Fragmente

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wirena

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Und es läuft im Kreislauf voran ...
hat in mir unbewusst weitergewirkt, und ein „bildhaftes Gefühl“ drängt sich auf, das ich in Gedanken gefasst wie folgt loswerden möchte, muss, damit ich zur Ruhe komme:

Da die Raumzeit gekrümmt ist, drängt sich mir der Gedanke auf, dass das unendlich Grosse sich mit dem unendlich Kleinen in der unendlichen Raumzeit verbindet, beide „ineinanderfliessen“ und das Universum, obwohl es flach ist, zu sein scheint, ein geschlossenes System ist. Durch das „Ineinanderfliesen wird das unendlich Grosse kleiner und das unendlich Kleine grösser – ein Kreislauf eben…
 

Bernd

Foren-Redakteur
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Das ist interessant. Und ein feines Gebiet. Bei dem Kabarett ging es aber um Fortschritt. Man kam immer wieder am Anfang an, wo man gestartet ist. Das Gefühl habe ich auch heute.
 

wirena

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Fortsetzung „kleine Geschichte der Philosophie“ mit Wikipedia

Panpsychismus

Wikipedia–Zitate::Fettmarkierung von mir – eigene Zusammenfassungen, Gedanken dazu kursiv

Zitat:
«Panpsychismus (von altgriech. πᾶν pan „alles“ und ψυχή psyche „Seele“) ist eine metaphysische Theorie der Philosophie, der zufolge alle physischen Objekte neben physikalischen auch geistige Eigenschaften besitzen, die nicht aufeinander zurückgeführt werden können. Im Sinne eines Eigenschaftsdualismus handelt es sich um zwei untrennbare „Seiten“ der Realität, die nur eine gemeinsame Existenz haben können. Die „geistige Seite“ drückt sich nicht nur als „Innenwelt“ komplexer Gehirne aus (etwa als menschliche Psyche) und entstand auch nicht erst mit dem Leben, sondern umfasst die Vorstellung einer jeglicher Materie innewohnenden Intentionalität bis hinunter auf die Quantenebene. Zitatende

Diese Aussage erinnert mich stark an die «Verbundenheit» von Raum und Zeit, die als Raumzeit definiert wird.

Zitat:
«Der Panpsychismus setzt bei allen ungeklärten Fragen der Naturwissenschaften an, für die es bislang keine überzeugenden Theorien gibt. Am bekanntesten ist der Lösungsvorschlag für das sogenannte „Leib-Seele-Problem“, das sich mit dem Verhältnis von Materie und Geist beschäftigt. Panpsychisten gehen davon aus, dass sich geistige Eigenschaften im Laufe der Zeit bis hin zum Bewusstsein entwickelt haben…Zitatende

D.h., dass sich die geistigen Eigenschaften. das Bewusstsein auch heute noch weiterentwickeln. Dies erinnert mich sehr an mein früheres Erleben, dass wir ein Elektronenhaufen sind, und dass das Universum im Menschen über sich selber nachdenkt, Erfahrungen sammelt und sich weiterentwickelt

Zitat:
«Panpsychisten verneinen die dualistische Trennung von Geist und Materie
, aber auch die These, dass mentale Eigenschaften aus rein materiellen Dingen plötzlich und aus den Vorbedingungen erklärbar hervorgehen können (Emergenz). Für Panpsychisten ist die Entwicklung des bewussten Erlebens und jegliche geistigen Phänomene nur dann erklärbar, wenn deren Vorstufen schon in der Grundstruktur der materiellen Welt vorhanden sind. Solche Vorstufen geistiger Eigenschaften werden oft „proto-mentale“ Eigenschaften genannt. Der zeitgenössische Panpsychismus behauptet jedoch nicht, dass beispielsweise Atome oder Bakterien bereits Schmerzen oder ähnliche Bewusstseinszustände erleben können oder dass alle Dinge eine menschenähnliche Seele haben, wie es im (religiösen) Animismus der Fall ist.

Schöpfer des Begriffs „Panpsychismus“
war der Renaissance-Philosoph Francesco Patrizi:

Zitat Wikipedia:
«Francesco Patrizi da Cherso (auch Patrizzi, Patricio; latinisiert Franciscus Patricius, kroatisch Frane Petrić, Franjo Petrić oder auch Franjo Petriš; * 25. April 1529 in Cres; † 7. Februar 1597 in Rom) war ein venezianischer Humanist, Philosoph, Schriftsteller, Literatur-, Staats- und Geschichtstheoretiker, Militärwissenschaftler und Dichter kroatischer Abkunft….» Zitatende

Zeitgenössische Panpsychisten: Zusammenfassung mit KI:

  • Philip Goff: Britischer Philosoph an der Durham University; er argumentiert, dass das herkömmliche physikalische Weltbild unvollständig ist und Bewusstsein der zugrundeliegende Stoff der von der Physik beschriebenen mathematischen Strukturen sein muss.

  • Galen Strawson: US-amerikanischer Philosoph (University of Texas at Austin), der mit seinem Aufsatz Realistic Monism (2006) ein wichtiger Katalysator der modernen Debatte wurde und argumentiert, dass ein konsequenter Physikalismus logischerweise zum Panpsychismus führen muss.

  • Godehard Brüntrup: Deutscher Jesuit und Professor für Metaphysik und Philosophie des Geistes an der Hochschule für Philosophie München; er gehört zu den führenden Stimmen im deutschsprachigen Raum, die sich mit Panpsychismus, Prozessphilosophie und dem Handeln Gottes beschäftigen.

  • David Chalmers: Australischer Philosoph, der das „schwere Problem des Bewusstseins“ prägte. Er steht dem Panpsychismus sehr nahe und vertritt die Annahme sogenannter protophänomenaler Eigenschaften auf der Mikroebene.

  • Christof Koch: Führender Neurowissenschaftler, der eine moderne Variante des Panpsychismus als elegante Erklärung für das Bewusstsein in der Verbindung mit der Integrierten Informations-Theorie (IIT) diskutiert

Zitat Wikipedia
«Zeitgenössische Panpsychisten bezeichnen den geistigen bzw. proto-mentalen Aspekt, den sie allen existierenden Dingen zuschreiben, oft als phänomenale Eigenschaften oder
Qualia. Der Begriff Qualia meint, dass sich etwas irgendwie anfühlt; dass etwa Senf einen bestimmten Geschmack erzeugt oder bestimmte Wellenlängen des Lichts dem Menschen als Farben erscheinen. Eine panpsychistische Position, die „einfache Erfahrung“ auf allen Ebenen der Natur kennt, steht meist in der Tradition von Alfred North Whitehead und heißt nach David Ray Griffin auch Panexperientialismus.

Panexperientialismus?
In Wikipedia ist darüber nichts zu finden. In Übersicht KI ist Folgendes zu lesen:

Zitat: Übersicht mit KI
Der Panexperientialismus (von altgriechisch pān „alles“ und englisch experience „Erfahrung/Erleben“) ist eine philosophische Strömung innerhalb der Metaphysik und der Philosophie des Geistes. Er besagt, dass alle fundamentalen Bausteine der Realität die Fähigkeit zu einer Form von grundlegendem Erleben oder Fühlen besitzen.

Die Strömung ist eng verwandt mit dem Panpsychismus, unterscheidet sich jedoch in einer wichtigen Nuance:

Kernkonzepte des Panexperientialismus

  • Erleben ohne Geist: Während der klassische Panpsychismus oft davon ausgeht, dass alles eine Form von „Geist“ (psyche) oder partiellem Bewusstsein besitzt, trennt der Panexperientialismus das reine Erleben vom Denken.

  • Kein Intellekt nötig: Eine fundamentale Entität (wie ein Atom oder Elektron) muss laut dieser Theorie nicht logisch denken oder ein menschliches Selbstbewusstsein besitzen. Es reicht aus, dass sie auf äußere Reize reagiert, d. h. die Umwelt „spürt“ oder durch energetische Wechselwirkungen beeinflusst wird (Prehension).

  • Alternative zur Emergenz: Die Theorie versucht das „schwierige Problem des Bewusstseins“ zu lösen. Materialisten argumentieren meist, dass Bewusstsein ab einer gewissen biologischen Komplexität (wie dem Gehirn) plötzlich entsteht (Emergenz). Panexperientialisten entgegnen, dass man aus völlig erlebnislosem Stoff kein Erleben erzeugen kann – folglich muss die Fähigkeit zu erleben von Anfang an in der Natur verankert sein.
Wichtige Vertreter
Geprägt und populär gemacht wurde der Ansatz vor allem durch die Prozessphilosophie:


  1. Alfred North Whitehead: Er gilt als Vordenker. Er beschrieb die Welt nicht als Ansammlung starrer Dinge, sondern als ein Netz aus dynamischen Ereignissen („Wirklichen Ereignissen“), die alle eine innere, erlebbare Komponente besitzen.
  2. David Ray Griffin: Der amerikanische Philosoph grenzte den Begriff „Panexperientialismus“ ganz gezielt vom Panpsychismus ab, um anthropomorphe Missverständnisse (also die Vorstellung, Atome hätten „menschliche Gedanken“) zu vermeiden. Zitatende

Erleben ohne Geist? Kann ich nicht nachvollziehen – da ist mir der bewusste Geist, das Bewusstsein des Panpsychismus, der Geist und Bewusstsein wie die Raumzeit, Raum und Zeit vereint, nachvollziehbarer.

Kein Intellekt nötig?: das scheint mir klar – wenn ein Elektron ein gewisses, schwaches Bewusstsein haben soll, so hat es sicher keinen Intellekt – obwohl, was ist Intellekt? Definition gemäss Wikipedia:

Zitat: «Intellekt (von lateinisch intellectus ‚Erkenntnisvermögen‘, ‚Einsicht‘, ‚Verstand‘) bezeichnet in der Philosophie des Geistes die Fähigkeit, etwas geistig zu erfassen, sowie die Instanz im Menschen, die für das Erkennen und Denken zuständig ist. Das Wort Intellekt wird oft synonym zu Verstand verwendet, daneben auch mit der Bedeutung von Vernunft, Bewusstsein oder Geist. Zitatende

Alternative zur Emergenz: dass die Fähigkeit zu erleben von Anfang an in der Natur verankert ist, ist für mich stimmig – siehe zum Beispiel die Pflanzen, reagieren mit Reaktionen (Duftstoffen) auf Bedrohungen –

Zurück zum Panpsychismus:

Zitat Wikipedia:
Neben Qualia und Erfahrungen verallgemeinern Panpsychisten auch andere Aspekte des Geistigen – darunter sind Subjektivität, die Einheit eines subjektiven Erlebens, Teleologie (Zweckgerichtetheit), Spontaneität (Entscheiden, Freiheit), Intentionalität (Gerichtetheit, Repräsentation), Wahrnehmung, Erinnerung oder gar Erkennen, Denken, Sprechen und Selbstbewusstsein. Entweder wird den kleinsten Bauteilen der Welt eine dieser Eigenschaften direkt zugesprochen oder eine Vorform davon – die jedoch nicht rein physisch aufgefasst wird.

Der Panpsychismus muss nicht zwangsläufig den kleinsten Dingen unmittelbar geistige oder proto-mentale Eigenschaften zuschreiben. Stattdessen sprechen viele (insbesondere historische) Panpsychisten der Welt als ganzer geistige Eigenschaften zu. Man unterscheidet also einerseits

atomistische Panpsychisten, für die alle einzelnen Dinge einen geistigen Aspekt haben

– und andererseits


holistische Panpsychisten, die die Geistigkeit aller Dinge von der Geistigkeit des Ganzen ableiten….

«Qualia Definition Zitat Wikipedia:«Unter Qualia (Singular: das Quale, von lateinisch qualis ‚wie beschaffen‘) oder phänomenalem Bewusstsein versteht man den subjektiven Erlebnisgehalt mentaler Prozesse im Zusammenhang mit den auslösenden physiologischen Reizen. Demnach sind Qualia als höchstpersönliche „Qualität“ eines Sinneseindruckes zu verstehen (Wie etwas wahrgenommen wird), im Unterschied zum Perzept, das das sinnliche Empfinden einschließlich der damit verbundenen Emotionen und Bewertungen ausklammert (Was wahrgenommen wird und beschrieben werden kann). Qualia sind die individuellen Empfindungen, die nur dem wahrnehmenden Subjekt zugänglich sind und die man nicht hinreichend in Worte fassen kann.

Das Verständnis der Qualia ist eines der zentralen Probleme der Philosophie des Geistes. Dort wird von manchen angenommen, dass ihre Existenz nicht mit den Mitteln der Neuro- und Kognitionswissenschaften erklärbar ist. Die Frage, wie und warum Organismen Qualia besitzen, wird als hartes Problem des Bewusstseins bezeichnet.» Zitatende

Wikipedia erwähnt und führt die Abgrenzungen aus vom Animismus und Idealismus und geht auf die Argumente für und gegen den Panpsychismus ein, und schliesst mit der Geschichte des Panpsychismus die von den Vorsokratiker und Antike bis ins 21. Jahrhundert reicht.

Erwähnt werden auch weitere Panpsychisten. Zitat:

«Weitere panpsychistische Auffassungen und Denkmodelle (die sich in ihrer Konzeption jedoch teilweise markant unterscheiden) sind unter anderem von folgenden Denkern vertreten und entwickelt worden: Josiah Royce, John Dewey, William James, Charles Peirce, Ernst Haeckel, Henri Bergson, Bertrand Russell, Arthur Eddington, Carl Gustav Jung, Bernhard Rensch, Charles Birch,[ David Bohm, Freeman Dyson, Ervin László, Edward Goldsmith, Jean Émile Charon, Hans Jonas und Michael Lockwood. Auch einflussreiche spirituelle Lehrer und Vertreter der Integralen Theorie wie Sri Aurobindo[ und Ken Wilber[ vertreten panpsychistische Auffassungen.» Zitatende

Der Abschluss des Wikipediabeitrages ist Zitat:

«Moderner Panpsychismus in Deutschland

Liberaler Naturalismus

Im deutschen Sprachraum hat der Philosoph
Godehard Brüntrup argumentiert, dass der Emergenzbegriff ohne die panpsychistische Annahme graduell abgestufter proto-mentaler Eigenschaften zu einer dualistischen Position führt. In der Tradition von Bertrand Russell und Alfred N. Whitehead vertritt er die These, dass die intrinsischen Eigenschaften der Materie analog zu mentalen Eigenschaften gedacht werden müssen. Zentral ist dabei die Zurückweisung des Materiebegriffes von René Descartes, der bis heute das naturwissenschaftliche Denken prägt. Im Gegensatz zum reduktionistischen Programm des alten materialistischen Naturalismus spricht Brüntrup daher mit Gregg Rosenberg von einem „liberalen Naturalismus“, der Vorstufen des Mentalen zu den fundamentalen Eigenschaften der materiellen Natur rechnet. Brüntrup hat ein eigenständiges Kapitel der dritten, erweiterten Auflage seines Lehrbuchs Das Leib-Seele-Problem dem Panpsychismus in der Analytischen Philosophie des Geistes gewidmet.

Gradueller Panpsychismus


Im Anschluss an Alfred N. Whitehead und Pierre Teilhard de Chardin hat Patrick Spät einen „Graduellen Panpsychismus“ formuliert. Die plötzliche Emergenz geistiger Eigenschaften sei nicht möglich – gleichsam müssen wir die Existenz geistiger Eigenschaften berücksichtigen, wenn wir die Wirklichkeit in all ihren Facetten beschreiben und erklären wollen. Spät geht davon aus, dass in der Wirklichkeit eine gestufte Form von geistigen Eigenschaften anzutreffen ist: Nur dann, wenn ein Ding (eine Entität) in materieller Hinsicht ausreichend komplex ist, kann auch die korrespondierende geistige Seite komplexe Züge annehmen. Spät hat 2012 mit Der Mensch lebt nicht vom Hirn allein[ ein populärwissenschaftliches Buch veröffentlicht, das sich allgemeinverständlich und ausführlich mit dem "Graduellen Panpsychismus" beschäftigt. Spät bezieht sich sowohl in seiner Dissertation wie auch in seinem veröffentlichten Buch dabei auch auf die Theorie der Integrierten Information des Bewusstseins (Integrated Information Theory of Conciousness, IIT) des US-amerikanischen Psychiaters und Neurobiologen Giulio Tononi, welche man dem US-amerikanischen Neurowissenschaftler Christof Koch zufolge als wissenschaftliche Form des Panpsychismus ansehen kann. Ein wesentlicher Punkt bei der Theorie der Integrierten Information, die in Bits gemessen wird, ist es, dass sie auch auf künstliche Systeme, also Roboter angewendet werden kann.» Zitatende
 
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wirena

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Glück (Tanka)

die Süsse des Glücks
breitet sich im Herzen aus
gelungener Tag

Bewusstsein ist Sein, Leben
der Mensch dies erkennen kann
 

wirena

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Panpsychismus mit YouTube

Wie vorgängig unter «Panpsychismus Wikipedia» erwähnt, listet KI folgende zeitgenössische Panpsychisten auf:
Philip Groff, Galen Strawson, Godehard Brüntrup, David Chalmers und Christof Koch.

In YouTube habe ich Vorträge und Gespräche von diesen gefunden, deren Link, mit den dazugehörigen Beschreibungen kopiere ich untenstehend hier ein. Meine Anmerkungen füge ich kursiv ein. Ich habe alle angehört, und zusammenfassend, als meine Essenz, kann ich Folgendes festhalten:


Die ganze physikalische Welt besteht aus Bewusst sein. Die Beschaffenheit eines Elektrons, eines Neutrons z.B. ist nichts anderes als Bewusstseins.

Nicht jedes System ist bewusst, doch die grundlegenden Systeme, die Teilchen, die Elektronen, Photonen etc. sind bewusst, und bestimmte Kombinationen davon haben Bewusstsein.

Das Kombinationsproblem, wie schaffen Kombinationen von bewussten Teilchen ein bewusstes Etwas und welche Kombinationen, ist noch zu lösen. Im Internet fand ich bereits Lösungsvorschläge.

Die Physik gibt die Beschreibung, die Gleichung der Materie, sagt aber nichts darüber aus was die Materie ist.

Der Panpsychismus sagt, dass Bewusstsein physisch ist. Daraus folgt, dass das Bewusstsein in irgendeiner Form in allen vorhandenen Dingen vorhanden ist.

Bewusstsein ist eine Art «Stoff, Substanz», die Grundlage allen Seins.

Bewusstsein ist eine grundlegende Eigenschaft der Realität selbst, die mit zunehmender Komplexität der Informationsverarbeitung reicher und differenzierter wird.

Es gibt verschiedene Formen, Ausprägungen von Bewusstsein.

Die Verarbeitung von Informationen weist auf Bewusstseinselementen hin.

Im Menschen ist Bewusstsein, das subjektive Erleben unseres Geistes und der Welt.

Bewusstsein kann nicht simuliert werden; es muss erschaffen werden. Mit Hilfe von Technologien wie neuromorphen Computern oder Quantencomputer könnte es grundsätzlich möglich sein, das menschliche Bewusstsein in einem Artefakt nachzubilden. Aussage von Christof Koch.

Wie ich verstehe, ist die Zuordnung von KI, (siehe vorgängiger Beitrag Pansychismus Wikipedia) dass Christof Koch ein Panpsychist falsch. Er ist vermutlich ein «Analytischer Idealist», da er sich auf Bernardo Kastrup bezieht. Sicher ist er ein Verfechter der sogenannten integrierter Informationstheorie von Totoni, und er erklärt auch, wie diese Theorie zu verstehen ist. Das Thema KI mit seiner Problematik wird am Schluss des Gesprächs ebenfalls ausführlich angesprochen.


youTube-Links:

Philip Goff – ein kurzer Ausschnitt
10.09.2026 – 9 Minuten


https://www.youtube.com/watch?v=Fxb0PnXS8Pk

0:00 Argumente für den Panpsychismus
1:28 Ist alles bewusst?
3:17 Warum hat sich Bewusstsein entwickelt?
5:11 Die Brücke zwischen Wissenschaft und Spiritualität

Warum der Panpsychismus alles verändert, was Sie über unsere Existenz wissen | Phillip Goff
Kann die Hinwendung zum Panpsychismus Ihr mentales und spirituelles Wohlbefinden verbessern? Wir untersuchen, warum diese Perspektive zutreffen könnte. Die Philosophie des Geistes konzentriert sich oft auf komplexe neuronale Prozesse. Der Panpsychismus hingegen legt nahe, dass Bewusstsein in den fundamentalen Bausteinen des Universums existiert. Diese Sichtweise stellt unser gegenwärtiges Verständnis der Natur der Realität in Frage, indem sie postuliert, dass Erfahrung nicht auf biologisches Leben beschränkt ist. Diese Sichtweise kann eine tiefere Verbindung zu sich selbst und zur Welt fördern. Wir betrachten, wie dieser Perspektivenwechsel Ihr mentales Wohlbefinden unterstützt und über gängige Modelle hinausgeht, um einen tieferen Sinn im Leben zu finden.


