nächsten Klubabend machen, jetzt wird es ohne ihn sein.
Am Freitag ist dann die Beerdigung.
 

Bernd

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Gestern Abend war der Zombi-SF-Klub TERRAsse mal wieder unterwegs, wir Untoten haben uns im Kino im Kasten getroffen. https://de.wikipedia.org/wiki/Kino_im_Kasten
Es war voll. Es war zugleich eine 25-Jahr-Feier.
Die Musikbegleitung war live mit der Band "Komfortrauschen".

Es passte sehr gut, und der Saal war voll. Die meisten waren Studenten, aber es war auch offen für die "normale" Bevölkerung.
Der Film wurde in der rekonstruierten Fassung gezeigt, in der nur noch ca. 5 Minuten fehlen.

Mir hat es sehr gefallen. Und zum Abschluss der Vorführung gab es großen Applaus.
 

Bernd

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Ein wenig Mathemagie.

In der Schule haben wir folgendes gelernt:

0,999... = 1 (Wenn man mehr und mehr Neunen anhängt, wird die Zahl gleich 1.)

Dazu gibt es mehrere Beweise:

1/3=0,333...
3*1/3=0,999...
1=0,999... - was zu beweisen war.

Dazu muss man glauben, dass 1/3= 0,333... ist - und dass man unendlich lange Zahlen auf diese Weise multiplizieren kann. Dann gilt es.

Es gibt noch weitere Beweise.
Ich hatte immer logische Probleme mit diesen Beweisen.

Für mich ist 0,999... immer einen Hauch kleiner als 1.

Es gilt demnach

0,999... + d = 1

Ich habe dazu vor langer Zeit das System der "komischen Zahlen" aufgestellt.

Dann habe ich aber herausgefunden, dass sowohl die surrealen Zahlen als auch die hyperreellen Zahlen das Problem bereits lösen.

Ich gehe kurz auf die hyperreellen Zahlen ein.

Dazu muss man wissen: Es gibt unendlich viele davon.
Die kleinste hyperreelle Zahl, die größer als Null ist, ist keine reelle Zahl. Sie ist dichter an Null als jede reelle Zahl.
Das liegt daran: Wenn man eine reelle Zahl hat, die sich in der Nähe von Null befindet, kann man die Distanz halbieren und erhält wieder eine reelle Zahl.

d ist also hyperreell.

Wenn man den Kehrwert von d bildet, also 1/d, erhält man unendlich.
Unendlich ist keine reelle Zahl, aber eine hyperreelle Zahl.

Die hyperreellen zahlen wurden intuitiv von Newton und Leibnitz für die Infinitesimalrechnung verwendet, ohne sie auf eine solide Grundlage zu stellen. Von Cauchy wurden sie verworfen und durch die Epsilontik ersetzt. Für mich ist die hyperreelle Zahl viel anschaulicher als die ganze Epsilontik mit ihren Epsilon-Umgebungen.
Letztlich ist sie aber zu den hyperreellen Zahlen gleichwertig, man kann sich aussuchen, was man verwendet.
 

Bernd

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Ich beschäftige mich damit, meine alten Super8-Filme zu digitalisieren.
Das macht viel Spaß, ist aber ein langwieriger, wenn auch endlicher Vorgang.

Dabei werden alte Erinnerungen geweckt. Ich hatte mir vom ersten selbstverdienten Gelt ca. 1970 eine Schmalfilmkamera "Aurora" gekauft, später dann eine Quarz.
Bis Mitte der 1980er Jahre filmte ich relativ oft.

Einen Teil der Filme hatte ich schon digitalisieren lassen, leider wurde es ein Reinfall. Nach ca. ein oder zwei Jahren waren die Hälfte der Langlebensdauer-DVDs nicht mehr lesbar. Die noch lesbaren kopierte ich dann.

Jedenfalls war das sehr schade.

Nun habe ich einen Digitalisierer gekauft, er kam in Preisregionen, die erschwinglich sind. Selbstbau ist ein zu komplexes Problem.