Philip Goff
01.06.2023 - 35 Minuten

Philosophize This!
Mehr Infos: Website: https://www.philosophizethis.org/

https://www.youtube.com/live/Ff0MHbdokWg?t=372s

…Was, wenn alles Bewusstsein ist? – Panpsychismus – Philip Goff
Die heutige Wissenschaft erklärt lediglich wie sich die physischen Dinge verhalten, sie erklärt absolut nichts über das Wesen der Materie an sich. Sie sagt nicht was Materie ist, sondern was Materie tut. Panpsychisten denken, dass die physikalische Wissenschaft nicht alles über die physische Realität enthüllt, da sie auf einer rein quantitativen Methode basiert. Sie glauben wir müssen einen Weg finden, um das Bewusstsein in die Modelle zu integrieren. Der Weg dazu wäre sich das Bewusstsein als etwas Allgegenwärtiges anzunehmen, das der uns bekannten physischen Materie zugrunde liegt. Die Teilchen und Felder, die wir untersuchen, bestehen aus Bewusstsein. Sie sind Formen von Bewusstsein. Unsere eigene menschliche Subjektivität dürfen wir aber nicht auf die Definition dessen produzieren, was eine innere Erfahrung ausmacht. Die Subatomaren Teilchen hätten eine ganz andere Art von innerer Erfahrung. Der Panpsychismus hat das Potential unsere Welt zu einer besseren zu verändern, da wir durch ihn in einer Welt leben, in der alles aus Bewusstsein besteht. Das menschliche Bewusstsein ist nur eine hochentwickelte Version dessen, was Überall im Universum vor sich geht.

Das Kombinationproblem und die Frage «wie entsteht Bewusstsein?» ist damit nicht beantwortet.



Galen Strawson – Was ist Panpsychismus?
22.01.2025 – 9 Minuten – automatisch synchronisiert


https://www.youtube.com/watch?v=wmezP2CiirU

Panpsychismus ist die extreme Behauptung, dass alles in der physischen Welt – alle subatomaren Teilchen – in gewisser Weise „bewusst“ ist oder über eine Art „Protobewusstsein“ verfügt. Warum nehmen immer mehr führende Philosophen den Panpsychismus ernst? Irgendetwas muss im Gange sein. Könnte es Zweifel daran geben, dass das wissenschaftliche Projekt zur Erklärung des Bewusstseins gescheitert ist?

Galen John Strawson ist ein britischer analytischer Philosoph und Literaturkritiker, der sich hauptsächlich mit der Philosophie des Geistes, der Metaphysik, John Locke, David Hume, Immanuel Kant und Friedrich Nietzsche beschäftigt.


Galen Strawson – Panpsychismus: Argumente dafür und dagegen
05.10.2025 – 10 Minuten – automatisch synchronisiert


https://www.youtube.com/watch?v=Z6Hn9CUpjbU

Panpsychismus ist die Theorie, dass Bewusstsein irreduzibel ist und die Grundlage der Realität bildet. Zu den Formen des Panpsychismus gehören der Mikropsychismus, bei dem Elementarteilchen oder -Felder in gewisser Weise bewusst sind, und der Kosmopsychismus, bei dem das gesamte Universum in gewisser Weise bewusst ist. Welche Argumente sprechen für und gegen den Panpsychismus, wie beispielsweise das Kombinationsproblem?


Galen Strawson – Bewusstsein und tiefe Ontologie
18.10.2025 – 7 Minuten – automatisch synchronisiert


https://www.youtube.com/watch?v=N4dlc1VLDsQ

Welche Beziehung besteht zwischen Bewusstsein und der Natur der ultimativen Realität? Manche sagen, es gebe keine Beziehung; Bewusstsein sei ein spätes, kontingentes Produkt der biologischen Evolution. Andere wiederum meinen, Bewusstsein sei irreduzibel und fundamental, ob als Teil der ultimativen Realität oder als Ganzes. Ist es sinnvoll, Bewusstsein und Kosmos gemeinsam zu erforschen?


David Chalmers - Suche nach einer Theorie über das Bewusstsein
12.12.2025 17 Minuten
SoziPodcast (leider mit Werbespotunterbrüchen)


https://www.youtube.com/watch?v=1rNWX6bxLcc

In dieser Folge sprechen wir über David Chalmers’ Werk "Suche nach einer Theorie über das Bewusstsein" aus dem Jahr 1996 und wie er darin das Bewusstsein als grundlegendes, nicht reduzierbares Phänomen der Welt verteidigt. Wir beleuchten seine berühmte Unterscheidung zwischen dem „leichten“ und dem „harten Problem des Bewusstseins“ und diskutieren, warum rein physikalische Erklärungen nach Chalmers nicht ausreichen, um subjektive Erfahrung zu verstehen. Außerdem fragen wir, welche Rolle panpsychistische oder dualistische Ansätze in seiner Theorie spielen und weshalb Chalmers’ Argumente die moderne Philosophie des Geistes so nachhaltig geprägt haben.

David Chalmers
SRF Sternstunde Philosophie – Ein Gespräch von Barbara Bleisch mit David Chalmers
20.06.2019 1 Stunde – ohne Werbeunterbruch


https://www.srf.ch/play/tv/sternstunde-philosophie/video/bin-ich-mein-gehirn-david-chalmers?urn=urn:srf:video:aae51833-368f-40e1-8ca6-4c7b53851044

Bin ich mein Gehirn? - David Chalmers

Er ist ein hochdekorierter Philosophieprofessor und singt in einer Rockband. Er hat mit Bestnoten Mathematik studiert und glaubt an eine Art Beseelung der Welt. Und er hält die Frage nach dem Bewusstsein für das schwierigste Problem der Philosophie. Barbara Bleisch im Gespräch mit David Chalmers.

Wir alle haben ein grossartiges Kino im Kopf: Es passiert nonstop eine Menge, es gibt Farbe, Ton und sogar Geruch und Geschmack, wir können zurückspulen und uns erinnern und vorspulen und etwas planen. Das Beste daran: Wir erleben den Film. Die Frage ist nur: Was genau heisst das eigentlich? Ist das Ich, das den Film erlebt, Teil des Films – oder ausserhalb und etwas ganz anderes? Ist unser Bewusstsein letztlich nur ein Effekt einer grossartigen Filmmaschinerie, die wir Gehirn nennen? Physikalisten meinen tatsächlich, auch das Bewusstsein lasse sich rein naturwissenschaftlich erklären. Der australische Philosoph David Chalmers ist anderer Meinung. Für ihn ist die Frage nach dem Bewusstsein nach wie vor ungelöst. Barbara Bleisch im Gespräch mit einem der kreativsten Philosophen unserer Zeit.

Literatur: David J. Chalmers: «The Character of Consciousness (Philosophy of Mind)». Oxford University Press, 2010 David J. Chalmers (Herausgeber.): «Philosophy of Mind. Classical and Contemporary Readings». Oxford University Press, 2002

Die Version in Originalsprache finden Sie hier: https://youtu.be/LkLxuREOwok

Empfehlenswert – gibt einen guten Einblick in die Philosophie allgemein, den Idealismus und in die Panpsychologie, und geht auch auf KI ein. Die Wiedergabe dieses gut verständlichen, schönen Gesprächs ist werbefrei!


Christof Koch
1/3 I Christof Koch über Bewusstsein & Phi II Teil 1 von 3
02.10.2012 18 Minuten 14 Sekunden – ohne Werbeunterbruch


https://www.youtube.com/watch?v=6bSAe3ykw_o

Endet mit dem Tod das Bewusstsein, Christof Koch? | Sternstunde Philosophie SRF Kultur
Christof Koch ist wohl der bekannteste Hirnforscher zum Thema Bewusstsein. Er erklärt die Theorie des Psychiaters Guilio Tononi, nach der sich Bewusstsein quantifizieren und berechnen lässt. Am Ende des launigen Gesprächs steht die Quantenphysik.


Christof Koch
SRF Sternstunde Philosophie – ein Gespräch von Barbara Bleisch mit Christof Koch
15.12.2025 1 Stunde – ohne Werbeunterbrechungen


https://www.youtube.com/watch?v=K3mt2U-kwZI

Endet mit dem Tod das Bewusstsein, Christof Koch? | Sternstunde Philosophie SRF Kultur
Gibt es eine unsterbliche Seele? Und können Maschinen Bewusstsein haben? Solche Fragen treiben den renommierten Hirnforscher Christof Koch seit vielen Jahren um. Wie ein Selbst-Versuch mit Psychedelika seine wissenschaftliche Sicht verändert hat, erzählt er Barbara Bleisch.

Themen in dieser Folge:
00:00 Was haben Sie bei der Einnahme von 5-MeO-DMT erlebt?
20:56 Was ist Bewusstsein?
36:11 Was bleibt von uns nach dem Tod?
43:57 Warum können Maschinen kein Bewusstsein haben?

Das menschliche Gehirn besteht aus eineinhalb Kilo Wasser, Fett und Eiweiss. Wie erzeugt diese wabernde Masse inneres Erleben? Dass sich Dinge für Menschen wohlig oder beängstigend anfühlen, dass Musik sie berührt und sie betroffen reagieren, wenn jemandem Unrecht widerfährt? Der Erforschung dieser Frage hat der deutsch-amerikanische Neurowissenschaftler Christof Koch fast sein ganzes bisheriges Leben gewidmet. Für seine wissenschaftliche Arbeit ist er weltbekannt. Er, der als Katholik aufgewachsen ist und viele Jahre in der Kirche Halt fand, ist heute überzeugt: Eine unsterbliche Seele gibt es nicht. Nach einem Selbstversuch mit einer psychedelischen Substanz, die für ihn einer Nahtoderfahrung gleichkam, ist er sich aber auch sicher: Sterben ist nicht schlimm, und die Auflösung des eigenen Ichs gehört zum Schönsten, was Menschen erleben können.

Empfehlenswert: Bericht über Qualia, verschiedene Bewusstseinszustände
 

wirena

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Fortsetzung „kleine Geschichte der Philosophie“ mit Wikipedia
Panpsychismus

Integrierte Informationstheorie und Panpsychismus und CERN


Christof Koch und sein Verfechten der Integrierte Informationstheorie lässt mich nicht los, und so recherchierte ich im Internet was darüber zu finden ist.

Einige Zitate, dazu, die ich aus Wikipedia kopiere:

„Die Integrierte Informationstheorie, englisch Integrated Information Theory (IIT), schlägt ein mathematisches Modell für das Bewusstsein eines Systems vor. Sie umfasst ein Rahmenwerk, das erklären soll, warum bestimmte physikalische Systeme (wie etwa das menschliche Gehirn) bewusst sind. IIT versucht zu erklären, ob ein physikalisches System bewusst ist, in welchem Ausmaß und welche konkrete Erfahrung es hat – also warum es sich in bestimmten Zuständen auf eine bestimmte Weise anfühlt (z. B. warum unser Gesichtsfeld als ausgedehnt erscheint, wenn wir in den Nachthimmel blicken), und was nötig wäre, damit andere physikalische Systeme bewusst sein könnten (Sind andere Tiere bewusst? Könnte das ganze Universum bewusst sein?).

In IIT wird angenommen, dass das Bewusstsein eines Systems (wie es sich subjektiv anfühlt) durch seine kausalen Eigenschaften mathematisch beschreibbar ist (wie es objektiv ist). Daher sollte es möglich sein, das bewusste Erleben eines physikalischen Systems zu erklären, indem man seine vollständigen kausalen Wirkkräfte berechnet (entfaltet).

Beziehung zum „harten Problem des Bewusstseins «Der australische Philosoph David Chalmers hat argumentiert, dass jeder Versuch, Bewusstsein rein physikalisch zu erklären – also bei den derzeit formulierten Naturgesetzen anzusetzen und daraus die notwendige und unvermeidliche Existenz von Bewusstsein abzuleiten – letztlich auf das sogenannte „harte Problem“ stößt.

Aber anstatt von physikalischen Prinzipien auszugehen um beim Bewusstsein anzukommen, beginnt IIT mit dem Bewusstsein: Sie nimmt die Existenz unseres eigenen Bewusstseins als gesichert an und erschließt die Eigenschaften, die ein hypothetisches physikalisches Substrat besitzen müsste, um dieses bewusste Erleben zu ermöglichen.

Die Fähigkeit, diesen Schluss von der Phänomenologie zur Mechanik zu machen, beruht auf der zentralen Annahme der IIT: Wenn sich die formalen Eigenschaften einer bewussten Erfahrung vollständig durch ein zugrunde liegendes physikalisches System erklären lassen, dann müssen auch die Eigenschaften des physikalischen Systems durch die Eigenschaften der Erfahrung erklärt sein.

Welche Bedingungen ein physikalisches System erfüllen muss, damit Bewusstsein entstehen kann, ist ein offenes Forschungsfeld. Es ist möglich, dass Bewusstsein auf einem Kontinuum existiert, wie Studien mit Split-Brain-Patienten und mit wachen Patienten mit stark reduzierter Hirnmasse nahelegen.

Der Neurowissenschaftler Christof Koch, der an späteren Versionen der Theorie mitgewirkt hat, bezeichnete IIT als „die einzige wirklich vielversprechende fundamentale Theorie des Bewusstseins“.

Der Philosoph David Chalmers, bekannt für die Formulierung des harten Problems des Bewusstseins, hat Sympathie für IIT geäußert. Laut Chalmers stellt die Theorie eine Entwicklung in die richtige Richtung dar – unabhängig davon, ob sie letztlich korrekt ist.“ Zitatende



Ja, und damit komme ich schlussendlich zum Schluss, dass sich der Panpsychismus mit demselben Problem herumschlägt wie die CERN, das nach einem „Materienteilchen“ sucht. Denn, wie ich verstehe, geht auch die Integrierte Informationstheorie, wie der Panpsychismus davon aus, dass das Bewusstsein eine Art „Stoff“, „Substanz“ ist. CERN sucht ebenfalls nach einem Teilchen, das der physischen Materie zugrunde liegt. Bisher fand CERN aber nur die Bestätigung eines der Materie, der physischen Welt zugrundeliegenden Feldes (das sogenannte Higgs-Feld). Dies scheint mir die analoge Problemstellung zum Bewusstsein zu sein.

Und wer weiss, vielleicht ist der „Stoff“, die „Substanz“ des Bewusstsein, das von CERN gesuchten „Teilchen“. Respektive, das Bewusstsein ist das „Higgs-Feld" –
 
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wirena

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Fortsetzung „kleine Geschichte der Philosophie“ mit Wikipedia und youtube

Analytischer Idealismus

In Wikipedia ist nur unter Hinweis auf Bernardo Kastrup Folgendes zu finden, das ich hier einkopiere (Fettmarkierung und Anmerkungen kursiv von mir) Zitat:

„Bernardo Kastrup (* 21. Oktober 1974 in Niterói) ist ein niederländischer Philosoph und Computeringenieur.

Leben
Kastrup hat in Philosophie (Fachgebiet Philosophie des Geistes und Ontologie) und in Computeringenieurwesen (Fachgebiet Reconfigurable Computing und Künstliche Intelligenz) promoviert. Kastrup ist leitender Direktor der Essentia Foundation, die sich aus der Perspektive verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen kritisch mit dem Materialismus beschäftigt und alternativen Theorien eine Plattform bietet.[2]

Philosophie
Kastrup vertritt einen gegen den Physikalismus gerichteten Analytischen Idealismus. Er hat den Anspruch, die Erkenntnisse der Analytischen Philosophie und der Naturwissenschaften mit der klassischen Metaphysik zu verbinden. Im Zentrum steht dabei die idealistische Theorie, dass alles Seiende substantiell Bewusstsein sei. Mit dieser Theorie stellt sich Kastrup in die Tradition des idealistischen Essentialismus von George Berkeley und Karl Christian Friedrich Krause.

Werke (Auswahl)
  • Rationalist Spirituality. Iff Books, 2011.
  • Dreamed up Reality. Iff Books, 2011.
  • Meaning in Absurdity. Iff Books, 2012.
  • Why Materialism Is Baloney. Iff Books, 2014.
  • Brief Peeks Beyond. Iff Books, 2015.
  • More Than Allegory. Iff Books, 2016.
  • The Idea of the World. Iff Books, 2019.
  • Analytic Idealism: A consciousness-only ontology. Dissertation, Radboud University Nijmegen, 2019. (Digitalisat)
  • Decoding Schopenhauer’s Metaphysics. Iff Books, 2020.
  • Decoding Jung’s Metaphysics. Iff Books, 2021.
  • Science Ideated. Iff Books, 2021.
  • Conception of Human Being in Analytical Idealism. How Human and Cosmos are Interlinked Through Consciousness. In: Human affairs 33, 2023, Nr. 2, S. 224–236.
  • Analytic Idealism in a Nutshell. Iff Books, 2024.
  • The Daimon and the Soul of the West. Iff Books, 2025.
  • Website von Bernardo Kastrup
  • Verlagswebseite von Iff Books mit Autorenportrait
Diese Seite wurde zuletzt am 6. September 2025 um 20:05 Uhr bearbeitet» Zitatendee

einkopierte Übersicht mit KI:
Der analytische Idealismus ist eine metaphysische Position – vor allem vertreten durch den Philosophen Bernardo Kastrup –, die besagt, dass die fundamentale Realität nicht aus unabhängiger Materie, sondern aus Bewusstsein bzw. mentalen Prozessen besteht.

Kernideen
  • Substanz Bewusstsein: Alles Seiende ist im Kern Bewusstsein. Was wir als physische Materie wahrnehmen, ist lediglich die äußere Erscheinungsform oder Repräsentation von mentalen Vorgängen.
  • Kritik am Physikalismus: Die Theorie wendet sich gegen den Materialismus/Physikalismus, wonach das Bewusstsein ein Nebenprodukt von toter Materie sei.
  • Dissoziation: Individuelle Bewusstseine (wie das eines Menschen) werden als dissoziierte (abgespaltene) Teilbereiche eines kosmischen oder universellen Geistes verstanden.
  • Verbindung zur analytischen Philosophie: Sie versucht, idealistische Grundgedanken (in der Tradition von George Berkeley) mit Methoden der modernen analytischen Philosophie und den Erkenntnissen der Naturwissenschaften zu verknüpfen.

und was Analytische Philosophie ist, kurz die Einleitung aus Wikipedia dazu einkopiert:

Zitat:
„Analytische Philosophie
ist eine Sammelbezeichnung für bestimmte philosophische Ansätze, die seit Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelt wurden. Diese Ansätze stehen in einer Tradition, die zunächst hauptsächlich mit idealen Sprachen (formalen Logiken) oder durch Analyse der gebräuchlichen Alltagssprache operierte. Anfangs standen viele schulbildende Vertreter dem Logischen Empirismus (Wiener Kreis u. a.) nahe. Dort herrschte eine Skepsis gegenüber metaphysischen Begriffen vor. Spätestens seit Mitte des 20. Jahrhunderts finden analytische Instrumentarien zunehmend in sämtlichen Disziplinen der Philosophie Anwendung. Eine Abgrenzung zu kontinentalen Ansätzen (Kontinentalphilosophie) ist bezüglich theoretischer Vorannahmen größtenteils unmöglich geworden. Auch bezüglich methodischer Vorgehensweisen sind genaue Abgrenzungen vielfach umstritten.“ Zitatende

dann noch weiterführend die Definition von Idealismus laut Wikipedia ebenfalls die Einleitung davon aus Wikipedia einkopiert:

Zitat:
Idealismus
(abgeleitet von griechisch ἰδέα „Idee“, „Urbild“) bezeichnet in der Philosophie die Grundposition, nach der die gesamte Realität auf Bestimmungen des Geistes zurückzuführen ist, unabhängig davon, ob es sich um Ideen, Anschauungen oder eher subjektive Bestimmungen wie „Sinneserfahrungen“ oder Gefühle handelt. Der philosophische Idealismus ist eine theoretische Position über das Wesen der Welt (Ontologie) und des Wissens (Erkenntnistheorie). Der Begriff „Idealismus“ wird semantisch vielfältig verwendet, zu Beginn des 18. Jh. grenzte er sich ab gegenüber dem Materialismus, dem Realismus und dem Empirismus. Philosophischer Idealismus ist nicht mit ethischem Idealismus gleichzusetzen, d. h. dem Streben nach einem ethischen Ideal in Bezug auf die Gesellschaft.[2] Im alltäglichen Sprachgebrauch kann „Idealismus“ auch eine altruistische, selbstlose Haltung bezeichnen.

Man unterscheidet für gewöhnlich zwischen ontologischem Idealismus und erkenntnistheoretischem Idealismus. Der erste wendet sich gegen den Materialismus, der behauptet, dass nur Materie existiere. Der zweite steht im Gegensatz zum naiven Realismus, der behauptet, dass die Welt so existiert, wie sie sich uns darstellt. Während der ontologische Idealismus historisch den „objektiven Idealismus“ umfasst, für den die „objektive“ Welt spiritueller (Spiritualismus) oder intellektueller (Intellektualismus) Natur ist, bildet der erkenntnistheoretische Idealismus die Grundlage des „subjektiven Idealismus“, für den die Welt durch unsere Anschauungen von ihr geformt ist.

Sehr unterschiedliche Philosophen wurden als idealistisch bezeichnet, darunter Platon, Berkeley, Kant, Fichte, Schelling und Hegel. Ihnen ist gemeinsam, dass sie die Bedeutung des Begriffs der Idee unterstreichen, obwohl sie sich in der konkreten Bedeutung voneinander unterscheiden. Leibniz ist in Deutschland der erste Philosoph, der zu Beginn des 18. Jahrhunderts das Erbe des Idealismus für sich beanspruchte, über das er hinauszugehen behauptet. Er führe den Begriff des Idealismus zunächst zu didaktischen Zwecken ein, um die platonische Ideenlehre dem Materialismus von Epikur gegenüberzustellen. Immanuel Kant ist der erste Philosoph, der sein Denken als Idealismus bezeichnet und begründet damit die Tradition des Deutschen Idealismus.“ Zitatende

Videos zum Analytischen Idealismus - youtube:

Bernardo Kastrup
Analytischer Idealismus erklärt | Dr. Bernardo Kastrup

Essentia Foundation
27.11.2022 – 22 Minuten – automatisch synchronisiert – leider mit Werbeunterbrüchen
Meine Anmerkungen füge ich kursiv ein.

https://www.youtube.com/watch?v=P-rXm7Uk9Ys

Teil 4 des gemeinsamen Kurses der Essentia Foundation und der Keytoe Academy zum Thema analytischer Idealismus und seine Auswirkungen.

Stichworte dazu:
Das Leben ist ein dissoziativer Prozess im Feld der Subjektivität der unserer Natur zugrunde liegt.

Was wir Biologie nennen, was wir Lebensstoffwechsel nennen, das entspricht dem, was wie eine Dissoziation im Geist der Natur aussieht. Wir befinden uns im Geist der Natur. Wir sind eingefügt, wir sind Teile des Geistes der Natur.

Die Gehirnaktivität ist das Bild des Phänomens nicht der Generator des Phänomens. Es ist ein Abbild des Phänomens. Das Bild eines Phänomens muss nicht vollständig sein. Es muss nicht alles sagen, was es über das Phänomen zu sagen gibt. Aber eine Ursache dafür. Wenn das Phänomen eine Ursache hat, dann sollten sie in der Lage sein, alles, was es über das Phänomen zu sagen gibt, aus seiner Ursache abzuleiten.

Bernardo Kastrup behauptet, dass Erfahrung in den meisten Fällen mit Gehirnaktivität korreliert, weil das eine so aussieht wie das andere. Nicht weil das eine Ursache von Erfahrung ist, sondern weil Gehirnaktivität das ist, wie Erfahrung aussieht. Mehr Erfahrung bedeutet meistens mehr Gehirnaktivität.

Leben ist das wie Dissaziation aussieht und der Tod ist das Ende der Dissaziation.




Ist die Realität grundlegend mental? | Bernardo Kastrup

15.08.2026 – 8 Minuten 36 Sekunden - automatisch synchronisiert

https://www.youtube.com/watch?v=l7Y1BcdO0cw

Was wäre, wenn die physische Welt gar nicht fundamental wäre? Bernardo Kastrup argumentiert, dass die Realität unabhängig von uns existiert, aber fundamental aus mentalen Zuständen und nicht aus physischer Materie besteht. Damit plädiert er für den analytischen Idealismus und gegen den Materialismus.

0:00 Was ist analytischer Idealismus?
1:51 Warum Kastrup den Materialismus ablehnt
3:10 Ist der Materialismus noch zeitgemäß?
5:00 Warum der Idealismus sparsamer ist
6:54 Analytischer Idealismus vs. Traditioneller Idealismus
7:46 Existiert eine Außenwelt noch?

Bernardo Kastrup ist ein niederländischer Philosoph und Informatiker. Seine Arbeit konzentriert sich auf Bewusstseinsforschung und den analytischen Idealismus, eine Form des metaphysischen Idealismus, die innerhalb der analytischen Tradition entwickelt wurde. Er hinterfragt den Physikalismus und argumentiert, dass das Bewusstsein die Grundlage der Realität bildet.

Mehr von Bernardo Kastrup auf Closer To Truth: Bernardo Kastrup | Näher an der Wahrheit: • Bernardo Kastrup | Closer To Truth

Bernardo Kastrup – Panpsychismus: Argumentation für und gegen
07.04.2025 – 10 Minuten – automatisch synchronisiert

https://www.youtube.com/watch?v=zcqKRJvM0Ng

Panpsychismus ist die Theorie, dass Bewusstsein irreduzibel ist und die Grundlage der Realität bildet. Zu den Formen des Panpsychismus gehören der „Mikropsychismus“, bei dem Elementarteilchen oder -felder in gewisser Weise bewusst sind, und der „Kosmopsychismus“, bei dem das gesamte Universum in gewisser Weise bewusst ist. Welche Argumente sprechen für und gegen den Panpsychismus, wie beispielsweise das „Kombinationsproblem“?

Bernardo Kastrup ist ein in Brasilien geborener niederländischer Philosoph und Informatiker, der vor allem für seine Arbeit im Bereich der Bewusstseinsforschung bekannt ist, insbesondere für seine Entwicklung des analytischen Idealismus, einer Form des metaphysischen Idealismus, die in der Tradition der analytischen Philosophie wurzelt.

Ein Streitgespräch - Stichworte dazu:
Der Panpsychismus erklärt, reduziert nicht, sondern fügt den Gegebenheiten der Natur lediglich weiteres Material hinzu.

Der Analytische Idealismus sagt:
Es gibt nur ein Feld der Subjektivität und die Dissoziation erklärt die Grenzen.

Die Struktur des Bewusstseins ist nicht die Struktur der physischen Welt.


Die physische Welt ist eine Erscheinung, sie ist nicht das Ding an sich.

Dem Bewusstsein der Subjektivität die Struktur der Welt zuzuschreiben, wäre also so, als würde man dem Himmel die Struktur des Armaturenbretts eines Flugzeuges zuzuschreiben. Das ergibt keinen Sinn.



Und schlussendlich noch folgendes Video das ich bereits hier in Fragmente erwähnt und mit Stichworten zusammengefasst habe. Siehe meinen Beitrag vom 25.06.2026


Materialismus ist Quatsch“ | „Ins Thema gezoomt“ mit Bernardo Kastrup
06.06.2024 – 43 Minuten


https://www.youtube.com/watch?v=AzIpfwAOLoc

Thanatos TV
Die heutige Naturwissenschaft ist naturalistisch-materialistisch geprägt. Sie geht einerseits davon aus, dass es über die Natur hinaus nichts gibt, dass „Übernatürliches“ also nicht besteht. Und andererseits wird die Natur im Wesentlichen als die materielle, mit den fünf Sinnen erfahrbare Welt betrachtet. Der niederländische Naturwissenschaftler und Philosoph Bernardo Kastrup ist ebenfalls ein „Naturalist" – aber er meint, dass das Wesen der Natur Bewusstsein ist. Demnach ist Bewusstsein kein Nebenprodukt des Gehirns, wie allgemein vermutet wird, sondern es liegt von vornherein allem zugrunde und erlischt daher auch nicht mit dem körperlichen Tod. Bernardo Kastrup ist einer der wichtigsten Vertreter des philosophischen Idealismus. Eines seiner viel diskutierten Bücher trägt den Titel „Warum Materialismus Quatsch ist“ ("Why Materialism is Baloney"). Reto Eberhard Rast ist Arzt und Sterbeforscher in der Schweiz. Er hat mit Bernardo Kastrup für „Thanatos TV“ über seine Weltanschauung gesprochen.

Inhaltsübersicht:
00:00:00 Einführung
00:01:10 Warum Materialismus Quatsch ist
00:15:10 Das Gehirn und die Evolution des Bewusstseins
00:21:10 Was geschieht beim Tod mit dem Bewusstsein?
00:23:15 Nahtoderfahrungen und andere Phänomene in Todesnähe
00:30:08 Das Erleben von Liebe
00:32:58 Das Erleben von Leid
00:37:37 Gibt es eine höhere Instanz – Gott? Zum Nachlesen: Schriftliche Interviewfassung: https://thanatos.tv/welches-gewicht-i... Überblick zu Bernardo Kastrups Philosophie: https://thanatos.tv/bewusstsein-ist-d...


Mein Fazit:
Der Analytische Idealismus lässt m.M.n. wie der Panpsychismus die Schlussfolgerung zu, dass alles in irgendeiner Form Bewusstsein ist, und das sich das Universum im Menschen erkennt, Erfahrungen sammelt und weiterentwickelt.

Mir scheint, ob sich jemand mehr zum Panpsychismus oder zum Analytischen Idealismus hingezogen fühlt, ist eine persönliche, subjektive – ja, ich würde sagen beinahe eine „Glaubensfrage“. Beweisen lassen sich beide Ansichten, soviel ich verstehe nicht.

Für mich persönlich ist es bereichernd, dass sich mit beiden philosophischen Strömungen meine früher gestellte Frage nach einem Bewusstsein ausserhalb des Gehirns beantwortet lässt. Siehe Beitrag hier vom 19.12.2023, Zitat:

«Geistgedanken

Am Beispiel der Augen ahne ich die Möglichkeit eines Nachweises, dass der Geist/die Gedanken nicht vom Gehirn produziert, sondern lediglich eingefangen werden.

Versuch einer Erklärung:
Das Organ Auge ist so ausgestattet, dass es Dinge sehen kann. Das erfolgt dadurch, dass Reize in Nervenbahnen (Sehnerv) an das Gehirn weitergeleitet werden. Im Gehirn selbst entsteht ein Bild (Spiegelbild), das vom Bewusstsein wahrgenommen, verarbeitet, eingeordnet wird. Das Ding an sich wird nicht vom Auge erschaffen, ist ausserhalb diesem.

Anhand diesem Vorgang leite ich ab, dass „eine Gedankenmasse“ in sprachloser Geistesform bereits vorhanden, und das Gehirn lediglich das Instrument dafür ist, damit sich diese Geistesform im Individuum selbst erkennen, spiegeln und Erfahrungen sammeln kann.

15.01.2011, auch heute noch – 19.12.2023» Zitatende



Zurzeit tendiere ich dazu, mich als Analytische Idealistin zu bezeichnen. Seit langem erlebe ich mich als ein Teil von einem allumfassenden Leben, das Alles ist und aus dem Alles ist.

Metaphern dafür, die ich hier in Fragmente veröffentlicht habe: „ich erlebe, dass ich ein Wassertropfen, Form, Gestalt, Erscheinung des Wassers bin, und als solcher mich im Wasser auflösen werde“, siehe meinen Beitrag vom 17.12.2023 Zitat:

Eine etwas andere Weihnachtsgeschichte

Es regnet und regnet und dennoch scheint irgendwo die Sonne. Ein Regenbogen spannt sich über die Landschaft. Ein Regentropfen leuchtet wie viele andere seiner Artsgenossen in vielfältigen Farben und freut sich am Sein. Seine Freude teilt er mit den freudig leuchtenden Kinderaugen, die nach den beschäftigten Eltern rufen, damit auch diese sich am Regenbogen erfreuen können. Der Regentropfen fällt und fällt bis er auf die Oberfläche des Sees aufprallt. Diese kräuselt sich und eine kleine Welle entsteht. Der Regentropfen taucht ein, wird ein Teil des Sees. Seine Freude nimmt er beim Eintauchen mit – so hoffe ich doch –" Zitatende

und Beitrag vom 21.09.2024 Zitat:

«Das Ich gleicht einem Regentropfen, der am Ende seiner Reise ins Meer fällt und seine Form, seine Gestalt verliert, nur noch Wasser ist, das neue Form, Gestalt annimmt – Wolken, Pflanzen, Tiere, Menschen sind Wassergestalten –

Das Ich erkennt sich selbst, als eine mögliche Gestalt des Wassers. Als Selbst erkennt es sich in allen andern Wassergestalten wieder» Zitatende



Obwohl, der Gedanke, dass z.B. die Beschaffenheit eines Elektrons, eines Neutrons nichts anderes als Bewusstseins ist, es sozusagen *Geistmaterie» wie es Raumzeit gibt, fühlt sich für mich auch gut an, und ist für mich sehr gut nachvollziehbar.

Nun, die Forschung, die Entwicklung geht weiter, und so stellen sich mir weiterhin Fragen, für die ich Antworten suchen werde. Denke da vor allem an KI.

Was bleibt, ist, wie am 19.06.2026 hier geschrieben, dass ich mir Heimat bin.
 
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wirena

Mitglied
Da weder Panpsychismus noch Analytischer Idealismus erklären können, wie Leben, Dank dem wir Menschen das Bewusstsein wahrnehmen können, entstehen kann, mich aber diese Frage genauso brennend interessiert, wie die mannigfaltigen Fragen zur Entwicklung der KI, wohin diese uns führen wird, verfolgte ich heute die TV-Ausstrahlung «Terra X Wunderwelt der Chemie – Elemente des Lebens». Diese Sendung ist so fundiert dokumentiert, inklusive Einblicke in die heutigen Laboratorien, die es mit CERN aufnehmen können, dass ich den Link, mit der dazugehörigen Beschreibung, hier veröffentlichen und empfehlen möchte:

Terra X Wunderwelt Chemie – die Elemente des Lebens

TV zdf_neo HD vom 17.10.2026 – 44 Minuten

https://www.zdf.de/video/dokus/terr...lemente-des-lebens-mit-mai-thi-nguyen-kim-100

Sie zu dechiffrieren ist bis heute ein wissenschaftliches Abenteuer. In den 1950er Jahren knackten zwei "Nerds" den Code des Lebens: Francis Crick und James Watson. Ihnen gelang es, die dreidimensionale Struktur der DNA-Doppelhelix und damit den Kopiermechanismus des Lebens zu entschlüsseln.

"Sollten wir irgendwann verstehen, was genau es braucht, damit aus leblosen Chemie-Bausteinen Leben entsteht, können wir vielleicht auch beantworten, WIE verrückt es ist, dass wir auf dieser Erde atmen und leben." (Dr. Mai Thi Nguyen-Kim)

Relevante Methode für maßgeschneiderte Medikamente

Der entscheidende Hinweis allerdings kam von der heute weniger bekannten Biochemikerin Rosalind Franklin. Wie keine andere beherrschte sie die Röntgenkristallographie, mit der komplexe Moleküle durchleuchtet und ihre Strukturen bestimmt werden können. Bis heute ist die Methode relevant, zum Beispiel um die Struktur von Proteinen zu bestimmen, mit denen Corona-Viren an menschliche Zellen andocken. Wichtige Erkenntnisse, um neue maßgeschneiderte Medikamente zu entwickeln.

"Ist es nur eine Frage der richtigen physikalischen Bedingungen? Dann können wir davon ausgehen, dass es irgendwo da draußen noch mehr Leben gibt. Oder ist das, was hier auf der Erde geschah, ein wahnsinniger Zufall? Ein wahnsinniges Glück?" (Dr. Mai Thi Nguyen-Kim)

Wir wissen heute unglaublich viel darüber, wie die molekularen Maschinen im menschlichen Körper funktionieren. Doch wie ist das alles entstanden? Die Elemente des Lebens finden sich überall im Universum. Alles, was auf der Erde existiert, stammt aus Sternenstaub. Welche Kette von Zufällen aber hat dazu geführt, dass sich ausgerechnet hier aus chemischen Bausteinen Leben entwickeln konnte?

Die "Ursuppe des Lebens"

Im Jahr 1953 versuchten Wissenschaftler die Schöpfung im Labor zu simulieren und die chemische Evolution in Gang zu setzen. Das Experiment von Harold Urey und Stanley Miller wurde weltbekannt. Zwar entstanden in ihrer "Ursuppe des Lebens" einfache Aminosäuren. Doch die Kernfrage blieb: Wie konnten komplexe Moleküle wie DNA und erste Zellen entstehen? Ein interdisziplinäres Team von Forschenden ist jetzt dabei, den Ursprung des Lebens im Labor zu entschlüsseln – mit erstaunlichen Ergebnissen.

Sendungsinformationen

Wunderwelt Chemie - Die Elemente des Lebens

Erstausstrahlung ZDF am 24. Oktober 2021, 19:30 Uhr

Film von Luise Wagner

Redaktion TV Friederike Haedecke, Judith Beyermann, Peter Arens
Redaktion Online Michael Büsselberg

Weitere Folgen
Wunderwelt Chemie - Die Bausteine der Natur
Wunderwelt Chemie - Die Magie der Verwandlung

Bei "ZDF goes Schule" stehen für den Unterricht geeignete Formate, Beiträge mit Creative-Commons-Rechten (OER) sowie für ausgewählte Terra-X-Folgen, Unterrichtsmaterialien zum Download zur Verfügung.

schule.zdf.de
 

wirena

Mitglied
Durch meine Recherchen im Internet komme ich aus sogenanntem Zufall, ich erlebe in solchen Augenblicken einfach nur, dass das Leben lebt, und ich im Fluss des Lebens bin, auf Sibylle Anderl, Astrophysikerin und Philosophin, die ich bereits aus TV-Podiumsgesprächen kenne und erfahre, dass sie ein Buch geschrieben hat mit dem Titel «Bequeme neue Welt», und dass SRF Sternstunde Philosophie ein Gespräch mit ihr ausstrahlen wird. Sibylle Anderl ist mir bereits in Podiumsgesprächen kompetent, positiv und sympathisch aufgefallen, daher entschliesse ich mich, sie hier als eine weitere Philosophin meiner «kleinen Geschichte der Philosophie» mit Empfehlung vorzustellen und einzufügen;

Fortsetzung „kleine Geschichte der Philosophie“ mit Wikipedia und youtube
Sibylle Stefanie Anderl


Aus Wikipedia einkopiert:
«Sibylle Stefanie Anderl (* 29. November 1981 in Oldenburg (Oldb.)) ist eine deutsche Wissenschaftsjournalistin, Publizistin, Astrophysikerin und Philosophin.

Leben und Wirken
Sibylle Anderl wuchs als Tochter eines Fachhochschuldozenten in Norddeutschland auf. Die Mutter arbeitete als Psychiaterin. Nach ihrem im Jahr 2000 an der Liebfrauenschule Oldenburg bestandenen Abitur mit den Leistungskursen Mathematik und Bildende Kunst nahm sie in Berlin ein Doppelstudium auf. Sie studierte am Zentrum für Astronomie und Astrophysik (ZAA) der Technischen Universität Berlin Physik und am Institut für Philosophie, Wissenschafts- und Technikgeschichte Philosophie auf Diplom und Magister mit Abschlussarbeiten in den Bereichen Astrophysik und Philosophie des Geistes. Neben ihrem Studium illustrierte sie gesundheitspädagogische Schriften für Kinder.

Für ihre Doktorarbeit wechselte sie zum Argelander-Institut für Astronomie (AIfA) der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn zu Frank Bertoldi. 2013 wurde sie im Fach Astrophysik über Stoßwellen im interstellaren Medium promoviert. Bereits während ihres Studiums besuchte sie das chilenische Paranal-Observatorium, das von der Europäischen Südsternwarte betrieben wird.

Von 2013 bis 2016 forschte Anderl als Postdoc am Institut de Planétologie et d’Astrophysique de Grenoble (IPAG) zu den Themen Sternentstehung und Astrochemie. Sie arbeitete am Plateau de Bure Interferometer (heute Noema) und beobachtete im Rahmen des CALYPSO-Projekts (Continuum And Lines in Young Proto Stellar Objects) mit einer Forschergruppe die molekulare Strahlung um IRAM 04191, einem bekannten Protostern der Klasse 0. Dem Institut gehört sie nach wie vor als Gastwissenschaftlerin an. Im Wintersemester 2018 lehrte sie an der Universität der Künste Berlin und im WS 2019 am Munich Center for Mathematical Philosophy der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Sie lebt in Frankfurt am Main.