Es waren alles Stummfilme. Schwarz-Weiß oder in Farbe.
 

Bernd

Foren-Redakteur
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Gestern musste ich zum Medizinischen Dienst der Krankenkasse (MDK).
Ich musste zahlreiche Krankenakten mitbringen und für den Fall der Nichtkooperation wurde die Nichtauszahlung von Krankengeld angedroht.

Es begann vorgestern. Ich war für 9 Uhr eingeladen. Am Einlass fand man meinen Namen nicht, es war gar kein Termin vorhanden. Die anwesenden Mitarbeiter waren überlastet, sodass mir ein neuer Termin für gestern, 9 Uhr angegeben wurde.
Ich rief am Donnerstag Nachmittag bei der Krankenkasse an und dort war man sehr erstaunt, weil der Termin an mich richtig - also für vorgestern - übermittelt war. Jedenfalls ging ich gestern, recht aufgeregt, wieder hin.

Kurzer Überblick, gekürzt und nach Gedächtnis.
Gegen Neun Uhr wurde ich dann von einer Mitarbeiterin, ich nenne sie Frau M., aufgerufen und in ihr Zimmer geführt. Sie stellte sich kurz vor und sagte dann "Was ich Ihnen zu sagen habe, wird Ihnen nicht gefallen." Ich fragte: "Wieso?"
Sie meinte, dass meine Krankenakten nichts taugen und zum Teil Unsinn enthielten. Insbesondere hätte ich gar kein Morbus Bechterew.
"Wer hat denn das diagnostiziert?" Ich sagte: "Doktor K."
"Die Befunde geben das nicht her. wer hat denn die Befunde abgesichert?" "Hm?"- Ich war verduzt. Ich sagte: Ich war auf der Bechterew-Kur, dort wurde ich nochmal untersucht." Frau M: darauf: "Bei der Kur gibt es gar keine Untersuchung."
Sie beharrte darauf, sie hätte die schlechte Nachricht, dass ich keinen Bechterew hätte. Ich sagte: "Wenn das stimmt, ist es eigentlich eine gute Nachricht. aber ich habe immer noch Schmerzen."
Frau M: "Welche Schmerzmittel nehmen Sie denn?" "Zur Zeit nehme ich keine." "Wenn Sie keine Schmerzmittel nehmen, dann haben Sie auch keinen Bechterew." "Aber ich nehme verschiedene Medizin, darunter Blutverdünnungsmittel, die sich schlecht mit Schmerzmitteln vertragen, es ist ein schwieriges Gleichgewicht. Der Arzt hat damals gesagt ..." "Welcher Arzt? Wie hieß er denn?" ich wusste es nicht mehr. Ich sagte: "Wenn ich keinen Bechterew habe, ist das aber eine gute Nachricht. Leider gehen davon meine Symptome nicht weg. Das Schlimmste im Moment ist aber, dass ich Doppelbilder sehe. Das macht mir Angst." - "Das ist nicht objektivierbar." Ich sagte, dass ich zur Diagnostik eingewiesen sei und eine weitere Diagnose bei einem Neurologen stattfindet, weil es nicht an den Augen liegt. Auch Schädel-MRTs haben keine Ursachen gezeigt." Frau M. Meinte, dass mir das auch nichts nützen würde. Es sei nicht "objektivierbar".

Sie fragte mich nach meiner beruflichen Laufbahn.
Ich begann mit dem Studium. Dann die nächsten Stationen. Sie sagte, sie hätte nicht soviel Zeit. Was wäre meine letzte Tätigkeit. Ich sagte "Technischer Redakteur." Sie sagte, das kenne sie nicht. Ich sagte, es sei im Wesentlichen Schreiben von Bedienungsanleitungen. Sie darauf: "Also ein Anlernberuf."
Ich sagte, es sei ein richtiger Beruf und Grundlagen waren im Studium dabei, das weitere hätte ich bei der Arbeit gelernt. "Also ein Anlernberuf."
Das kränkte mich tief. Sie missachtete meine Arbeit der letzten zwanzig Jahre.