Wissenschaftsjournalismus
Ab 2010 war Anderl als freie Mitarbeiterin für die Frankfurter Allgemeine Zeitung im Ressort Natur und Wissenschaft tätig. Ab 2017 arbeitete sie dort als Redakteurin und von Dezember 2021 bis Ende 2023 als Ressortleiterin. 2020/2021 erklärte sie, zusammen mit ihrem Redaktionskollegen Joachim Müller-Jung, unter anderem das Phänomen des Coronavirus. Anderls Redaktionskürzel in der FAZ war sian. Sie moderierte auch den Podcast F.A.Z.-Wissen, gemeinsam mit Joachim Müller-Jung. Ende September 2023 gab die Zeit-Verlagsgruppe bekannt, dass Anderl zum 1. Januar 2024 als Co-Ressortleiterin Wissen zur Zeit wechselt.

Anderl ist häufiger Gast und Moderatorin in Wissenschaftssendungen und auf Podien. Für den Kanal ARD alpha des Bayerischen Rundfunks interviewte sie in der Sendereihe Anderl trifft Nobelpreisträger Nobelpreisträger unter anderem aus dem Bereich der Physik. In fünf Teilen beleuchtete sie 2019 die Geschichte der Mondforschung. Sie moderiert dort das monatliche Magazin Space Night science.

Seit Herbst 2021 ist Anderl – neben Armin Nassehi und Peter Felixberger – Mitherausgeberin der Kulturzeitschrift Kursbuch. Sie „soll vor allem relevante Erkenntnisse aus den Natur- und Lebenswissenschaften integrieren und dem Kursbuch so zu einer noch größeren Perspektivenvielfalt verhelfen.

Weblinks
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Hier nun 4 Links aus youtube, die ich empfehlen möchte. Meiner Meinung nach, lohnt es sich dafür die Zeit zu nehmen, wenn man an diesen Themen interessiert ist.


Video Sternstunde Philosophie – Bequeme neue Welt
vom 17.10.2026 – 1 Stunde

Ein Gespräch mit Sibylle Anderl von SRF Kultur Michael Räber


https://www.srf.ch/play/tv/sternstunde-philosophie/video/bequeme-neue-welt-verlernen-wir-das-menschsein?urn=urn:srf:video:15cba458-f768-4b14-be58-0cef39863c3b

Bequeme neue Welt: Verlernen wir das Menschsein?

Apps organisieren unseren Alltag, Algorithmen treffen eine Vorauswahl, KI übernimmt das Denken. Das spart Zeit und Mühe. Philosophin und Astrophysikerin Sibylle Anderl fragt, was wir verlieren, wenn wir uns immer mehr abnehmen lassen, und was es braucht für ein gutes, selbstbestimmtes Leben.

Lieferdienste bringen uns das Essen, Spotify kennt unseren Musikgeschmack und KI formuliert unsere Texte. Das Leben wird bequemer, doch der Preis dafür könnte hoch sein. Denn wer nicht mehr selbst kocht, repariert, entscheidet oder denkt, verliert womöglich nicht nur Fähigkeiten, sondern auch Selbstvertrauen, Urteilskraft und Freiheit. In ihrem Buch «Bequeme neue Welt» fragt die Philosophin und Astrophysikerin Sibylle Anderl, wann hilfreiche Entlastung in Abhängigkeit und Entmündigung kippt. Warum ist es wichtig, Dinge selbst zu können? Was geschieht mit unserem Denken, wenn KI uns fertige Antworten liefert? Und was fehlt, wenn selbst menschliche Nähe durch ein stets verständnisvolles digitales Gegenüber ersetzt wird? Im Gespräch mit dem neuen «Sternstunden»-Moderator Michael Räber spricht sie über Bequemlichkeit und Selbstbestimmung, die Verlockungen künstlicher Intelligenz, das Staunen über den Kosmos und die Frage, was ein gutes Leben ausmacht.

Stichwort, teilweise mit meinen persönlichen Bemerkungen dazu, die mir aufgefallen sind:

Es ist wichtig, das Schreiben nicht abzugeben. Mit dem Schreiben der eigenen Texte wird auch das Denken sortiert.

Die Nutzung der Möglichkeit für Bequemlichkeit leitet uns in eine Richtung. Bequemlichkeit kann ausgenutzt werden.

Bequemlichkeit verleitet zu spontanen Handlungen, und die langfristigen Folgen, die genau so wichtig anzusehen sind, werden nicht berücksichtig.

Kritisches Reflektieren und Nachdenken ist anstrengend. Dies ist in unserem Gehirn bereits schon so angelegt.

Das Thema «smart watch» wird angesprochen, mit seinen positiven und negativen Seiten. Ich musste im Internet recherchieren, was das überhaupt ist. Schön, bereits wieder eine Bildungslücke geschlossen. Wichtig scheint mir, dass realisiert wird, dass die Urteilskraft, das Fingerspitzengefühl verloren geht, wenn diese an die smart watch abgegeben wird.

Es ist wichtig, dass wir uns fragen, was uns wichtig ist, wie wir in der Welt stehen.

D.h. ich muss mich fragen, in welcher Welt ich persönlich leben will. In «meiner kleinen Welt» habe ich Entscheidungsfreiheit. Ich kann mir eine smart watch anschaffen oder auch nicht, und ich kann für mich entscheiden, ob ich den Taschenrechner benützen will oder nicht, wenn ich meine monatlichen Zahlungen vorbereite.-

Den Hang zur Bequemlichkeit ist eine Folge, eine Reaktion auf unsere Überforderung, auf unsere hektische Leistungsgesellschaft, auf unsere Selbstoptimierungsgesellschaft. Dies ist keine «Faulheit». Es ist eigentlich eine Selbstvergessenheit. Wenn Faulheit, dann ist es Denkfaulheit.

Die Frage stellt sich, weshalb die Angebote für Bequemlichkeit uns nicht entspannt und zufrieden machen.

Michael Räber fragt Sibylle Anderl wie sie als Astrophysikerin zur Frage der Bequemlichkeit kommt. Sie erwähnt, dass wissenschaftliches Forschen eine sehr unbequeme Tätigkeit mit vielen Enttäuschungen ist, und dass der Blick zu den Sternen zur Philosophie führt, zu den Fragen, was eigentlich unsere Existenz ausmacht.

Selbermachen, Lernen, obwohl es an KI delegiert werden könnte, ist anstrengend, schenkt aber ein Glückgefühl. Selbermachen fördert auch das Verständnis und erzeugt eine ganz andere Aufmerksamkeit, Beziehung zu uns, und der Welt gegenüber.

Unsere Gesellschaft ist algorithmisch geprägt, arbeitet Regeln ab, auch unter dem Einfluss von KI. Die menschliche Fähigkeit der Urteilskraft, das Fingerspitzengefühl muss trainiert werden, sonst geht sie verloren.

Selberdenken: die Gehirnaktivitäten im Gehirn sind ganz anders, viel tiefer, wenn ich selber, ohne KI unterstützt denke, als wenn ich KI benütze.

Positiv ist, dass wir mit KI personifizierte lernen können.

KI ist ein wunderbares Werkzeug, das mit grossen Gefahren kommt. Unsere Bequemlichkeit ist dabei eine Schlüsselkomponente, ob KI für uns eine günstige Lösung liefert, oder ob es in eine schwierige, gefährliche Richtung geht.

KI-Thema wird ausführlich mit Beispielen besprochen: KI als Gesprächspartner, Ratgeber, auch auf romantischer Beziehungsebene, bis hin zur Hochzeit mit KI, inkl. politischer Folgen und dem Nudging. (Nudging = Lenkung zu einer Handlung, versteckte Manipulation)

Wir leben heute in einer Zeit, in der auf der politischen Sphäre eine extreme Machtübertragung in eine unternehmerische, wirtschaftliche Sphäre stattfindet. Wir als Nutzer tragen dazu bei.

Ein gutes, menschliches Leben ist ein Leben mit Höhen und Tiefen, im vollen Spektrum, was einem das Leben zu bieten hat.


Ein gutes Leben ist, dem Leben Aufmerksamkeit zu schenken, Aufmerksamkeit für die Welt, um uns herum, für andere Menschen; d.h. sich hin und wieder zurück zu nehmen, um dieser Aufmerksamkeit, den Raum zu geben, den sie auch verdient.

Gutes Leben ist Aufmerksamsein und Staunen können.

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Was ist Zeit? – ein Gespräch mit Sibylle Anderl von Andreas Bönte
Vom 02.06.2025 ∙
Nachtlinie ∙ BR – 29 Minuten
Video verfügbar bis 06.10.2027

https://www.ardmediathek.de/video/nachtlinie/was-ist-zeit/br/Y3JpZDovL2JyLmRlL2Jyb2FkY2FzdC9GMjAxOVdPMDEwNjYwQTA

Ob wir sie haben oder nicht: Zeit bestimmt unser Leben. Mit der Astrophysikerin, Philosophin und Wissenschaftsjournalistin Dr. Sibylle Anderl spürt Andreas Bönte in der "nachtlinie" dem Geheimnis und Wesen der Zeit aus verschiedenen Perspektiven nach. "Die Frage, was Zeit ist, ist schwierig zu beantworten", sagt Sibylle Anderl. Denn das Phänomen Zeit hat viele Facetten. Aus physikalischer Sicht ist Zeit nach Albert Einstein zunächst einmal das, was man an der Uhr abliest. Doch manche Uhren ticken anders als andere – abhängig davon, wo sie sich befinden, und ob sie sich relativ zum Beobachter bewegen oder nicht. Zeit und Raum, das hat Einstein bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts entdeckt, hängen also zusammen. Auch subjektiv gesehen, ist die Zeit relativ und vergeht für jeden Menschen anders. Wie nähern sich Philosophen dem Phänomen der Zeit? Welche Rolle spielt es in anderen Lebensbereichen, etwa in Ökologie oder Kultur? Wie leben wir mit dem Wissen, dass unsere Lebenszeit begrenzt ist? Auch darüber diskutieren Sibylle Anderl und Andreas Bönte in der "nachtlinie".

Stichworte – das Gespräch findet mit der Erfahrung unter dem Eindruck und mit dem Rückblick auf den Lockdown der Coronazeit statt.

Die Zeit hat eine reichhaltige, qualitative subjektive Struktur und eine objektive, physikalische, die eine ganz andere Qualität hat als unsere subjektive Zeit. Dieses Spannungsfeld führt uns zur Frage, was ist Zeit? und dies ist ganz schwierig zu beantworten.

Es gibt keinen Bereich des Lebens, in dem die Zeit keine Rolle spielt.

Die Astrophysik sagt, dass die Zeit mit dem Urknall entstanden ist. Obwohl die Astrophysik nicht genau verstehen kann, was mit dem Urknall geschehen ist.


Seit Einstein sagt man, stellt man fest, dass Raum und Zeit, die als Raumzeit verbunden sind, aufeinander reagieren, darauf reagieren, was sich in ihnen abspielt.

Wir wissen: Zeit vergeht objektiv; auch in der Natur nicht gleichförmig. Sie kann schneller und sie kann langsamer vergehen.

Verrückt an der Tatsache ist: sie vergeht langsamer, wenn wir uns schneller bewegen, d.h. wenn wir uns der Lichtgeschwindigkeit annähern. Das ist das, was man messen kann, das man experimentell bestätigt hat. Das ist überraschend und sehr schwierig zu verstehen.

Des Weiteren reagiert die Zeit auf Gravitationsfelder, auf Raumkrümmung, auf Gravitation.

Die Zeit ist auf unsere Erde angepasst. Der Mars z.B. hat eine andere Zeitdauer, abhängig vom Bewegungszustand, vom Gravitationsfeld.

Die Zeit, die mit Atomuhren, mit Schwingungseigenschaften gemessen wird, die sollte eigentlich überall, im Prinzip, gleich sein.

Das Gespräch geht auch auf die Messung mit Lichtjahren ein, sowie auf den philosophischen Aspekt, was macht die Zeit mit dem Menschen, und was macht der Mensch mit der Zeit.

Durch die Coronazeit hat sich global eine enorme Beschleunigung in der Wissenschaft abgespielt. Sie ist dynamischer geworden. Zwischenergebnisse werden im Gegensatz zu früher ausgetauscht. Was sich nicht nur als positiv herausgestellt hat. - Fehlerquote - Es stellt sich die Frage, wie alle Informationen, Publikationen verarbeitet werden können. Dabei stellt sich auch die Frage, ob alles KI zu übergeben ist? doch es ist fraglich, ob dies eine zufriedenstellende Lösung ist.

Die Beschleunigung der Zeit ist auch eine politische und gesellschaftliche Frage.

Es ist schwierig mit Problemen, Krisen umzugehen, wenn die Zeitspanne, das Ende nicht bekannt ist.


Die Begrenztheit, die Endlichkeit des Menschen ist eine Triebfeder. Es ist eine Chance sich der Endlichkeit bewusst zu sein.

Zeit ist etwas, das wir beeinflussen können, das von uns, von unseren Aktivitäten und Einstellungen abhängt -

*************


Über das Universum – ein Gespräch mit Sibylle Anderl von Jürgen Wiebicke
21.07.2025 - WDR 5 Das philosophische Radio – 55 Minuten


https://podcasts.apple.com/ch/podcast/sibylle-anderl-%C3%BCber-das-universum/id255571403?i=1000718340218

Seit jeher wollen wir das Universum ergründen, kennen bis heute aber nur einen winzigen Ausschnitt. Die Philosophin und Astrophysikerin Sibylle Anderl spricht mit Jürgen Wiebicke darüber, was wir wissen und was nicht – und was das mit uns Menschen macht.

Sibylle Anderl (1981) ist eine deutsche Wissenschaftsjournalistin, Astrophysikerin und Philosophin. Sie leitet das Ressort Wissen der ZEIT, hostet das Magazin "Space Night Science" in ARD-alpha und für ihre publizistischen Leistungen wurde sie mehrfach ausgezeichnet.
  • Vertraut und rätselhaft: Warum die Sonne unser Tor zum Universum ist (02:13)
  • Atemberaubend: Wie Astrophysik das unbegreifbare Universum erforscht (11.43)
  • Die Abgrenzung der Naturwissenschaft von Metaphysik und Philosophie (16:55)
  • Relativitätstheorie: schön und verblüffend tauglich für Vorhersagen (24:54)
  • Die Suche der Astrophysik nach revolutionären Erkenntnissen (30:04)
  • Warum der Blick in den Himmel dem Menschen immanent ist – und ihm nützt (35:54)
  • Urknall und Schwarze Löcher: Warum Relativitäts- und Quantentheorie nicht zusammenpassen (42:33)
  • Religion und Wissenschaft als unterschiedliche Versuche, die Welt zu beschreiben
Literatur
· Sibylle Anderl und Claus Leegewie (2024): Die Sonne. Eine Entdeckung. Berlin: Metthes und Seitz. 189 Seiten. 22 Euro. ISBN 978-3751820417.
· Sibylle Anderl (2023): Dunkle Materie: Das große Rätsel der Kosmologie. München: C.H.Beck. 128 Seiten. ISBN 978-3406802904.

Stichworte:

Sibylle Anderl hat ein Buch über die Sonne geschrieben.

Dass die Sonne ein dynamischer Stern ist mit einer Entwicklung, Lebenszyklen, die das ganze Sonnensystem beeinflusst, ist eine jüngere Erkenntnis und wird weiter mit Sonden erforscht.

Durch die Erforschung des Kosmos, stossen wir immer wieder an unsere Erkenntnisgrenze, die sich an unsere irdischen Erkenntnissen orientiert und entwickelt hat.

Die Sonne ist ein kulturelles Phänomen, dass uns auch in Zukunft beschäftigen wird.

Klimakrise ist von der Sonne abhängig, obwohl wir Menschen die Schuldigen sind
.

Was macht Astrophysik philosophisch interessant? Als Philosoph, Philosophin ist man erstmal Experte im Umgang mit Begriffen und Konzepten, und die moderne Astrophysik stellt genau diese Fragen.

Ist es überhaupt möglich, dass wir Menschen, die sich in irdischen Verhältnissen entwickelt haben, dass wir so etwas Unglaubliches wie das Universum überhaupt verstehen und erforschen können?

Wir beobachten und sitzen auf der Erde fest und bekommen Daten aus dem Universum. Das ist etwas anderes, als wenn man im Labor an Elementarteilchen forscht oder bestimmte Werkstoffe anschaut.

Infolge der Endlichkeit der Lichtgeschwindigkeit schaut die Astrophysik immer in die Vergangenheit. Dadurch kann die Geschichte des Universums direkt gesehen werden.

Die Struktur von Raum und Zeit: Einstein sagt, das Ganze ist vierdimensional. Raum und Zeit hängen zusammen und werden durch das beeinflusst, was in ihnen passiert – Raumkrümmung – und schlussendlich stellt sich die Frage, was verstehe ich da eigentlich, was ist damit gewonnen? Obwohl durch die Mathematik ein Verständnis, eine Anschauung davon möglich ist, hilft dies eigentlich gar nicht weiter, und so kommt man zur Frage, was heisst eigentlich verstehen? Dadurch findet man sich bald einmal in metaphysischen Fragen.

Was ist die Natur von Raum und Zeit; auch auf der Quantenebene?. Das sind Fragen, die die Empirie überschreiten, mit denen man in der Philosophie besser aufgehoben ist.

Die Erkenntnisgrenze der empirischen Richtigkeit: es gibt vieles in der Welt, das man mathematisch nicht beschreiben kann. Es ist vermessen zu denken, dass das. was wir heute tun, die finale Weisheit ist
.

So schön und so gut unsere bisherigen Modelle auch zu den bisherigen Erkenntnissen passen (Relativitätstheorie) hat die Astrophysik auch Leerstellen. Siehe Dunkle Materie, Dunkle Energie. Zwei Phänomene, deren physikalische Struktur wir bisher noch nicht verstehen. Nur 5 % dessen, was sich im Universum befindet, ist derart, dass wir es mit unseren fundamentalen Theorien wirklich gut verstehen und beschreiben können. Der Rest ist aber keine Spekulation, ist nichts, was sich die Astrophysik ausgedacht hat, ist keine Schummelei, um die Daten mit den bestehenden Theorien zusammenbringen zu können, sondern, es ist Etwas, dass sich konsequenter Weise aufdrängt. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass wir es nicht verstehen.

Die Astrophysik befindet sich gerade in einer Phase, in der es viel Verunsicherung gibt. Aber wir sind noch nicht in einer Revolution.

Wir sind in der Astrophysik in einer sehr interessanter Phase, Viele neue Experimente, Missionen sind gestartet. Vielleicht werden wir in nächster naher Zukunft deutlich mehr wissen. Vielleicht werden wir noch Zeugen einer Revolution.

Die astrophysikalische Forschung ist nicht nur im All interessant, sondern wirft ganz viel auch auf die Erde ab. Z.B. Wlan-Netze, auch Technologien die für die Bildbearbeitung, die zum Ordnen von Daten heute zur Verfügung stehen, wurden von den Astrophysikern entwickelt.

Ökonomisch betrachtet:
Ein grosser Teil der Wirtschaftsleistung beruht auf Grundlagenforschung.

Philosophisch betrachtet:
Der Blick in den Himmel hat die Menschheit schon immer getrieben, diese Fragen ganz unterschiedlich zu beantworten. Das macht uns als Menschen ganz zentral aus.

Das Staunen, das Zweifeln und die Erschütterung macht nach Jasper die Philosophie aus. Und davon ausgehend kommt man zur Wissenschaft.

Für den Kosmos haben wir die schöne, einfache Relativitätstheorie. Doch wir haben keine Theorie für die Übereinstimmung von Mikrokosmos und Makrokosmos. Für dieses Verständnis müssen wir den Urknall und die Schwarzen Löcher verstehen lernen.

Das beobachtbare Universum hat eine bestimmte Grösse. Wo fängt das Universum an? Beim Urknall? Urknall ist kein Punkt. Die Raumzeit selbst dehnt sich aus. Dafür gibt es kein Bild. Das können wir uns nicht vorstellen. Wir mit unseren menschlichen Begriffen, denken, wenn sich etwas ausdehnt, muss es sich in etwas hinein ausdehnen. So ist es aber nicht. Das können wir uns nicht wirklich vorstellen, das können wir nicht wirklich verstehen. Wenn man es ausrechnet kann man es vielleicht ein bisschen verstehen, aber auch nicht so richtig gut.

Das Abbilden der wissenschaftlichen Perspektive auf die Welt, auf die religiöse, oder auch auf die mystische ist schwierig, Die Quantenphysik lädt dazu ein -

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Multiversum-Theorien: Was laut Forschung wirklich möglich ist | NANO Talk
22.07.2026
NANO Talk - 1 Stunde

Gibt es wirklich ein Multiversum — und was würde das für unsere Realität bedeuten?
Gäste: Dr. Sibylle Anderl – Astrophysikerin und Philosophin Prof. Dr. Simon Friedrich – Wissenschaftsphilosoph Dr. Jean-Luc Lehners – Physiker, hat mit Stephen Hawking gearbeitet


https://www.youtube.com/watch?v=YyPNupyxGiY

In dieser Folge NANO Talk spricht Stefanie Rohde mit Expertinnen und Experten über die physikalische und philosophische Debatte rund ums Multiversum. Die Runde diskutiert , ob sich unsere Realität permanent aufspaltet, wie sich moderne Quantenphysik und Kosmologie zur Idee unendlich vieler Welten verhalten, und was Multiversum-Theorien für unsere eigene Identität bedeuten. Vom Urknall über die Grenzen des Weltalls bis zu den tiefsten Fragen der Philosophie: Ist das Multiversum Wissenschaft oder Spekulation? Weltraum, Kosmos, Bewusstsein — alles hängt zusammen.

Zu Gast: Dr. Sibylle Anderl – Astrophysikerin und Philosophin Prof. Dr. Simon Friedrich – Wissenschaftsphilosoph Dr. Jean-Luc Lehners – Physiker
#multiversum #weltraum #philosophie #kosmos

00:00 Einstieg und die Faszination der Unendlichkeit
01:34 Vorstellung der Runde und die Kernfrage des Multiversums
04:52 Physikalische Grundlagen: Warum Forscher an Parallelwelten glauben
07:22 Die verschiedenen Theorien: Von Kosmologie bis Quantenphysik
12:00 Schrödingers Katze und die umstrittene Viele-Welten-Interpretation
22:12 Zwischen PR und Realität: Quantencomputer und die Suche nach Beweisen
26:54 Das Standardmodell auf dem Prüfstand: Dunkle Energie und Messfehler
29:48 Kulturgeschichte und Philosophie: Das Multiversum als Spiegel der Sehnsucht
33:14 Wissenschaft vs. Glauben: Der teleologische Gottesbeweis
43:40 Popkultur und Identität: Von „Der Zauberer von Oz“ bis Marvel
51:36 Krise oder Aufbruch? Die Zukunft der physikalischen Forschung und KI
56:56 Ausblick: Die ungelöste Frage der Quantengravitation


Stichworte: Ein Video mit erklärenden Bild- und Filmbeiträgen

Wir sind in der Astrophysik schon unglaublich weit gekommen. Wir können weit in die Vergangenheit, bis beinahe hin zum Urknall das Universum beobachten. Wir haben unglaublich viele empirische Daten darüber. Und nach allem, was wir beobachten können, sieht es so aus, als wäre unser Universum tatsächlich unendlich, und die Materie scheint im Universum gleichmässig verteilt zu sein. Daraus folgt die Überlegung, wenn man genügend weit hinausdenkt, so müssen sich viele Konzentrationen wiederholen. Andererseits hat man in den letzten Jahren bereits sehr grosse Strukturen beobachtet, die dem vielleicht widersprechen könnten.

Für diese Sendung wird „Multiversum“ als Sammelbegriff für eine ganze Reihe von verschiedenen Ideen verwendet.

In der Quantentheorie würde man von vielen Welten reden. Alles was Möglich ist, passiert auch tatsächlich.

Eine andere Idee ist, dass in unserem Universum „Blasen“, ein neues Universum entstehen kann. Nach solchen Blasen könnte man suchen. Dies ist eine Möglichkeit nach Multiversen zu suchen, und nach solchen „Blasen“, deren „Ausstrahlungen, Ringe“ hat man schon gesucht, aber nichts gefunden.

Die Annahme der Unendlichkeit macht die Annahme dieser Theorien möglich.

Was bedeutet Wahrscheinlichkeit, wenn es unendlich viele Welten gibt? Als endliche Wesen können wir uns Unendlichkeit nicht vorstellen. Ein Filmbeitrag geht auf diese Frage ein: Affen tippen Hamlet, Schrödingers Katze lebt hier und stirbt dort, und auch wir wären nur eine von unendlich vielen Varianten unseres Selbst.

Fazit: auch wenn wir unendliche viele Welten annehmen können, unsere Verantwortung bleibt hier, in der einzigen Welt, die wir gestalten können.

Schördingers Katzenbeispiel wird in der Diskussionsrunde aufgegriffen und Folgendermassen richtiggestellt: eigentlich wollte Schördinger nur sagen, dass es eine Überlagerung von Zuständen gibt. Nicht dass sie in einem anderen Universum existiert. Das ist Unsinn. Dennoch gibt es Physiker, die sagen, dass die Katze gleichzeitig lebendig und tot ist. Warum?

In der physikalischen Theorie funktioniert das Katzenbeispiel sehr gut. Man kann die Wellenfunktion wunderbar berechnen und dann auch hervorsagen, was man als Wahrscheinlichkeiten messen wird. Die Physiker streiten sich schon lange darüber, welche Bedeutung dies hat. Was liegt vor, was ich messe? Da gibt es keine Einigkeit. Einigkeit besteht lediglich darüber, dass keiner versteht, was die Quantenphysik eigentlich bedeutet. Es gibt eine klassische Deutung die besagt, dass sich unsere Welt permanent aufspaltet, und es insofern unendliche viele Welten gleichzeitig gibt. Dies ist eine unglaubliche Vorstellung, die kaum zu fassen ist.

In der Diskussionsrunde wird die Ansicht vertreten, dass es keinen Sinn macht, wenn es unendliche viele Welten braucht, um eine Welt zu erklären.

Die Quantenphysik funktioniert sehr gut und man kann all die Wahrscheinlichkeiten ausrechnen. Die Messung selbst verstehen wir aber nicht wirklich
. Die Messung legt fest, was besteht, und was besteht bleibt auch so. Bei der Messung passiert etwas, in der alle Möglichkeiten kollaborieren, und das Problem ist, dass wir dies nicht verstehen.

Für die Multiversumstheorie spricht, dass man dem Formalismus der Quantenmechanik wörtlich verstehen kann. Der grosse Nachteil aber ist, dass man dann erklären muss, wie die Wahrscheinlichkeiten ins Bild kommen.

Die Annahme der Unendlichkeiten ist hochproblematisch, weil man sie nicht messen kann. Damit ist Unendlichkeit im Grunde genommen gar nicht teil der Physik. Die Physiker haben deswegen auch eine Hassliebe zur Unendlichkeit. Wenn diese in den Berechnungen auftauchen, ist es immer ein Warnsignal und die Fehlersuche beginnt oder man kommt zu einem Paradoxon.

Dunkle Energie:
Das sich Blasen, neue Universen bilden, das passiert sehr selten, d.h. es muss das Universum sehr lange geben, dass es überhaupt zu dieser Möglichkeit kommt, dass es wahrscheinlich ist, dass so etwas überhaupt passiert. Das kann man ausrechnen. Die Dunkle Energie bestimmt wie alt unser Universum werden wird. Falls die Dunkle Energie konstant ist, wird das Universum unendlich alt werden, und dann gibt es ganz klar diese Möglichkeit, dass sich neue Universen bilden, innerhalb von unserem Universum. Wenn aber die Dunkle Energie abnimmt, und dafür gibt es die ersten Hinweise, dann kann es sein, dass das Universum irgendwann in der Zukunft wieder kollaboriert, und dann gibt es wahrscheinlich nicht genügend Zeit damit sich wieder neue Universen innerhalb von unserem Universum bilden.

Sehr viel beruht auf unserem derzeitigen Standardmodell der Kosmologie. Es ist ziemlich detailliert und man versteht derzeit sehr, sehr viel recht gut. Doch es gibt auch sehr viele offene Fragen. Wir wissen nicht genau, ob das das richtige Modell ist, das unser Universum beschreibt.

Ideen müssen sich soweit entwickeln bis sie empirisch überprüfbar sind. Dies ist eine der Grundlagen der Wissenschaft.


Offen ist auch noch die Frage der Gravitation.

Man kann sich auch die Frage stellen, für welche Konstanten, für welche Zahlen, die wir messen können suchen wir überhaupt noch Erklärungen und welche sind einfach so – z.B. versuchen wir nicht die Küstenlinie von Portugal im Detail zu erklären, dafür gibt es keine wissenschaftliche Erklärung - das ist einfach so gewachsen.

Es gibt gute Gründe die Theorie der Multiversen ernst zu nehmen.


Bisher kommt die Forschung hauptsächlich durch menschliche Kreativität voran. Wir wissen nicht wie kreativ KI werden kann. Bisher kommen alle neuen Idee von den Menschen.

Eine grosse Frage in der theoretischen Forschung ist, ob die Beschreibung des Universums einzigartig ist, oder ob sie viele andersartige Universen zulässt.
 
Zuletzt bearbeitet:

wirena

Mitglied
Beides Panpsychistin und Analytische Dualistin

Möglicherweise bin ich doch eine Panpsychistin. Durch das Verarbeiten von all dem Recherchierten, Gelesenen und Gehörten drängen sich mir folgende Gedanken auf.

Vielleicht ist der Überlagerungszustand der Quantenphysik (Elektronen, Photonen etc.) tatsächlich, wie es der Panpsychismus sagt, ein mentaler, ein schwacher Bewusstseinszustand. Unser Fragen, unser Bewusstsein ist ebenfalls mental, und wir übertragen unser mentales Fragen, unser Bewusstsein auf die Materie, auf Werkzeuge, auf Messinstrumente. D.h. im Grunde genommen trifft Bewusstsein auf Bewusstsein und schafft Realitäten –. Das würde heissen, dass Bewusstsein die Grundlage allen Seins ist.

Dunkle Energie, Dunkle Materie können ebenfalls lediglich schwache Bewusstseinszustände sein, die wir mit unseren Fragen, Messungen allerdings zurzeit nur mental, rechnerisch und ansonsten nicht in unsere Realität einbeziehen oder gar in einen Istzustand „umwandeln“ können. Die Annahme, dass es Tatsachen gibt, die einfach so sind, wie sie sind, scheint mir eine vernünftige zu sein. Erklärungen dafür, für das „Sosein wie es Ist“, können weiter auf metaphysischer Ebene gesucht und meiner Meinung nach auch auf der persönlichen, subjektiven Ebene gefunden werden.

Fazit: so gesehen bin ich Beides. Panpsychistin und Analytische Idealistin, und beheimatet bin ich in mir. Dies gibt mir ein wunderbares Glücksgefühl, das Grundlage ist, für weiteres Reifen, Recherchieren und Erleben. Bin gespannt wohin mich das noch führen wird.
 

wirena

Mitglied
Das heute veröffentliche Gedicht im Ungereimten von Rui Luis - mit dem Titel „die Rückkehr“, forderte mich dazu auf, Recherchieren, Recherchieren zu lassen und die Stille, die Ruhe zu suchen.

Vorbei war es allerdings mit der Ruhe, als folgendes Erleben in Form von Worten mein Sein erfüllte und mich an den PC zum Schreiben drängte. Es scheint, ich bin nicht nur eine Analytische Idealistin und Panpsychistin, sondern auch eine Schreiberin – jedenfalls, kann ich das Schreiben nicht lassen -. Wird wohl eine Weile dauern, bis ich dieses Erleben verdauen, akzeptieren, annehmen kann, und mich getraue zu sagen, dass ich eine Schreiberin bin -


Heimkehr


Schale um Schale
werfe ich ab
Erinnerungen verblassen
stärker das Spüren
mein Herzschlag pocht
zurückgekehrt
bin ich zu mir
 
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wirena

Mitglied
Fortsetzung "kleine Geschichte der Philosophie" mit Wikipedia und youtube

John Archibald Wheeler

J.A. Wheeler i
st zwar kein Philosoph, sondern ein theoretischer Physiker. Er war zudem ein Poet und stellte genau die Fragen, die auch mich bewegen: Aus Wikipedia kopiert:
  1. Wie kommt es zu dem, was existiert? (How come existence?)
  2. Warum gibt es Quanten? (Why the quantum?)
  3. Haben wir teil am Universum? (A participatory universe?)
  4. Was führt zur Bedeutung? (What makes meaning?)
  5. Besteht das Seiende aus Information? (It from bit?)
Deshalb ordne ich ihn hier als Philosoph ein, der als Physiker, in der Physik nach Antworten sucht und findet.

Aus Wikipedia kopiert:
John Archibald Wheeler
(* 9. Juli 1911 in Jacksonville, Florida; † 13. April 2008 in Hightstown, New Jersey) war ein US-amerikanischer theoretischer Physiker und zuletzt emeritierter Professor an der Princeton University. Seine Beiträge galten der theoretischen Kernphysik und der allgemeinen Relativitätstheorie. Das Buch „Gravitation“ gilt als ein Standardwerk und wurde von ihm als Co-Autor verfasst.

Leben
John Archibald Wheeler wuchs in einem unitarischen Elternhaus auf, wo sein frühes Interesse an den Naturwissenschaften besonders gefördert wurde. Er wurde 1933 an der Johns Hopkins University bei Karl Ferdinand Herzfeld promoviert. In einer in der Zeitschrift Physical Review veröffentlichten Arbeit aus dem Jahr 1937 führte er die S-Matrix in die Kernphysik ein. Im Jahr 1939, kurz nach der Entdeckung der Kernspaltung, stellte er gemeinsam mit Niels Bohr eine erste Theorie der Kernspaltung mittels Tröpfchenmodell auf. Im Jahr zuvor war Wheeler Professor an der Universität Princeton geworden, wo er bis 1976 blieb, als er eine Professur an der University of Texas at Austin annahm. Sein Büro in Princeton behielt er weiterhin. Wheeler war wohl einer der Letzten, die Albert Einstein, Niels Bohr und andere Größen der Gründungszeit der Quantenmechanik persönlich kannten.

John A. Wheeler war verheiratet und hatte drei Kinder.


Wirken
Wheeler widmete sich intensiv der Lehre und war darin sehr erfolgreich. So besuchte er etwa mit seinen erstsemestrigen Studenten Albert Einstein am nahen Institute for Advanced Study. Unter seinen damaligen Studenten befanden sich heute bekannte theoretische Physiker wie etwa der Gravitationsphysiker John R. Klauder sowie die Nobelpreisträger Kip Thorne und Richard Feynman. Mit Feynman erarbeitete er 1941 eine Neuformulierung der klassischen Elektrodynamik. Während des Zweiten Weltkriegs arbeitete Wheeler am Manhattan-Projekt in Hanford, wo Plutonium-Produktionsreaktoren betrieben wurden.

Im Januar 1953 ließ er während einer Zugfahrt von Princeton nach Washington geheime Unterlagen, in denen der Zündmechanismus der Wasserstoffbombe beschrieben war, auf der Zugtoilette liegen. Der Verbleib des Dokumentes ist bis heute ungeklärt, Wheeler blieb wegen seiner Bedeutung für das Projekt straffrei.

An frühen Versuchen, die Wasserstoffbombe zu bauen, war Wheeler als Leiter des Projekt Matterhorn B ebenfalls beteiligt. Das Projekt war in zwei Abteilungen geteilt, wobei sich die erste mit der kontrollierten Kernfusion für zivile Zwecke befasste und unter der Leitung von Lyman Spitzer den Fusionsreaktor Stellerator entwickelte. Diese Abteilung wurde später das bekannte Princeton Plasma Physics Laboratory (PPPL). Die Wheeler-Abteilung beschäftigte sich mit theoretischen Berechnungen für o. g. militärische Zwecke bis ca. 1954. Ab diesem Zeitpunkt beschäftigte sich Wheeler mit Gravitation und anderen Studienobjekten, z. B. mit Kenneth Ford untersuchte er die halbklassische Näherung in der Streutheorie.

In den 1950er und 1960er Jahren entwickelte Wheeler die sogenannte Quantengeometrodynamik. Darunter versteht er eine Weiterentwicklung der allgemeinen Relativitätstheorie (ART), die nicht nur wie bei Einstein die Gravitation, sondern auch die anderen Wechselwirkungen wie den Elektromagnetismus durch die Geometrie gekrümmter Raumzeiten beschreiben will. Sie scheiterte jedoch daran, dass sie wichtige physikalische Erscheinungen wie etwa die Existenz von Fermionen nicht erklären konnte und auch nicht wie erhofft Gravitations-Singularitäten vermeiden konnte. Eine solche Geometrisierung nicht nur der Gravitation, sondern auch der anderen fundamentalen Wechselwirkungen – die heute durch Eichtheorien beschrieben werden – ist bis heute nicht gelungen, und um eine Quantentheorie der Gravitation wird bis heute gerungen.

Als Ansatz für die Quantentheorie der Gravitation führte er mit Bryce DeWitt die Wheeler-DeWitt-Gleichung als eine Wellenfunktion des gesamten Universums ein
. Ende der 1960er und Anfang der 1970er Jahre spielte er eine wichtige Rolle in der sich damals stürmisch entwickelnden Theorie Schwarzer Löcher, denen er sogar 1967 diesen Namen verlieh. Auch der Name für das no hair theorem, im Deutschen manchmal auch Glatzensatz genannt, stammt von ihm („Ein Schwarzes Loch hat keine Haare“). Wheeler prägte auch den Begriff „Wurmlöcher“ für hantelartige Brücken in der Raumzeit. Im Jahr 1973 veröffentlichte er mit Misner und Thorne das umfangreiche und pädagogisch wohldurchdachte Lehrbuch Gravitation. Wheeler interessierte sich auch für die Interpretation der Quantenmechanik und unterstützte vorübergehend die „Viele-Welten-Interpretation“ seines Schülers Hugh Everett aus dem Jahr 1955, bevor er sich von ihr distanzierte.


Preise und Mitgliedschaften
1968 erhielt er den Enrico-Fermi-Preis, 1971 die National Medal of Science, 1982 die Niels Bohr International Gold Medal, 1983 die Oersted Medal, 1984 den J. Robert Oppenheimer Memorial Prize, 1996/97 den Wolf-Preis in Physik und 2003 den Einstein-Preis.

1952 wurde er in die National Academy of Sciences und 1954 in die American Academy of Arts and Sciences gewählt. Er war Mitglied der Königlich Dänischen Akademie der Wissenschaften (1971) und Fellow der Royal Society (1995). Die American Philosophical Society, deren Mitglied er war, zeichnete ihn 1989 mit ihrer Benjamin Franklin Medal aus. Er war achtzehnfacher Ehrendoktor.


Der Asteroid (31555) Wheeler ist nach ihm benannt.


Die „wirklich großen Fragen“ an die Natur
John Archibald Wheeler formulierte aus seiner unitarischen Grundhaltung heraus fünf grundlegende Fragen, die über die Physik hinausreichen und die er als „wirklich große Fragen“ (really big questions) bezeichnete:
  1. Wie kommt es zu dem, was existiert? (How come existence?)
  2. Warum gibt es Quanten? (Why the quantum?)
  3. Haben wir teil am Universum? (A participatory universe?)
  4. Was führt zur Bedeutung? (What makes meaning?)
  5. Besteht das Seiende aus Information? (It from bit?)

Werke
  • Mit Kenneth Ford: Geons, black holes, and quantum foam – a life in physics. Norton, New York / London 1998, ISBN 0-393-04642-7 (Autobiographie).
  • Mit Charles W. Misner und Kip S. Thorne: Gravitation. W. H. Freeman and Company, San Francisco 1973, ISBN 0-7167-0334-3.
  • Mit Edwin F. Taylor: Spacetime Physics. W. H. Freeman and Company, San Francisco 1963/1966, ISBN 0-7167-0336-X.
  • Mit Edwin F. Taylor: Exploring Black Holes – Introduction to General Relativity. Addison-Wesley Longman, San Francisco 2000, ISBN 0-201-38423-X.
  • At home in the universe. AIP Press, Woodbury NY 1994, ISBN 0-88318-862-7.
  • Frontiers of time. North-Holland, Amsterdam 1979 (Enrico Fermi Kurs), ISBN 0-444-85285-9.
  • Mit Martin J. Rees und Remo Ruffini: Black holes, gravitational waves and cosmology – an introduction to current research. Gordon and Breach, New York / London 1976, ISBN 0-677-04580-8.
  • Einsteins Vision – wie steht es heute mit Einsteins Vision, alles als Geometrie aufzufassen? Springer, Berlin/Heidelberg 1968.
  • Geometrodynamics. 1962 (reprint Band, u. a. „Geons“, Physical Review 1955).
  • Geometrodynamics and the issue of the final state. In: de Witt (Hrsg.): Relativity, groups and topology. Les Houches Lectures, 1963.
  • Superspace and the nature of geometrodynamics. In: Cecile M. De Witt, John A. Wheeler (Hrsg.): Relativity, groups and topology – Battelle rencontres 1967. Seattle Center, 16 July to 31 August 1967. W. A. Benjamin, New York / Amsterdam 1968.
  • Mit Remo Ruffini: Introducing the black hole. Physics Today, Januar 1971.
  • Beyond the black hole. In: Woolf (Hrsg.): Some strangeness in proportion. Einstein centennary volume. 1980.
  • Law without law. In: Wheeler und Zurek (Hrsg.): Quantum theory of measurement. 1983.
Hier gibt Wheeler seiner Bewunderung für Hermann Weyl Ausdruck:

John Archibald Wheeler, Hermann Weyl and the Unity of Knowledge. In: Wolfgang Deppert, Kurt Hübner, Arnold Oberschelp, Volker Weidemann (Hrsg.): Exact Sciences and their philosophical Foundations/Exakte Wissenschaften und ihre philosophische Grundlegung, Vorträge des Internationalen Hermann-Weyl-Kongresses. Kiel 1985, Peter Lang Verlag, Frankfurt/Main 1988, ISBN 3-8204-9328-X, S. 469–503. Zuerst in American Scientist, Juli 1986.