Jedenfalls machte sie dann noch Untersuchungen und kritzelte etwas auf ihre Zettel. Ich musste unterschreiben, dass sie es an den Arzt weiterleiten dürfe. Was sie schreibt, sagte sie aber nicht. Ich bat um eine Kopie. "Die können Sie nicht bekommen. Da müssen Sie Ihren Arzt fragen".

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Ich habe viel weggelassen und an viel erinnere ich mich nicht mehr, mein Gedächtnis ist nicht mehr so gut wie früher. Das hatte ich auch gesagt, da musste ich eine Uhr malen, bei der es zehn vor Zwei ist.

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Was mich stört, ist die völlige Missachtung der Arbeit anderer und der Generalverdacht, unter dem ich mich fühlte.

Andererseits meinte sie auch, dass es nicht besser werden wird, als ich sagte, dass ich eigentlich gesund werden will, um wieder zu arbeiten. Alles von einer kurzen Vorstellung in etwa einer Stunde.

Wenn ich etwas genauer darstellen wollte, sagte sie immer, dass sie keine Zeit habe. Und ich wurde so senilkonfus, dass ich die Hälfte vergessen hatte.

So war ich auch mehrfach bei der Physiotherapie.
Aber in meinem Gehirn war ein Loch.
Auf die meisten Suggestivfragen wusste ich keine Antwort.
"Wie ist denn Ihr Tagesablauf?"
"Ich stehe auf und frühstücke, räume auf, gehe einkaufen oder spazieren. Dann Mittagessen und Kaffeetrinken .... Und ich fiel in Nachsinnen, was ich so mache.
Mit den Doppelbildern: Sie hätte gesehen, dass ich lese. Ich kann ja lesen, nur nicht sehr lange. Die Doppelbilder stören, wenn sie da sind, sehr. (Im Moment zwischen dreißig und 70% des Tages.)
Die Konzentration lässt nach und ich sehe Fehler nicht mehr so gut.

Dann prüfte sie noch Reflexe.
Sie stellte fest, dass ich Schwierigkeiten habe, die Augen zu fokussieren.
Ich nehme jetzt an, dass das an den Doppelbildern liegt.

Jedenfalls hatte sie recht: Mir gefiel nicht, was sie sagte.
Vor Allem aber nicht, wie sie es sagte.
 

Bernd

Foren-Redakteur
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Da ich wahrscheinlich nicht wieder richtig gesund und arbeitsfähig werden werde, habe ich damit jetzt abgeschlossen und mich für die Rente angemeldet. Ich habe meinen Rentenantrag abgegeben.

Das wirklich dumme ist, dass ich mich oft verschreibe und es nicht gleich sehe. (Beim Reden tritt das auch auf, aber das sieht man ja nicht.

Insgesamt geht es mir aber gut.

Habe gestern mal wieder einen Film in Tee entwickelt. Dazu kamen noch Vitamin C und Waschsoda.
 

Bernd

Foren-Redakteur
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Seit heute bin ich Rentner. Es ist nicht absehbar, dass ich wieder arbeitsfähig werde, nun habe ich klare Verhältnisse. Mal sehen, wie das weitergeht.

Ivo wächst und gedeiht in Wädenswil. Er ist jetzt ein dreiviertel Jahr alt.

Ich beschäftige mich mit Lyrik, allerdings lese ich zur zeit mehr.
Außerdem Fotografie und Mathematik. Meine Lieblings-Youtube-Serie "Infinite series" ist leider konvergiert, genauer: der Sender hat sie eingestellt.

Aber es gibt ja noch andere.

Ich bin dabei, die Unendlichkeit zu erkunden.

Es gibt unendlich viele Primzahlen. Die Lücken zwischen zwei Primzahlen können beliebig groß werden. Beides ist beweisbar.