Seine Erinnerungen an Einstein veröffentlichte Wheeler in: Aichelburg und Sexl (Hrsg.): Albert Einstein. 1979, und in den Physikalischen Blättern aus demselben Jahr.

Zitate
„Wheelers First Moral Principle: Never make a calculation before you know the answer. Make an estimate before every calculation, try a simple physical argument (symmetry, invariance, conservation).“

„Wheelers erste Goldene Regel: Stelle nie eine Berechnung an, deren Ergebnis du nicht kennst. Mach vor jeder Berechnung eine Abschätzung mit einfachen physikalischen Argumenten (Symmetrie, Invarianz, Erhaltungssätze).

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Deutschlandfunk Kultur – Anke Wilde 09.07.2011

J.A. Wheeler war auch ein Poet. Zitat:

https://www.deutschlandfunkkultur.de/der-poet-der-physik-102.html

Zitat:

Oh Spacetime, child that you are of time
And of innocent emptiness of space
You are both stage and actor
In the great drama
Of all that was and is
And ever shall be“

„Oh Raumzeit, Kind, das du der Zeit bist
und der unschuldigen Leere des Raums ...“


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2 Links zu Videos youtube:

Sternzeit 06.12.2020 Prägnanter Begriff für ein faszinierendes Phänomen John Wheeler. Black Hole
19.12.2020, 2 ½ Minuten

Foto: James Wheeler (2. von rechts) beim Spaziergang u.a. mit Albert Einstein (ganz links) (Wheeler/Princeton Univ.)


https://www.youtube.com/watch?v=NAq7SAcxrcI

John Wheeler und sein Black Hole Im Jahr 1967 nahm der US-amerikanische Physiker John Wheeler an einer Tagung in New York teil. Dort prägte er in einem Geniestreich den Begriff von den Schwarzen Löchern. Aber er wäre wohl auch ohne diese berühmte Wortschöpfung eine Ikone der Physik geworden.

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John Archibald Wheeler: Architekt der Quanten-Technologie

@Quanten-Deep-Dive-Podcast
28.01.2025 Deep Dive: In die Quantenwelt - 17. Minuten
Weitere Informationen unter: https://schneppat.de/john-archibald-w...

https://www.youtube.com/watch?v=a05tk_7Yvi8

John Archibald Wheeler, ein Name, der in der Welt der modernen Physik und Quantenmechanik nicht nur bekannt ist, sondern untrennbar mit den bahnbrechenden Entwicklungen der Quanten-Technologie verbunden bleibt. Als einer der herausragendsten theoretischen Physiker des 20. Jahrhunderts hat Wheeler nicht nur die Wissenschaft maßgeblich geprägt, sondern auch das Verständnis von Raum, Zeit und Materie revolutioniert. Geboren 1911 und über ein halbes Jahrhundert in der Forschung aktiv, hinterließ er einen unauslöschlichen Einfluss, der weit über die Physik hinausgeht und die Grundlage für viele heutige Fortschritte in der Quanten-Technologie bildete. Seine bedeutendste Leistung war seine Mitwirkung an der Entwicklung der Quantenfeldtheorie sowie der allgemeinen Relativitätstheorie. Doch es sind vor allem die vielen Konzepte, die er eingeführt hat, die auch heute noch im Zentrum von Forschung und Innovation stehen. Wheeler prägte nicht nur das berühmte „Geometrodynamics“, sondern trug maßgeblich zur Entstehung des Begriffs „Schwarzes Loch“ bei und prägte die Ideen, die zur Entdeckung der Quantenverschränkung führten. Seine Theorien und Konzepte waren wegweisend für die Entwicklung von Quantencomputern und anderen modernen Technologien. Doch Wheeler war nicht nur ein Denker, sondern auch ein Lehrer, der zahlreiche brillante Physikerinnen und Physiker wie Richard Feynman und Kip Thorne beeinflusste. Sein berühmtes Motto „The universe is not only stranger than we imagine, it is stranger than we can imagine“ spiegelt seine Philosophie wider, die die Unbegreiflichkeit und das Geheimnis des Universums betonte. Diese Einstellung machte ihn zu einem Visionär der Quanten-Technologie, der die Grenze zwischen klassischer Physik und den revolutionären Konzepten der Quantenmechanik erweiterte und uns immer wieder dazu anregte, die Welt in einem neuen Licht zu sehen.

Wheeler legte den Grundstein für viele der größten wissenschaftlichen Entdeckungen unserer Zeit und bleibt ein wahrer Architekt der Quantentechnologie
.

#JohnArchibaldWheeler #Quantenmechanik #Quantenphysik #TheoretischePhysik #Geometrodynamik #SchwarzeLöcher #Quantenverschränkung #RichardFeynman #KipThorne #Quantencomputing #Quantenfeldtheorie #Relativitätstheorie #Physikgeschichte #Wissenschaftsvisionär #TechnologischeInnovation

Stichworte:
In der Form eines Gesprächs geht das Video einleitend auf J.A. Wheelers Entwicklung, Biografie ein.

Wheeler-DeWitt-Gleichung ist ein Meilenstein der Physik, mit der versucht wird die Quantenmechanik mit der Allgemeinen Relativitätstheorie zu vereinen. Sie ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur gesuchten Weltformel.

Die Gleichung legt nah, dass das Universum als Ganzes betrachtet zeitlos ist.

Wheeler hat nicht nur die Natur erforscht, sondern auch unsere Vorstellungen von Raum und Zeit.

Sein Konzept «it from Bit» besagt, dass Information die Grundlage unserer Realität ist. Damit ist ein neues Verständnis der Natur formuliert.

Die Welt ein Quantencomputer

Die Quanteninformations-Theorie bildet die Grundlage für die bahnbrechenden Technologien der Quantencomputer.

Wheeler war ein aussergewöhnlicher Lehrer, Pädagoge, der eine ganze Generation von Physikern geprägt hat. Er lehrte selbständig zu denken und an die Grenzen der Erkenntnismöglichkeiten zu gehen, und sich immer wieder neue Fragen zu stellen.

Wheeler verstand es seine Theorien einem breiten Publikum verständlich zu machen.

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Wheeler Experiment zum virtuellen Realitätsmodell - Tom Campbell
My Big TOE auf Deutsch
05.09.2021 – 38 Minuten

https://www.youtube.com/watch?v=6tmMfjHMtUM

In diesem Interview spricht Physiker Thomas Campbell über die Ergebnisse eines Experiments, das an der Nationalen Australischen Universität von Prof. Andrew Truscott durchgeführt wurde. Dabei handelt es sich um die Umsetzung des berühmten "Gedankenexperiments" des Physikprofessors John Archibald Wheeler, das mangels technischer Möglichkeiten für mehrere Jahrzehnte nicht durchgeführt werden konnte. Im Jahr 2014 gelang es jedoch das Experiment durchzuführen und die Ergebnisse wurden im Jahr 2015 im Journal Nature Physics veröffentlicht. Tom erklärt in diesem Video zunächst das Experiment und seine Ergebnisse und interpretiert diese dann vor dem Hintergrund seiner MyBigTOE-Theorie. Schließlich erklärt Tom die 3 wesentlichen Elemente einer virtuellen Realität und wie diese im Bezug zu den Ergebnissen des Experiments stehen.

Englische Quellen zu dem beschriebenen Experiment: http://www.anu.edu.au/news/all-news/e... http://www.nature.com/nphys/journal/v... Videobeschreibung, Übersetzung und Voice-over von: www.matrixwissen.de


Zusammenfassung: meist zitiert mit dem was ich verstanden habe
Von Wheeler besteht auch die Redewendung „it from Bit“. Auf deutsch: alles basiert auf Bit.

Das Experiment, der Versuchsaufbau wird anhand einer Zeichnung dargestellt und erklärt. Das kann ich aber nicht nachvollziehen, verstehen. Was ich verstand, ist, dass Wheeler sagt in seinem Gedankenexperiment:

Das Teilchen, (Elektron, Photon etc.) scheint so clever zu sein, dass es den Versuchsaufbau erkennt und sich im Versuchsbau rechts unten wie eine Welle und im Versuchsaufbau links oben wie ein Teilchen verhält. Wheeler fragte sich dann, wann genau trifft das Teilchen seine Entscheidung sich wie eine Welle oder wie ein Teilchen zu verhalten? Ein zweiter Spiegel wurde eingebaut, um dies zu klären. Dabei muss man extrem schnell sein. Das Teilchen bewegt sich mit Lichtgeschwindigkeit. Aber der zweite Spiegel darf man erst einschieben, nachdem das Teilchen den ersten Spiegel passiert hat. Was macht das Teilchen jetzt? Kann das Teilchen zum Voraus wissen, dass jemand den zweiten Spiegel einfügt? Dann könnte das Teilchen die Zukunft voraussagen. Das war das Gedankenexperiment, das man lange Zeit nicht durchführen konnte, weil das nachträgliche Hereinschieben oder Herausziehen des zweiten Spiegels so extrem schnell erfolgen musste. Doch dann kam man auf die Idee, die Spiegel durch Laserstrahlen zu ersetzen. Diese müssen nicht bewegt, sondern nur an- und ausgeschaltet werden. Dabei wurde der Zufall, eine Zufallszahl verwendet.

Resultat nach dem Versuchsaufbau mit Laserstrahlen:
Man kann sagen, es gibt keine Teilchen. Teilchen sind keine Teilchen. Sie sind Wahrscheinlichkeitsverteilungen. Es handelt sich also nur um die Wahrscheinlichkeit eines Potenzials. Als Potenzial kann sich das Potenzial auf beiden Pfaden gleichzeitig befinden. Das Teilchen entsteht erst in dem Augenblick in dem es auf den Detektor trifft. Denn dann wird eine Messung durchgeführt, die zum Kollaps der Wahrscheinlichkeitsverteilung führt. Die Wahrscheinlichkeitsverteilung sagt lediglich darüber etwas aus, wie wahrscheinlich es ist, dass das Teilchen an einer bestimmten Stelle auf den Detektor trifft. Es gibt in diesem Versuchsaufbau keine echten Teilchen. Bis zu dem Moment, an dem am Detektor eine Messung durchgeführt wird.

Wheeler war davon überzeugt, dass die physische Realität auf Information basiert. Dies bedeutet, dass wir in einer virtuellen, berechneten Realität leben. Seine Voraussagen sind mit diesem Experiment bestätigt
. Das materialistische Realitätsmodell, gemäss dem alles aus Teilchen besteht, sich alles aus Teilchen zusammensetzt, ist Blödsinn. Dieses Experiment und auch das Doppelspaltexperiment zeigen, dass der reduktionistische Realismus nicht haltbar ist, er ist einfach falsch. Diese Experimente beweisen dies. Teilchen sind keine Teilchen, erst durch die Messung zwingt man sie in die Realität.

Jede virtuelle Realität besteht aus zwei aktiven und einer passiven Komponente. Als erstes braucht man eine Computer, beziehungsweise Server, der die virtuelle Realität berechnet. Das ist die erste aktive Komponente. Dann braucht man die durch den Server berechnete virtuelle Realität. Das ist eine passive Komponente. Das sind eigentlich nur einfache 1 und 0 auf einer Festplatte. Als zweite aktive Komponente braucht man jemanden, der Entscheidungen trifft. Das ist der Spieler. Ohne ihn macht die gesamte virtuelle Realität keinen Sinn
.

Es gibt also einen Server als aktive Komponente, ein Spieler auch als aktive Komponente und die berechnete virtuelle Realität selbst als passive Komponente. Zwischen Server und Spieler werden dabei Daten ausgetauscht. Der Server berechnet die virtuelle Realität, das was der Spieler will. Dabei gibt es einen Datenstrom vom Spieler zum Server in dem der Spieler mitteilt was zu tun ist. Er trifft die Entscheidung. Der Server teilt dem Spieler die Konsequenzen mit. Der Server hat den Überblick. Das ist ein permanenter Dialog zwischen Spieler und Server. Die eigentliche virtuelle Realität entspricht nur 1er (Einer) und 0er (Nuller) auf einer Festplatte. Dabei ist es wichtig zu verstehen, dass der Server nur dann Informationen über Ereignisse einer virtuellen Realität dem Spieler zuschickt, wenn irgendetwas relevantes passiert. Solange sich keine Spieler in den Server einklinken, braucht der Server auch nicht zu berechnen und keine Daten zu verschicken. Spieler sind z.B. Physiker, die gerade eine Messung durchführen wollen. Dabei geht es um die Themen Bewusstsein, Doppelspaltexperimente und das Messproblem. Wenn der Spieler keine Daten anfordert hat der Server nichts zu tun.

In der Dreiergruppe aktive Spieler, aktive Server und passive virtuelle Realität muss eine Bedingung erfüllt sein. Der Server und der Spieler müssen sich im gleichen Realtitätssystem befinden. Damit der erforderliche Datenaustausch möglich ist, müssen sie sich in derselben Realität befinden.

Eine Simulation kann sich nicht selbst berechnen.

Der Server ist innerhalb der virtuellen Realität nicht zu finden
. Denn es ist der Server, der erst durch Berechnung diese Realität erzeugt.

Die Realität ist nur ein Haufen aus 1er und 0er auf einer Festplatte. Die virtuelle Realität ist nicht lebendig. Der Spieler hingegen, der hat Bewusstseint, der ist lebendig, und er hat eine interaktive Verbindung zum Server.

Wir Menschen leben in einer virtuellen Realität. Wir = Körper. Unser Bewusstsein befindet sich in einem anderen Realitätssystem. Bewusstsein kann nicht durch ein Gehirn erzeugt werden.

In unserer Realität haben wir unseren physischen Körper und unsere Interaktionen innerhalb unserer virtuellen Realität basieren auf den Regeln, die durch die physikalischen, biologischen und chemischen Gesetzen festgelegt sind
. Unser Bewusstsein kann sich aber nicht innerhalb dieses Realitätssystem befinden. Es muss sich in einer Realität befinden, die aus unserer Perspektive nicht physisch ist. Genauso ist der Server, der die virtuelle Realität berechnet nicht physisch.

Das Bewusstsein ist aus der Sicht unseres Körpers nicht physisch. Auch der Computer, der unsere Realität berechnet ist für uns unsichtbar, nicht physisch, das muss so sein. So sind virtuelle Realitäten.

Der Spieler ist unser Bewusstsein. Das Bewusstsein trifft die Entscheidung. Das grössere Bewusstseinssystem muss sich in denselben Realitäten befinden wie unser Bewusstsein. Das grössere Bewusstseinssystem entspricht dabei dem Computer, auf dem unsere virtuelle Realität berechnet wird, und es befindet sich im selben Realitätssystem wie unser Bewusstsein. Zwischen unserem Bewusstsein und dem grösseren Bewusstseinssystem findet der Datenaustausch statt. Wir in dieser virtuellen Realität, mit unseren Körpern, stellen nur eine Berechnung dar, die auf den Ebenen der physikalischen Gesetzen basiert.

Das wiederum erlaubt unserem Bewusstsein Entscheidungen zu treffen, die je nach Qualität der Entscheidung zur Weiterentwicklung oder zur Degeneration führen. Wir befinden uns also selbst in einer virtuellen Realität.


Mein Fazit, so wie ich es verstanden habe
: alles besteht aus Bits, aus 1er und 0er = Information; das Universum ist ein „Quantencomputer“

Klar ist, dass unser Bewusstsein nicht durch das Gehirn erzeugt wird, und unser Bewusstsein befindet sich in einem fortwährenden Daten-/Informationsaustausch mit dem grösseren Bewusstsein, aus dem alles hervorgeht. Gemeinsam entwickeln wir uns weiter.
 
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wirena

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Durch die Suche nach weiteren Erklärungen zu John Archibald Wheelers Gedankenexperiment, fand ich folgendes Video, das ich hier einfügen möchte. Es wird leider durch Werbungspots unterbrochen, doch es spricht auf erklärende Weise Themen an, die vorgängig ebenfalls erwähnt wurden.

Es verändert die Vergangenheit – sobald du es ansiehst
23.12.2025
Entropy - Wissenschaft Schnell Erklärt - Podcast - 75 Minuten – leider mit Werbeunterbrüchen

Themen:

das Doppelspaltexperiment mit Wheelers Idee «die Entscheidung Verzögern»

der Quantum Eraser: wie man Vergangenheit «löscht»
der Riss in der Zeit: und was bleibt davon übrig?
die Grundide: Raumzeit als Speicher
Schwarze Löcher und das Informations Paradox
die Geometrie Informations-Dualität
Dunkle Materie und Dunkle Energie als Informationseffekte
ein zyklisches Universum
Tests und praktische Anwendung

https://www.youtube.com/watch?v=QcgGKjdB-FA

Willkommen zu der vielleicht komplexesten Folge, die wir je auf diesem Kanal gemacht haben. Denn heute geht es um ein Experiment, das sich anfühlt wie ein gezielter Schlag gegen deinen Verstand. Es gehört zum Krassesten, was die Quantenphysik bisher hervorgebracht hat – und obwohl es real ist, wirkt es wie ein Denkfehler. Ein Lichtteilchen wird ausgesendet, fliegt durch eine Apparatur, trifft am Ende auf einen Detektor. Alles scheint gelaufen. Doch dann entscheidest du dich – nachträglich – ob du herausfinden willst, welchen Weg das Teilchen genommen hat. Und plötzlich ändert sich das Verhalten dieses Teilchens rückwirkend. Als hätte die Zukunft die Vergangenheit neu geschrieben. Was hier passiert, widerspricht allem, was wir über Zeit, Kausalität und Realität zu wissen glauben. Und ja – es fühlt sich an wie ein echter Mindfuck. Aber ich verspreche dir: Ich erkläre es so, dass du es wirklich verstehst. Und am Ende wirst du nicht nur wissen, wie es funktioniert – du wirst ein Gefühl dafür bekommen, wie tief der Riss ist, den dieses Experiment in unser Bild von Zeit schlägt.

Zusammenfassung mit Zitaten von dem was ich verstanden habe:
Das Video erklärt mit Film- und Bildbeiträgen:

das Doppelspaltexperiment mit Wheelers Idee «die Entscheidung Verzögern»
Vielleicht ist es nicht das Photon, das entscheidet was es tut, vielleicht ist es die Art wie wir es beobachten, die rückwirkend festlegt, was geschehen ist. Das klingt nach einer Zeitreise. Ist aber eigentlich eine Attacke auf unsere Vorstellung von Realität. Denn wenn Ereignisse nicht fix sind, sondern erst durch ihre Messung definiert werden, dann wird auch Zeit zu etwas Fliessendem, das aber nicht zwangsläufig in eine Richtung zeigt. Deshalb beginnt man neue Experimente zu entwerfen, die genau diese Idee testen sollen, dass die Entscheidung, ob ein Photon Teilchen oder Welle ist, nicht am Spalt getroffen wird, sondern zu einem späteren Zeitpunkt, und dass man diesen Zeitpunkt bewusst hinausschieben kann. Um das wirklich testen zu können reicht aber ein Doppelspalt nicht mehr aus. Man braucht ein Setup, welches das Photon spaltet, verzögert, verschränkt, und auf eine Weise analysiert, die all diese Möglichkeiten gegeneinander aufspielt. Und genau dieses Setup wurde 1999 gebaut. = Delayed Choice Quantum Eraser- das quantenmechanische Ausradieren.

Der Quantum Eraser: wie man Vergangenheit «löscht»
Resultat, die Ergebnisse: die Vergangenheit beugt sich»

Es gibt zwei Möglichkeiten:

  • Entweder gibt es eine verborgene Kommunikation zwischen den beiden Photonen, eine Art «schneller als Lichtübertragung». Das verstösst allerdings über all das was wir wissen über Kausalitäts- und Relativitätstheorie. Oder
  • wir haben einfach ein falsches Bild davon wie Zeit und Realität funktionieren. Respektive was sie überhaupt sind.

Was wirklich passiert, drei Deutungen:
Die Quantenphysik ist experimentell extrem präzise aber sie ist offen in der Interpretation. Die Gleichungen sagen uns was passieren wird, aber sie sagen nicht was sie bedeuten. Dadurch entstehen die grossen Deutungen. Drei davon sind relevant, wenn es um rückwirkendes Verhalten im Experiment geht:

  • Die Kopenhagener Deutung: Ein Quantensystem besitzt keine festgelegten Eigenschaften solange sie nicht gemessen werden. D.h. das Photon ist nicht Welle oder Teilchen, es ist gar nichts Bestimmtes, es ist eine Möglichkeit der Wahrscheinlichkeiten solange niemand eine Beobachtung vornimmt. Die Realität ist in gewisser Weise unbestimmt, bis ein Messprozess sie zwingt eine bestimmte Form anzunehmen. Die scheinbare Rückwirkung besteht nur, weil wir fälschlicherweise annehmen, dass es vorher bereits eine Realität gegeben haben muss. Das ist ein Denkfehler, eine falsche Erwartung. Die Realität ist nicht immer da, wo sie vermutet wird.

  • Die viele-Welten-Interpretation: Alle möglichen Ergebnisse eines quantenmechanischen Prozesses werden tatsächlich realisiert. Aber in verschiedenen, parallelen Universen. Die Realität spaltet sich in gewisser Weise auf. Da gibt es keine Informationsauslöschung und kein Widerspruch zur Zeitrichtung, weil alle Optionen sowieso passieren.

  • Die Informationsbasierte Deutung: Diese Sichtweise ist noch relativ jung und vielleicht am schwersten zu fassen. Sie sagt, was wir Realität nennen, entsteht nicht durch Dinge, sondern durch Information. Welche Informationen stehen uns zur Verfügung? In dieser Interpretation stehen Ereignisse nicht linear in der Zeit, sondern entlang von Konsistenzbedingungen. Nur solche Abläufe sind real, die widerspruchsfrei rekonstruierbar sind, basierend auf dem, was am Ende gewusst werden kann. Alles hängt davon ab, wann die Information entsteht und ob sie erhalten bleibt.

Drei verschiedene Antworten auf dieselbe physikalische Beobachtung, die wir tatsächlich empirisch haben. Alles hängt davon ab, was wir für real halten: Eine objektive Welt, die immer da ist, egal ob sie beobachtet wird, eine Welt, die sich bei jeder Entscheidung immer wieder neu verzweigt, oder eine Welt, in der Realität aus Informationen besteht und nicht aus Dingen. Aber wenn Beobachtung Realität formt, was bedeutet das denn für Zeitbewusstsein?

Der Riss in der Zeit: und was bleibt davon übrig?

Vielleicht gibt es gar keine Zeit wie wir sie kennen, sondern nur Relation von Informationen, die sich so anordnen, dass sie konsistent erscheinen. Vielleicht ist Kausalität keine Gesetzmässigkeit, sondern eine Perspektive, die nur funktioniert, weil wir sie brauchen, um nicht zu zerbrechen. Und vielleicht war das Photon nie eine Welle, nie ein Teilchen. Vielleicht war es nie da. Vielleicht ist es Zeit unsere Vorstellungen von der Zeit loszulassen.


Die Grundidee – Raumzeit als Speicher:

Die Physiker schlagen etwas extrem Radikales vor. Das Universum könnte sich erinnern: Raum und Zeit wären nicht nur eine Bühne, auf der Dinge passieren, sondern selbst eine Art Speicher, die jede Wechselwirkung, jedes Teilchen und jede Kraft als winzige Spur bewahrt. D.h. das Universum hat, ist ein Kosmisches Gedächtnis. Die Raumzeit selbst könnte gequantelt sein. Also ein «Gewebe» zusammengesetzt aus winzigen Einheiten. Diese werden Zellen der Raumzeit genannt. Das sind keine biologischen Zellen im klassischen Sinn, sondern kleinste Vertreter von Bausteinen, wie Pixel auf einem Bildschirm. Jede Zelle steht für ein minimales Volumen von Raum und ein minimales von Zeit. Mathematisch lassen sie sich aus der Quantentheorie ableiten. Der Raum ist nicht etwas Kontinuierliches, sondern ein Netz mit Knotenpunkten, in denen Quantenfelder ihre Zustände annehmen können. Und diese Zellen sind nicht leer, jede von ihnen kann Information speichern. D.h. Die Raumzeit besteht aus Raumzeitzellen in denen, wie in einem Archiv, in Form von hochdimensionalen Quantenzuständen, alle Informationen, inkl. der Wechselwirkungen etc., selbst die, die in den Schwarzen Löchern verschwunden sind, gespeichert sind = Geometrie Informationsdualität. Damit verschiebt sich die Perspektive. Nicht Materie oder Energie sind die fundamentalen Grössen, sondern Informationen. Alles was im Universum geschieht, hinterlässt eine Spur im Gewebe der Raumzeit. Diese Spuren summieren sich und prägen wiederum wie sich Raum und Zeit entwickelt. Das Universum erinnert sich, und wir haben gerade erst begonnen in diesen Erinnerungen zu lesen.

Das Universum = ein kosmischer Quantencomputer

Schwarze Löcher und das Informations-Paradox:

Nach Einsteins Relativitätstheorie ist alles, was den Ereignishorizont, überschreitet unwiederbringlich verloren. Die Materie stürzt hinein und die Information über ihre Zusammensetzung verschwindet. Genau hier beginnt das Problem. Denn die Quantenmechanik kennt eine einzige, eiserne Regel: Information kann niemals vollständig zerstört werden. Sie kann sich verwandeln, verschlüsseln oder verteilt werden. Aber sie darf nicht verschwinden. Relativität und Quantenmechanik widersprechen sich hier frontal. Die neue Idee, die «Quantum Memory Matrix (QMM)» schlägt nun eine Lösung vor: Sie besagt, die Information geht nicht verloren, weil sie bereits gespeichert wurde bevor das Schwarze Loch überhaupt die Möglichkeit hatte sie zu vernichten. Die Informationsspur ist längst in der umgebenden Raumzeit verewigt. Wenn das Schwarze Loch irgendwann durch die sogenannte Hawking-Strahlung verdampft, dann ist die Information durch diesen Prozess nicht verloren. Sie ist bereits im Speicher des Universums gesichert. Die QMM-Theorie behauptet, dass nicht nur die Schwerkraft, sondern auch die anderen Kräfte ihre Spuren in der Raumzeit «schreiben» = Imprint. Das verändert unser gesamtes Bild des Universums.

Die Geometrie-Informations-Dualität:
Einsteins Relativitätstheorie besagt, dass die Gravitation keine unsichtbare Kraft ist, die Objekte anzieht. Sie ist eine Folge der gekrümmten Raumzeit. Masse und Energie biegen die Raumzeit. Und in dieser gekrümmten Geometrie bewegen sich Planeten, Sterne oder Lichtstrahlen. Die QMM geht aber noch einen Schritt weiter. Sie behauptet, dass nicht nur Masse und Energie die Geometrie prägen, sondern auch Information. Starke Kernkraft, Schwache Kernkraft oder der Elektromagnetismus, all diese Prozesse hinterlassen Spuren in den Raumzeitzellen. Jede Wechselwirkung verändert den lokalen Informationszustand der Raumzeit. Ein entscheidender Bestandteil ist das Quantum Entaglement, die Verschränkung. Normalerweise stellen wir uns Raum und Zeit wie eine Bühne vor, auf der Teilchen auftreten und Kräfte wirken. QMM dreht das Bild komplett um. Das Netz, aus quantenmechanischen Verknüpfungen, also aus Information ist die Bühne. Raumzeit besteht nicht nur aus Energie und Masse, sondern auch aus Information, aus dem Netzwerk, das alle Teilchen verbindet. Man spricht hier von «Geometrie-Informations-Dualität. Die Geometrie des Universums, also die Raumzeitkrümmung und die Verteilung von Information, vor allem durch die Verschränkung, sind zwei Seiten derselben Medaille. Wenn die Information neu angeordnet wird oder sich auch neu verbindet, verändert sich die Geometrie und dadurch auch die Art, wie die Information gespeichert und weitergegeben wird. Information selbst kann Gravitation beeinflussen. Wenn es so ist, dann könnte das auch erklären, was mit den grössten kosmischen Rätseln auf sich hat, Der Dunklen Materie und der Dunklen Energie.

Dunkle Materie und Dunkle Energie als Informationseffekte:
Beide könnten, gemäss QMM, Informationsspeicher im Gewebe der Raumzeit sein. Daraus folgt:

Dunkle Materie: für jede Wechselwirkung, jedes Teilchen, jedes Ereignis hinterlässt ein Imprint, eine Spur in den Raumzeitzellen. Sie verschwinden nicht, sondern sammeln sich an, verklumpen und aus der Sicht der Schwerkraft wirken sie genau wie zusätzliche Masse. Die Raumzeit selbst, in ihren Informationsspeichern sind schwerer geworden. Es müssen keine unsichtbaren Teilchen wie WIMPS (Weakly Interacting Massive Particles) existieren, für die Erklärung herangezogen werden. D.h. es muss kein neues Teilchen gesucht werden.

Dunkle Energie:
hier kommt die Idee der Überfüllung ins Spiel. Raumzeitzellen haben keine unendliche Kapazität. Wenn zu viele Imprints gespeichert sind, dann können sie keine neuen, unabhängigen Informationen mehr aufnehmen. Stattdessen baut sich eine Art Hinterdruck auf. Ein Überschuss an Energie, der nicht in neue Informationen umgesetzt werden kann. Genau dieser Überschuss treibt die Raumzeit auseinander.

Dunkle Materie und Dunkle Energie sind demzufolge zwei Gesichter desselben Prinzips. Doch das führt zu einer noch radikaleren Frage. Was geschieht, wenn das Universum eines Tages vollständig vollgeschrieben ist? Draus folgt:

Ein zyklisches Universum:
Wenn Raumzeit wirklich ein Speicher hat und ist, dann hat auch dieser Speicher Grenzen. Nach klassischer Kosmologie würde dann das Universum für immer expandieren oder je nach Energiedichte in einem Big Crunch kollaborieren. QMM geht von einem Bounce, von einem neuen Anfang aus: Das Universum wird zurückgestossen und beginnt erneut zu expandieren
. Dies ist eine Speicherlogik. Volle Zellen können nicht mehr schrumpfen, sie erzeugen Druck. Gemäss Berechnungen hat unser Universum bereits drei bis vier solche Zyklen durchlaufen und die Modelle zeigen, es bleiben noch weniger als zehn übrig, bevor die Informationskapazität endgültig ausgeschöpft ist. Das Universum würde in eine letzte ewige Expansionsphase übergehen. Daraus ergibt sich ein Informationsalter von ca. 62 Milliarden Jahren.

Diese zyklische Mechanik lässt sich im Labor prüfen.

Tests und praktische Anwendung:

Bis dahin klingt die QMM als eine sehr elegante aber rein theoretische Konstruktion. Doch diese Theorie lässt sich mit Quantencomputern überprüfen. Die Forscher haben die kleinste Analogie nachgebaut, die möglich ist. Qubits, also die elementaren Bausteine der Quantencomputern wurden behandelt, wie wenn sie in der Raumzeit wären. In dieser Simulation wendeten sie die mathematische Regel «Imprint Operator» an. D.h. sie schrieben in die Qubits Zustände ein und versuchten anschliessend diese Zustände wieder herauszulesen. Das Ergebnis war: mit über 90 Prozent Genauigkeit konnten sie die ursprünglichen Zustände wieder herstellen. Das ist bemerkenswert. Denn Quantencomputer sind extrem störanfällig. Hier zeigt es sich, dass wenn man das Imprint Prinzip des QMM nutzt und es mit klassischer Fehlerkorrektur kombiniert, sinkt die Fehlerrate deutlich. Damit ergibt sich eigentlich ein doppelter Wert: Kosmologisch, was die Theorie zeigt, wie das Universum als Speicher funktionieren könnte und Technologisch wie es Quantencomputer stabiler und praktischer mache kann.
 
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wirena

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Soeben habe ich mit msn auf dem Bildschirm folgenden Link, von einer detaillierten Computersimulation der Entstehung unseres Universums

https://www.msn.com/de-ch/wissensch...1&cvid=6ae0f61e50854ed89c2e600143cc8c27&ei=48

und heute habe ich einen Vortrag in youtube von Gerd Ganteför gesehen, der auf die Probleme der Urknalltheorie eingehen soll. Nun, da werde ich doch wissen, mit was ich mich morgen befassen werde -
 
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wirena

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J.A. Wheeler stellt auch die Frage «wie kommt es zu dem was existiert?» Eine Antwort dafür ist in der Urknalltheorie zu finden. Wie bereits erwähnt, habe ich dazu einen Vortrag von Gerd Ganteför gefunden, der auf die problematische Seite des derzeitigen Urknallmodells eingeht.

Die Probleme der Urknalltheorie:

Ein informativer Vortrag von Gerd Ganteför:

Gerd Ganteför
Zitat Wikipedia: „(* 3. November 1956 in Leipzig). Er ist ein deutsch-schweizerischer Experimentalphysiker und emeritierter Professor an der Universität Konstanz. Er veröffentlichte mehrere populärwissenschaftliche Bücher und betreibt den YouTube-Kanal Grenzen des Wissens.“ Zitatende


Link zum Vortrag in youtube:

Audimax: Gerd Ganteför – Die Probleme der Urknalltheorie
Kontrafunk - Die Stimme der Vernunft
18.10.2026 – 53 Minuten

https://www.youtube.com/watch?v=l5Q7mQQ76CA

Eine der Grundfragen, mit denen sich die Menschheit seit Menschengedenken beschäftigt, ist die Frage nach der Entstehung der Welt. Gab es wirklich einen Urknall, und wenn ja, wie viele? Die Physik hat eine vorläufige Antwort darauf gefunden: Das Weltall entstand in einer gigantischen Explosion und dehnt sich seither immer weiter aus. Die Urknalltheorie kann vieles erklären, aber in letzter Zeit mehren sich die Zweifel. Die Theorie enthält allerhand „Flicken“, also Hilfstheorien, die ein wenig an den Haaren herbeigezogen wirken. Und dann sind da die neuen Daten des James-Webb-Teleskops, das noch weiter schauen kann als die bisherigen Teleskope. Kommt da wieder eine Revolution unseres Weltbildes auf uns zu?

Mehr Infos auf unserer Homepage: https://kontrafunk.radio


Zusammenfassung, grösstenteils zitiert:
Die Urknalltheorie ist ein Schöpfungsmythos, wie wir ihn auch von alten Gesellschaften, der Urvölker her kennen. Er entstand mit der Frage, wie ist die Welt entstanden? Die Mythen erzählen, dass das Universum nicht aus der Ewigkeit entstanden ist, und dass es nicht in die unendliche Zukunft geht.

Im Gegensatz zu den Schöpfungsmythen haben wir empirische Daten, die wir interpretieren, und auf deren Grundlage entwickeln wir eine Modellvorstellung.

Diese Modellvorstellung ist nicht endgültig. Mit neuen Daten, die uns möglicherweise das James-Webb-Teleskop liefert, muss diese Modellvorstellung von der Urknalltheorie angepasst und vielleicht sogar ganz aufgegeben werden. D.h. die gegenwärtige Urknalltheorie hat Probleme und der Vortrag geht auf diese Probleme ein.

Die Probleme sind eine Diskrepanz zwischen der Modellvorstellung und den wirklich messbaren Daten
.

Es gibt drei Hauptindizien für eine allfällige Änderung der bisherigen Modellvorstellung:
Der Ausgangspunkt ist, dass die Urknalltheorie meint, dass das Universum vor 13,7 Milliarden Jahren als Singularität mit unendlich hoher Energie, mit unendlich hoher Materiendichte und Temperatur aus dem Nichts, sozusagen herausgeknallt, herausentstanden ist. Also eine Entstehung aus dem Nichts. Dann hat das Universum expandiert, so wie man es sich vorstellt, wenn Gas (Helium und Wasserstoff) unter diesen Bedingungen expandiert. Und es expandiert bis heute. In der ersten Zeit, da war das Universum nur ein Gasbehälter mit Wasserstoff und Helium und das ist durchsichtig. D.h. in der ersten Zeit, bis etwa eine halbe Milliarde nach dem Urknall war es dunkel im Universum. Es gab keine Sterne. Aber dann setzte die Gravitation ein, und die Materie begann sich durch die Eigengravitation selbst zu verklumpen. Es flockte aus in Sterne, in Galaxien, und in Planeten. In ungefähr nach einer halben Milliarden Jahre gab es die ersten Sterne, und nach einer Milliarden Jahre die ersten noch sehr kleinen Galaxien. Das Universum expandierte immer weiter, bis heute, und durch Kollisionen entstanden immer grössere Galaxien, diese wuchsen immer mehr zusammen, zu den Strukturen, wie wir sie heute sehen. Dieses Modell der Urknalltheorie beruht auf drei Hauptindizien/Säulen:

1. Indiz/Säule ist die Rotverschiebung
: Die Galaxien, die wir mit den Teleskopen entdecken können, die fliegen alle von uns weg. Das ist durch die Dopplerverschiebung der Spektrallinnen messbar. Je weiter die Galaxien entfernt sind, umso schneller fliegen sie von uns weg. Es sieht nach einer Explosion des Universums aus. Doch die moderne Urknalltheorie sieht eher das Bild von Rosinen in einem aufquellenden Teig. Nach dieser Vorstellung bewegen sich die Galaxien selber gar nicht. Sie sitzen im Raum fest; abgesehen von kleinen Eigenbewegungen. Es ist der Raum selber, der sich auseinander bewegt, sich ausdehnt. Dadurch kommt man zum Hauptproblem dieser Urknalltheorie, zur Frage «was ist dieser Raum eigentlich? Wie kann der aufquellen?» Nach Albert Einstein müssen wir zum Raum die Zeit dazu nehmen. D.h. es ist ein vierdimensionales Kontinuum um ein vierdimensionales Etwas, das im Urknall entstanden ist und bisher die ganze Zeit expandiert.

2. Indiz/Säule: ist die Verteilung der chemischen Elemente.
Wenn wir annehmen, was gerade diskutiert wurde, dass das Universum ewig ist, dass es also aus einer unendlichen Vergangenheit kommt, dann dürfte es kein Helium und keinen Wasserstoff mehr im Universum geben. Denn Helium und Wasserstoff sind die Energiequellen der Sterne. Sterne leuchten, weil sie Helium und Wasserstoff fusionieren zu schwereren Elementen. Daher müsste Helium und Wasserstoff aufgebraucht sein. Tatsächlich sind es aber die beiden häufigsten Elemente im Universum, D.h. diese Energiequelle wurde bisher nur ganz wenig verbraucht durch das Brennen der Sterne. Daraus ist zu schliessen, dass das Universum vielleicht 10 Milliarden Jahre alt ist, aber nicht viel älter.

Die Urknalltheorie kann die Details der Häufigkeitsverteilung der Elemente sehr gut erklären. So ist das Massenverhältnis von Wasserstoff zu Helium sehr gut erklärbar. Es gibt ungefähr dreimal oder viermal so viel Helium wie Wasserstoff. Dann kann sie auch sehr gut erklären, die geringe Häufigkeit von Lithium und Silizium. Lithium ist im ganzen Universum sehr, sehr selten und warum das so ist, erklärt die Urknalltheorie. Und die Häufigkeit von Kohlenstoff, daraus bestehen wir, und warum das Element Kohlenstoff dermassen häufig ist, auch das kann die Urknalltheorie sehr gut erklären..

3. Indiz ist die wichtigste Säule ist die Hintergrundstrahlung:
Aus allen Raumrichtungen, mit gleicher Temperatur (das Universum hat sich abgekühlt, bis auf 2,7 Grad oberhalb des absoluten Nullpunkts), erreicht uns eine Mikrowellenstrahlung mit thermischer Spektralverteilung. Diese Mikrowellenstrahlung kann man mit keinem anderen Modell, mit keiner anderen Modellvorstellung des Universums erklären.

Diese Hintergrundstrahlung, die gemessen wurde, ist ein starkes Indiz, dass wir tatsächlich mit einem Urknall entstanden sind. Doch diese Urknalltheorie hat neun Probleme: Im Grunde genommen sind es zwanzig, aber neun, sind in der in diesem Vortrag zur Verfügung stehenden Zeit, zu schaffen.