Aber: kann die Lücke auch unendlich groß sein?

Ich denke, ja, denn nach unendlich vielen Zahlen kann ja eine weitere Primzahl folgen. Und sie wird irgendwo folgen, das ist beweisbar.

Oder es sieht jedenfalls so aus.

Ich versuche, zu beweisen, dass es nach unendlich vielen Primzahlen weitere gibt.

Die Unendlichkeiten werden dabei immer größer, bleiben aber abzählbar.
 

Bernd

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Wir hatten ein kleines Gartenfest mit Freunden. Das war sehr schön.
Es blieb aber eine Flasche Urköstritzer Pilsner übrig. Was mache ich nun damit, dachte ich. Die Lösung war: Entwickler.
Ich hatte gerade über Beerenol/Beerol gelesen und über andere alternative Entwickler.

Also an die Arbeit:

1 Flasche (1/2 Liter) Bier
8 Gramm Vitamin C
20 Gramm Waschsoda (Es wurden 22 Gramm)
1 Teelöffel jod. Kochsalz

Dann 25 Minuten Entwickeln.

Und die Bilder wurden was. https://www.flickr.com/photos/116228447@N06/albums/72157698656501715

Jetzt heißt es, noch einen Hitzetag überstehen.
 

Bernd

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Ich wollte an der Umfrage zur Sommerzeitumstellung der EU teilnehmen. Leider ist der Server zusammengebrochen. Dabei wollte ich doch nur gegen die Umstellung stimmen.
 

Bernd

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Jetzt habe ich im Brotbacken schon etwas Routine. Der Sauerteig wird tatsächlich auch besser, weil er schon einige Zeit aktiv ist.
Das einzig schwierige ist, den inneren Schweinehund zu überwinden und anzufangen.

Bier als Entwickler wirkt relativ kräftig und grobkörnig bei lange abgelaufenem Film. Mein letztes Biernol habe ich aus einer Flasche Radeberger, aus 8 g Vitamin c, aus 22 g Waschsoda und 1 Teelöffel jodiertem Kochsalz gebraut.

Allerdings habe ich viel zu lange entwickelt (ca. 40 Minuten).
15 Minuten hätten sicher gereicht.

Beispielbild, leicht grün getont: https://www.flickr.com/photos/116228447@N06/29573971397/in/dateposted-public/
 

Bernd

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Ich habe einige Bauteile bestellt und will mich mit Elektronik beschäftigen. Dabei habe ich bemerkt, wie schlimm der Umgangston geworden ist. Einige kamen aus China.
Und da wurde wie verrückt geschimpft, das Zeug tauge nichts.
Ich habe einiges aus China, das hat bisher alles gut funktioniert.
Wir sollten zusammenwirken.
Nebenbei: Was Bastelware betrifft, gibt es aus Deutschland fast nichts mehr. Verglichen mit DDR-Zeiten ist das Angebot klein geworden.
Fertige Schaltgruppen gibt es schon eher.
Basteln mit Elektronik scheint hier nicht mehr sehr modern zu sein.

Das erste Ziel, das aber noch einige Zeit braucht: Ein Antrieb für die Filmentwicklungsdose.
 

Bernd

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Heute gehe ich zu einer Geburtstagsfeier. Zwei frühere Kollegen haben mich eingeladen.
Das wird sicher schön.
 

Bernd

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Einige Zeit ist vergangen. Ich sehe immer noch Doppelbilder, gewöhne mich langsam dran. Es ist nur schwierig beim Schreiben, weil ich mich viel öfter vertippe als früher.
Gestern hatte ich Geburtstag: 65, aber wir feiern erst nächste Woche im Vereinshaus.
Ich bastle Objektive, nach alten Linsenformeln, zum Beispiel das Periskop aus zwei antiparallelen Meniskuslinsen. Es ergibt schöne weihgezeichnete "träumerische" Bilder.
 

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