Zuerst die wichtigen Fragen:
- wie kam es zum Urknall?
- was war vor dem Urknall?
- was ist unsere Raumzeit, was ist da entstanden?

Diese drei Fragen hängen zusammen, und wenn wir verstehen würden was unsere Raumzeit eigentlich ist, dann hätten wir vielleicht einen besseren Ansatz, um den Urknall selber zu verstehen.

Was experimentell überprüft ist, ist, dass unser Universum aus drei verschiedenen Hauptsubstanzen/Hauptsubstanztypen besteht.
Das sind:

- die normale Materie: das sind die Sterne, die Sonnen, Planeten, aber auch die Energie wie z.B. die Sonnenstrahlung, und auch die Teilchenstrahlung, z.B. die Neutrinos. All das füllt unser Universum aus, aber das macht nur etwa 5 % der bekannten Substanz des Universums aus. Die andern 95 %, die kennen wir nicht. Wir kennen also nur 5 % von dem, woraus wir glauben, dass unsere Raumzeit besteht.

- 25 % Dunkle Materie:
Die Dunkle Materie verursacht eine Gravitationswirkung, da wird irgendetwas angezogen, aber wir können nicht erkennen, was da anziehend ist. Seit 20 Jahren wird daran geforscht, aber wir wissen nicht was das ist.

- 70 %, der Löwenanteil des Universums, ist die Dunkle Energie: Das ist eine Energieform, die wir absolut nicht zuordnen können, die unbekannt ist.

D.h. 5 % des Universums ist bekannt, ungefähr 1/4 ist Dunkle Materie und 2/3 ist Dunkle Energie. Wir können überhaupt nicht sagen, was da im Urknall entstanden ist.

Der Vortrag hat das Ziel, ein Bild zu entwerfen, wie sich die Raumzeit einbettet in diese Frage, was war vor dem Urknall
?

In der Vorstellung von Gerd Ganterför ist die Raumzeit eine vierdimensionale unendliche Blase, die eingebettet ist in eine höhere Wirklichkeit. Und in dieser höheren Wirklichkeit gibt es keine Zeit. Sie kann aber sogar noch eine höhere Dimensionalität haben. Es gibt ein paar Theorien in der Physik, die arbeiten mit 10 oder 11 Raumdimensionen.

Die Zeit ist eine Eigenschaft unseres Universums. Eben die vierte Dimension. Die höhere Wirklichkeit, in der unser Universum vor 13,7 Milliarden Jahren entstanden ist, ist zeitlos. Die ist ewig.

Es gibt in der Physik Hinweise darauf, dass es ausserhalb unseres vierdimensionalen Raumes etwas Zeitloses gibt.
Das sind moderne Phänomene. Modern, weil wir heute die Experimente dazu haben. Das sind die Phänomene der Quantentheorie. Im Speziellen die Quantenteleportation und die Quantenverschränkung. Anton Zeilinger, einer von drei Nobelpreisträger im Jahr 2022, hat diese Quantenteleportation untersucht. Es gibt natürlich dafür mehrere, ganz unterschiedliche Forschergruppen, die inzwischen dieses Phänomen untersuchen. Bereits das Wort Teleportation, deutet schon ganz richtig darauf hin, dass dieses Phänomen zeitlos ist. Es verknüpft zwei beliebig weit entfernte Orte zeitlos. Das ist also eine Kopplung, die praktisch mit unendlicher Geschwindigkeit stattfindet. Das ist empirisch, experimentell überprüft, aber nur für Systeme der Quantenphysik, die von unserer Raumzeit entkoppelt sind. In Experimenten gelingt es, bestimmte Systeme wie Atome oder Nanopartikel von unserer Raumzeit zu isolieren.

Interpretation dieser Ergebnisse des Vortragsredners, Gerd Ganteför:
Ist ein Objekt, ein sogenanntes Quantenpartikel entkoppelt von unserer Raumzeit, so fällt es zurück in diese Basiswirklichkeit, in der keine Zeit existiert.

Dieses zeitlose Nichts, lässt sich im Labor präparieren, und zwar, indem man ein Volumen komplett von jedem Informationsfluss mit der Umgebung abtrennt. Das Hauptproblem dabei ist die Entkopplung von jeglicher elektrischer Strahlung. Es darf also keine Wärmestrahlung geben zwischen dem Objekt das entkoppelt werden soll und der Umgebung. Es darf natürlich auch keine Radiowellen geben, es darf einfach rein gar nichts geben. Wenn das gelingt, dann vergeht in diesem Volumen, das man so abgekoppelt hat, keine Zeit mehr. Es wird zu einem Teil der übergeordneten Wirklichkeit. Und das gibt dann die Möglichkeit, das Gedankenexperiment von Erwin Schrödinger mit der Katze wirklich nachzuvollziehen. Mit einer Katze geht es nicht, da es nicht möglich ist, die Katze, ein makroskopisches Objekt vollständig von der Umgebung zu entkoppeln. Aber es geht heute mit Nanoobjekten, wie z.B. Quantenbit. Gemäss Quantencomputer kann ein Quantenbit gleichzeitig Null und Eins sein. Schrödinger wollte mit dem Katzen-Gedankenexperiment die Quantentheorie widerlegen. Doch alle bisherigen Ergebnisse deuten darauf hin, dass es tatsächlich so ist. Wenn das Experiment mit einer Katze, einem makroskopischen Objekt gelingen würde, dann wäre die Katze, von uns aus, also aus unserem Universum heraus betrachtet, gleichzeitig tot und lebendig. Das ist experimentell ziemlich gesichert. Nicht für Katzen aber für Nanopartikel.

Interpretation des Vortragsredner, Gerd Ganteför: in der übergeordneten, höheren Wirklichkeit, in der es keine Zeit gibt, wird «der Zeitraum» zusammengeschoben zu einem einzigen Augenblick, der zeitlos ist. Die Zeit ist auch hier relativ. In dieser höheren Wirklichkeit, in dieser zeitlosen Realität, da hat der Urknall stattgefunden, und da ist unser Universum entstanden.

Wie kam es zum Urknall? Wie kann aus dieser höheren Realität, in der es keine Zeit und kein Universum gibt, wie kann da etwas aus dem Nichts entstanden sein?
Ein Ansatz ist: durch die Vakuumfluktuation. Auch in unserem Universum gibt es kleine Vakuumfluktuation. Da kann etwas für sehr kurze Zeit aus dem Nichts entstehen. Z.B. Elektron und Antielektron, also Positronpaare. Materie kann also aus dem Nichts entstehen. Da wird sozusagen aus der Raumzeit heraus ein Kredit für Energie aufgenommen, der sofort zurückbezahlt werden muss. D.h. auch in unserem Universum kann für sehr kurze Zeit etwas aus dem Nichts erschaffen werden und verschwindet gleich wieder. Das wird Vakuumfluktuation genannt. Dieses Phänomen basiert auf der quantenmechanischen Zeit und Energie-Unschärferelation. Das Phänomen ist die ganze Zeit überall im Raum und in der Zeit unterwegs.

Wenn wir nun die Frage mechanisch zum Urknall beantworten wollen, dann gib es einen spekulativen Ansatz, der besagt, dass wir eine höhere Ebene haben, die zeitlos ist
. In dieser gibt es aber Vakuumfluktuation. Eine Möglichkeit bestünde dann, dass es in diesem höheren Kontinuum zu einer gewaltigen Vakuumfluktuation gekommen ist. Diese müsste aber sofort wieder verschwunden sein, wenn auch in dieser höheren Realität, die Energieerhaltung gilt. Aber es gibt da ja keine Zeit. Man könnte überlegen, dass es so etwas wie Vakuumfluktuation auf der höheren Ebene gegeben hat, und dass diese Vakuumfluktuation dann plötzlich eben nicht mehr auf Kredit lief, sondern durch ihren Phasenübergang in eine reale Energie, in eine positive Energie umgestellt wurde. Dadurch hat dann unser Universum, das aus dieser Vakuumfluktuation entstammte, eine bleibende Realität, eine bleibende Wirklichkeit erlangt. D.h. unser Universum ist aus einer Supervakuumsfluktuation entstanden.

Mit diesem Bild stellt sich die Frage: gibt es mehrere Urknalle?
Das ist ja nur eine Vakuumsfluktuation, aus der unser Universum entstanden ist. Es müsste ja ganz viele gegeben haben, denn auch in unserem Universum gibt es ganz viele solche Vakuumsfluktuationen. Kann sein. Das würde dann auch erklären, dass unser Universum mit seinen Naturgesetzen, Naturkonstanten so merkwürdig massgeschneidert für die Entstehung von Leben ist. Das würde bedeuten, es gibt jede Menge Universen, die stabil sind, in denen es kein Leben gibt, mit anderen Naturkonstanten, mit anderen Naturkräften und unseres ist eben bewohnbar.

Damit ist die Frage mechanisch nach dem Entstehen des Urknalls beantwortet: unser Universum ist eine Blase in einer höheren Wirklichkeit, und in der höheren Wirklichkeit gibt es so etwas wie Vakuumfluktuation aus der immer mal spontan ein Universum entsteht.

Die Befürchtung besteht allerdings, dass die ganzen Fragen, was war vor dem Urknall? die Fragen zum mechanischen Urknall? und gab es mehrere Urknalle?, dass diese Fragestellung eigentlich, wenn wir sie wirklich einmal auf uns weiter fortgeschrittener Daten, in der Zukunft weiter verfolgen können, dass die Beantwortung dieser Fragen vielleicht sogar über unseren Verstand hinaus geht
. Bereits die Quantenteleportation kann man gar nicht verstehen. Die ist vollkommen verwirrend. Aber es ist ein Experiment, das jeder durchführen kann. Die Ergebnisse versteht man allerdings einfach überhaupt nicht. Wenn unser Geist prinzipiell nicht in der Lage ist, die Wirklichkeit, und erst recht die höhere Wirklichkeit zu verstehen, dann müssen wir möglicherweise nochmal ein paar Millionen Jahre warten, bis unser Gehirn sich vielleicht noch weiter entwickelt hat, und dann erst von der Fähigkeit her, in der Lage ist, der wirklichen Wirklichkeit mehr auf die Spur zu kommen. Die Struktur der gesamten Wirklichkeit heute, ist über unserem Verstand.


Ein weiterer Problempunkt ist, dass das James Webb-Teleskop etwas gefunden hat, was nicht in die Urknalltheorie hineinpasst. Es hat z.B. eine Galaxie entdeckt in einer Entfernung von 13 Milliarden Lichtjahren. Diese Galaxie ist eine voll ausgebildete Spiralgalaxie mit einem Durchmesser von 60'000 Lichtjahren. Sie ist vor 700 Millionen oder vor 1 Milliarden Jahren nach dem Urknall entstanden. Dass eine voll ausgebildete Galaxie zu so einem frühen Zeitpunkt nach dem Urknall schon so gross ist, das kann eigentlich gar nicht sein.-Und es wurden noch mehr solche grossen, relativ frühen Galaxien entdeckt. Eine hat ein Alter von 300 Millionen Jahren nach dem Urknall. Es ist allerding eine sehr kleine Galaxie, daher passt sie einigermassen in das bestehende Urknallmodell hinein. Sie hat eine Grösse von nur 1'700 Lichtjahren Durchmesser. Trotzdem ist es sehr unwahrscheinlich, es ist fast nicht zu erklären, wieso so früh überhaupt eine Galaxie entstanden sein kann. Zu diesem Zeitpunkt, 300 Millionen Jahre nach dem Urknall, gab es allenfalls ein paar Sterne aber keine Galaxien. Das erfordert eine Korrektur. Dass der Urknall vor 13,7 Milliarden Jahre stattfand, ist damit nicht in Frage gestellt, aber das Wachstumsmodell der Galaxien, wie diese zustande gekommen sind, das wird jetzt durch die Daten des James Webb-Teleskopes, über den Haufen geworfen.


Nun zur Dunkle Materie
: Man findet experimentelle Beweise für das Vorhandensein der Dunklen Materie aus den Rotationskurven der Galaxien. Nach unserem Wissen, müssten die Galaxien, mit der uns bekannten Materie auseinanderfliegen. D.h. es muss noch zusätzliche Materie in den Galaxien geben, die die Sterne in ihre Kreisbahn zwingt, die Galaxien zusammenhält. Das ist die Dunkle Materie. Die Vorstellung ist heute, dass die Galaxien eingebettet sind in riesige Blasen von Dunkler Materie. Und nur so können wir die schnelle Rotation der Galaxien verstehen. Wir müssen also annehmen, es gibt Dunkle Materie, aber was das ist, wissen wir bis heute nicht.

Es gibt noch drei weitere Indizien für die Existenz Dunkler Materie:

  • Gravitationslinseneffekt: Gravitatonsmassen krümmen das Licht. Dadurch gelingt es im Universum die Verteilung der Dunklen Materie, z.B. in Galaxienhaufen sehr genau zu vermessen, und man erhielt eine konkretere Vorstellung darüber, was für Eigenschaften die Dunkle Materie hat.

  • Ausser der Gravitation besteht keine Wechselwirkung mit der normalen Materie. D.h. eine «Wolke» aus Dunkler Materie kann eine ganze Galaxie kollisionsfrei durchdringen. Damit das so ist, muss die Dunkle Materie kalt sein.

  • Beantworten können wir auch wie die Dunkle Materie nach dem Urknall so rasch abgekühlt ist.

Doch was Dunkle Materie ist, das können wir nicht erklären.

Dunkle Energie: Sie macht den Grossteil unseres Universums aus und wurde ungefähr zur Jahrtausendwende durch ganz genaue Analysen der Galaxienflucht entdeckt. Dabei wurde festgestellt, dass seit ca. 2 Milliarden Jahren das Universum beschleunigt expandiert, obwohl sich die Expansion abbremsen müsste. Die Entdeckung, dass die ganze Expansion des Universums zunimmt, hat die ganze Physik umgekrempelt. Eine neue Form der Energie musste eingeführt werden. Für die Beschleunigung der Expansion des Universums braucht es eine Energiequelle. Doch die ist unbekannt und deswegen hat man sie Dunkle Energie genannt. Die Vermessung ergab, dass diese Dunkle Energie ungefähr 2/3 der Substanz des Universums sein muss. Eine solche Vermessung ist sehr schwierig, und man könnte auch einen Fehler annehmen. Doch es gibt noch vier weitere Indizien für die Existenz der Dunklen Energie.
  • Das Indiz der Hintergrundstrahlung,

  • dann das Indiz, dass wir ein flaches Universum haben. Ohne die Dunkle Energie müsste der Raum gekrümmt sein. Es muss irgendetwas noch geben, das Anti gravitativ, den Raum auseinander treibt, und das kann eigentlich nur die Dunkle Energie sein.

  • Dann gibt es noch die Baryonischen Akustischen Ostillationen

  • Und der integrierte Sachs-Wolfe-Effekt

D.h. es gibt jede Menge Dunkle Energie, doch wir wissen nicht was dies ist.

Es gibt Versuche die Dunkle Energie im Labor zu vermessen. Sie muss aber eine sehr geringe Dichte haben. Der Ansatz dafür ist der quantenmechanische Effekt der Vakuumsfluktuation. Das ist berechenbar, und es gibt die Annahme, dass genau diese Vakuumenergie aus der Quantenfluktuation, die Dunkle Energie ist. Doch, wenn man die Dunkle Energie mit Vakuumenergie beantwortet, dann hat man die grösste in der Physik bekannte Diskrepanz zwischen Theorie und Experiment. Die Vakuumenergie aus der Quantenfluktuation wäre zu gross, als dass es die Dunkle Energie sein könnte.


Das Horizontproblem: Die Mikrowellenstrahlung, die das Nachglühen des Urknalls ist, die kommt aus allen Richtungen, und trotzdem ist die Temperatur dieser Mikrowellenstrahlung, auf vier Stellen hinter dem Komma genau gleich. D.h. diese Hintergrundstrahlung des Universums ist unerklärlicherweise haargenau gleich. Wie können so weit entfernte Orte, die gleiche Temperatur haben? Dieses Problem wird versucht mit einem «Flicken» zu lösen. Das ist eine Reparatur des Urknallmodells, die nachträglich eingebaut wird, nachdem man das Modell aufgestellt hat. Die einzige für uns Menschen dankbare Lösung ist, dass die weitentfernten Orte früher einmal in Kontakt waren. Doch dann müssten sich die heute so weit entfernten Orte, zu Beginn mit millionenfacher Überlichtgeschwindigkeit entfernt haben. Dies ist möglich, wenn sich die Raumelemente selber ausdehnen, und es nicht um eine Ausdehnung in einen Raum handelt. Und so wurde als «Flicken» des Urknallmodells, die Inflationsphase in das Modell eingebaut, die unmittelbar kurz nach dem Urknall, ganz kurz stattfand. Vorher, nach dem Urknall, befand sich alles für eine kurze Zeit im thermischen Gleichgewicht.

Da stellt sich nun aber die Frage, wie konnte es sich so schnell ausdehnen? In der theoretischen Physik wird dazu das Inflatonfeld neu eingeführt. Das ist ein Quantenfeld und ein Teil unserer Raumzeit,
genauso wie das heute gefundene Higgsfeld, das die Masse erzeugt. D.h. das Gewebe der Raumzeit besteht aus verschiedenen Felder. Einmal das Higgsfeld für die Masse, und dann dieses Inflatonfeld. Dieses gibt es heute noch, aber nicht mehr aktiv. Das Inflatonfeld war in der Inflationsphase, kurz nach dem Urknall für die Inflation zuständig. Gerd Ganteför ist der Ansicht, dass dieser «Flicken» der eingebaut wird, um das Inflationsproblem zu lösen problematisch ist.

Singularität: Die unendlich hohe Dichte der Materie, die unendliche Energiedichte, das gibt es in der Physik und auch in der Mathematik nicht. Eine solche Singularität, also ein Punkt der Unendlichkeit, kann es in der Physik eigentlich gar nicht geben, und wenn, dann nur in der Mathematik. Die Physik umgeht dieses Problem, indem sie sagt, sie ist nur zuständig für das Universum ab einer Zeit, die mit der Plankzahl angegeben wird. Vor dieser Zeit, also noch näher an dem Urknall, brauchen wir neue Theorien. Insbesondere die Vereinigung der Quantenphysik und der Relativitätstheorie. Weil dann auch im Bereich der Relativitätstheorie, also der Gravitation, auf einmal Quanteneffekte einsetzen müssen. Und solch eine Vereinigung ist bisher überhaupt nicht gelungen. Beide Theorien beschreiben die Wirklichkeit. Es muss eine Vereinigung geben, das könnte die Singularität erklären, aber wir kennen sie nicht.

Zum Schluss noch eine Beobachtung des James Webbteleskop: Dieses hat supermassive Schwarze Löcher aus der Zeit kurz nach dem Urknall entdeckt
. Es gibt also nicht nur die viel zu grosse Galaxien, sondern auch supermassive Schwarze Löcher im Zentrum grosser Galaxien. Solche Galaxien müssen gewachsen sein und direkt nach dem Urknall kann es solch grosse Galaxien nicht geben. So gesehen kann es, gemäss dem, was wir derzeit von Schwarzen Löchern wissen, auch diese, so kurz nach dem Urknall gar nicht geben. Und doch hat es das Teleskop entdeckt. Das bedingt eine neue Erklärung für die Entstehung der Schwarzen Löcher. Es stellt sich auch die Frage nach Schwarzen Mikrolöchern. Theoretisch könnte es Schwarze Löcher geben, die vielleicht millimetergross sind oder so was, aber man hat auch die nicht gefunden. Doch wie könnten diese supermassiven Schwarzen Löcher so kurz nach dem Urknall entstanden sein? Ein Ansatz ist: kurz nach dem Urknall war die Gasdichte sehr gross, und da ist die Idee, dies der neue theoretische Ansatz, dass die Schwarzen Löcher direkt aus kollidierenden oder kollabierenden Gaswolken entstanden sind. Doch dies widerspricht all dem, was wir bisher von der Entstehung der Schwarzen Löchern wissen. Dennoch gibt es sie, so kurz nach dem Urknall.


Schlusswort: Es gibt kurz nach dem Urknall nicht nur zu grossen Galaxien, sondern auch noch zu grosse Schwarze Löcher, die nicht erklärbar sind. D.h. solange wir die Grundfragen, und wie es überhaupt zu dem Urknall kam, nicht klären können, ist es denkbar, dass wir vielleicht nochmals eine Revision oder Revolution unseres Weltbildes, wie unsere Welt entstanden ist erleben werden.
 
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